Beobachtetes Signal · 8. Aug. 2024 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
X Premium+ ‚werbefrei‘-Modell bleibt hinter den Erwartungen zurück
Das Premium+-Abonnement von X wird als werbefrei vermarktet, ist jedoch auf ausgewählte Feed-Bereiche beschränkt, während andere Tarife weiterhin Werbung schalten. Premium+ kostet 16,66 Euro pro Monat und bietet eine werbefreie Nutzung in den Feeds „Für dich“ und „Folge ich“, wohingegen Basic und Premium für 8,33 Euro monatlich weiterhin Ads ausspielen. Premium-Nutzer sehen Schätzungen zufolge etwa halb so viele Werbeanzeigen wie Nicht-Abonnenten. Die ursprüngliche Kommunikation, wonach nirgendwo auf X Werbung angezeigt wird, erweist sich somit als unvollständig. Der Vorstoß zu kostenpflichtigen Abonnements wird als Reaktion auf finanzielle Drucksituationen und zur Diversifizierung abseits der klassischen Ad Revenues gewertet, wobei Tests auch das Verschenken von Premium-Abos umfassen. Der Bericht verweist zudem auf Gegenwind von Werbetreibenden, Brand-Safety-Bedenken sowie auf die Klage von X gegen eine Werbekoalition. CEO Linda Yaccarino und Eigentümer Elon Musk treiben diese Monetarisierungsexperimente maßgeblich voran.
Wichtige Plattform-Monetarisierungsänderung, die das verfügbare Ad Inventory und die strategische Planung von Werbetreibenden direkt beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Premium+ kostet 16,66 Euro pro Monat und bietet werbefreie Feeds in den Bereichen „Für dich“ und „Folge ich“.
- Basic und Premium (8,33 Euro pro Monat) zeigen weiterhin Werbung an.
- Premium-Nutzer sehen rund die Hälfte der Werbebelastung von Nicht-Abonnenten.
- In Tests können Premium-Abonnements verschenkt werden.
- X führt eine Klage gegen eine Werbekoalition; CEO Linda Yaccarino und Eigentümer Elon Musk steuern die Strategie.
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2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
X führt natives Post-Scheduling direkt in der mobilen App ein
Die Social-Media-Plattform X hat eine native Funktion zur Beitragsplanung direkt in ihrer mobilen App eingeführt. Damit entfällt für Nutzer die bisherige Notwendigkeit, auf die Webversion oder externe Third-Party-Tools auszuweichen. Das neue Feature ermöglicht eine Vorausplanung von Beiträgen um bis zu zwei Jahre, was die Content-Planung und Batch-Produktion für Social Media Manager, Unternehmen und Creator spürbar optimiert. Der Rollout startet zunächst auf iOS und wird schrittweise in Europa ausgerollt, bevor Android und eine globale Verfügbarkeit folgen sollen. Parallel dazu treibt die Plattform ihre Monetarisierungs- und Werbetechnologien weiter voran: Mit dem 'X Ads MCP' ermöglicht das Unternehmen Werbetreibenden künftig die vereinfachte Erstellung von Werbemitteln über generative AI-Tools mittels natürlicher Sprachbefehle.
Gericht untersagt X-Rivalen Nutzung des Namens Twitter
Ein Bundesgericht in Delaware hat in einem Markenrechtsstreit zwischen Elon Musks X und dem Startup Operation Bluebird entschieden und X eine einstweilige Verfügung für den Namen ‚Twitter‘ gewährt. Die Nutzung von ‚Tweet‘ sowie des Twitter-Vogel-Logos wurde jedoch unter Hinweis auf eine wahrscheinliche Rechtsaufgabe abgelehnt. Musks eigene Tweets über die Entfernung von Vögeln und dem Logo beeinflussten diese Entscheidung maßgeblich. Operation Bluebird, das sich in Tweet.app umbenannt hat, darf ‚Twitter.now‘ nicht verwenden, kann aber den Begriff ‚tweet‘ weiter nutzen. Das von Anwälten gegründete Startup zielt darauf ab, aufgegebene Twitter-Marken zu erwerben, und verlangt 20 US-Dollar für die Reservierung von Handles, wozu über 172.000 Anfragen vorliegen. Das Verfahren läuft weiter; ein endgültiges Urteil wird für November 2027 erwartet. Der Fall verdeutlicht den massiven Einfluss öffentlicher Äußerungen auf den Markenschutz und die anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen um die Marke Twitter.
Ehemaliger Straftäter gründet KI-Jobplattform für Ex-Häftlinge
Richard Bronson, ehemaliger Partner bei Stratton Oakmont, der wegen Wertpapierbetrugs im Gefängnis saß, hat Commissary Club gegründet, eine beschäftigungsorientierte Social-Media-Plattform für Ex-Häftlinge. Die Plattform nutzt KI, um Nutzern bei der Suche nach Arbeit und Wohnraum, dem Zugang zu Sozialleistungen und dem Aufbau einer Gemeinschaft zu helfen. Bronsons Erfahrung, nach der Entlassung für Arbeitgeber 'radioaktiv' zu sein, inspirierte das Unternehmen. Die Website bietet zunächst kostenlose Bewerbungen an und verlangt danach eine Gebühr. Commissary Club wurde für die Startup Battlefield 200 von TechCrunch beim Disrupt 2026 ausgewählt. Das Startup besteht aus zwei Personen, mit Co-Gründer Roman Kissin, ehemaliger CTO von LexisNexis.
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