Beobachtetes Signal · 24. Sept. 2026 · Technical Release · Quelle: PR Newswire: Advertising & Marketing · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Xryma Plc ist im Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem T2 der EZB live
Die in Zypern ansässige Banktech-Gruppe Xryma Plc hat bekannt gegeben, dass sie nun auf dem T2-Netzwerk (Real-Time Gross Settlement / RTGS) der Europäischen Zentralbank (EZB) betriebsbereit ist. Damit kann Xryma seinen Kunden grenzüberschreitende SEPA-Zahlungen in Euro unter einem eigenen BIC-Code nahezu in Echtzeit anbieten. Das Unternehmen gehört zu den ersten Nicht-Bank-Zahlungsdienstleistern (PSPs), die direkten Zugang zum T2-System erhalten haben. Seine Lösung verteilt den Zahlungsverkehr auf die Zentralbanken von Litauen und Lettland, wodurch Abwicklungszeiten im Vergleich zum traditionellen SWIFT-Korrespondenzbankenverkehr von drei bis fünf Tagen auf unter 40 Werktagsekunden verkürzt werden. Xryma plant zudem die Ausweitung auf flykk®-Kunden und hat das TIPS-System für SEPA Instant Payments integriert. Die geplante 24/7-Umstellung von T2 durch die EZB wird die Leistungsfähigkeit weiter steigern.
Relevant für die Finanztechnologie-Infrastruktur, jedoch nicht direkt für AdTech oder MarTech. Der Artikel behandelt den technischen Go-Live eines Banktech-Unternehmens auf der europäischen Zahlungsinfrastruktur.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Xryma Plc ist auf dem T2-RTGS-Netzwerk der EZB live und wickelt grenzüberschreitende Euro-Zahlungen nahezu in Echtzeit ab.
- Das Unternehmen gehört zu den ersten Nicht-Bank-PSPs mit direktem Zugang zum T2-System.
- Xrymas Infrastruktur verteilt das Transaktionsvolumen zur Optimierung auf die Zentralbanken Litauens und Lettlands.
- Kunden des ISX-Money-Dienstes können Euro-Überweisungen an Werktagen in weniger als 40 Sekunden ausführen.
- Die EZB plant die Umstellung des T2-Systems auf einen durchgehenden 24/7-Betrieb.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Britisches FinTech Ryft sichert sich 23 Millionen Euro in Series-B-Finanzierung
Das in Manchester ansässige Payment-FinTech Ryft hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 23 Millionen Euro eingeworben. Die Runde wurde von Gresham House Ventures angeführt, unter Beteiligung der Bestandsinvestoren Pembroke VCT und Ingenii Capital. Das frische Kapital soll die Expansion in europäische Märkte sowie die USA beschleunigen und die Produktentwicklung vorantreiben. Ryft entwickelt Zahlungslösungen für Marktplätze, Plattformen und Multi-Standort-Unternehmen. Die Plattform deckt Seller-Onboarding, wiederkehrende Zahlungen, automatisierte Split Payments und grenzüberschreitende Auszahlungen über eine einzige Schnittstelle ab. Ryft konnte sein Transaktionsvolumen in den vergangenen zwölf Monaten verdreifachen und bedient mittlerweile über 6.500 Kunden, darunter Epos Now und das Disasters Emergency Committee. Zudem hat das Unternehmen eine EU-Lizenz bei der Malta Financial Services Authority beantragt, um seine Services via EU-Passporting im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anzubieten.
Axiology nutzt Pontes für Abwicklung in Zentralbankgeld
Axiology, ein Fintech aus Vilnius, gehört zu den ersten Marktinfrastrukturen, die in Pontes integriert sind, den neuen Dienst des Eurosystems, der die Abwicklung von Wertpapiergeschäften auf DLT-Basis in Zentralbankgeld ermöglicht. Der Dienst, der Anfang des Monats in Betrieb ging, verbindet DLT-Plattformen mit TARGET-Diensten, sodass die Bargeldseite tokenisierter Wertpapiertransaktionen in Euro bei Zentralbanken abgewickelt werden kann. Axiology betreibt ein reguliertes DLT-Handels- und Abwicklungssystem unter der EU-DLT-Pilotregelung und besitzt eine MiFID-Brokerlizenz. Das Unternehmen arbeitet seit seiner Gründung mit der Bundesbank zusammen und hat die Trigger-Lösung im Frühjahr 2024 getestet. Mit Pontes bietet Axiology Kunden eine Alternative zu Stablecoins für die Abwicklung und adressiert Kredit- und Liquiditätsrisiken bei hochwertigen Zahlungen. Das Unternehmen strebt an, sein Netzwerk an Geschäftsbankpartnern in der EU zu erweitern und erwartet, dass festverzinsliche Wertpapiere, insbesondere Staatsanleihen in Deutschland und Frankreich, zu den ersten Anwendungsfällen gehören.
Lloyds und Visa testen grenzüberschreitende Stablecoin-Abwicklung rund um die Uhr
Die Lloyds Banking Group und Visa haben einen innovativen Test zur Durchführung beschleunigter und kontinuierlicher grenzüberschreitender Zahlungsabwicklungen unter Einsatz von Stablecoins angekündigt. Diese strategische Initiative markiert einen bedeutenden Meilenstein für die breitere Akzeptanz digitaler Vermögenswerte im traditionellen Finanzsektor und zielt darauf ab, die Effizienz, Geschwindigkeit sowie die Liquiditätssteuerung bei internationalen Transaktionen fundamental zu verbessern. Durch den Rückgriff auf die Blockchain-Technologie und Stablecoins soll die bisher oft zeitaufwendige und kostenintensive Abwicklung über traditionelle Korrespondenzbanken-Netzwerke umgangen werden. Marktbeobachter werten diesen Schritt als wegweisend für die Konvergenz von konventionellem Banking und moderner Krypto-Technologie, was mittel- bis langfristig weitreichende Auswirkungen auf die globale Zahlungsverkehrsinfrastruktur haben wird.
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