Beobachtetes Signal · 16. Sept. 2026 · M&A - Announced · Quelle: Retail Dive · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
WSG Brands übernimmt Modemarke Nasty Gal für 16 Millionen US-Dollar
WSG Brands, Eigentümer der IP von Allbirds, übernimmt das Modelabel Nasty Gal für 16 Millionen US-Dollar von der Debenhams Group (ehemals Boohoo). Nasty Gal erzielte im vergangenen Jahr ein Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Value) von 12 Millionen GBP sowie ein bereinigtes EBITDA von 400.000 GBP. WSG Brands plant, die Marke durch weltweite Lizenzvereinbarungen und strategische Partnerschaften zu skalieren. Dabei sollen neue Produktkategorien wie Denim, Footwear, Activewear, Beauty und Lifestyle-Artikel erschlossen werden. Zuvor sicherte sich WSG bereits die Markenrechte an Allbirds sowie Von Dutch. Nasty Gal wurde 2006 von Sophia Amoruso gegründet und 2017 nach einer Insolvenz für 20 Millionen US-Dollar von Boohoo übernommen. Der Verkauf unterstützt die Transformation der Debenhams Group hin zu einem kapitalleichten, marktplatzorientierten Geschäftsmodell.
Relevante M&A-Transaktion im Bereich Retail-Brand-IP und Licensing-Strategien, jedoch ohne direkten Einfluss auf AdTech-Infrastrukturen oder Werbetechnologien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- WSG Brands kauft Nasty Gal für 16 Millionen US-Dollar von der Debenhams Group (ehemals Boohoo).
- Nasty Gal erwirtschaftete zuletzt ein Gross Merchandise Value von 12 Millionen GBP und ein bereinigtes EBITDA von 400.000 GBP.
- WSG Brands plant eine globale Expansion über Lizenzpartnerschaften und neue Produktsegmente.
- Die Debenhams Group trennt sich von der Marke zur Fokussierung auf ein kapitalleichtes Marktplatz-Modell.
- Nasty Gal wurde 2006 gegründet und 2017 für 20 Millionen US-Dollar durch Boohoo übernommen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“WSG Brands hat Allbirds Anfang dieses Jahres übernommen.”
“Die Debenhams Group, früher bekannt als Boohoo, hat Nasty Gal verkauft.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Golden Goose erzielt zweistelliges Wachstum und forciert Direct-to-Consumer-Strategie
Die italienische Luxusmodemarke Golden Goose steigerte ihren währungsbereinigten Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 15 % auf 380,4 Millionen Euro, wobei sich das Wachstum im zweiten Quartal auf 19 % beschleunigte. Das Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC) wuchs um 22 % auf 309,6 Millionen Euro und macht nun 81 % des Gesamtumsatzes aus (Vorjahr: 77 %). Alle Kernregionen verzeichneten zweistellige Zuwächse (Americas +18 %, EMEA +14 %, APAC +17 %). Das bereinigte EBITDA stieg um 9 % auf 122,9 Millionen Euro bei einer Marge von 32,3 %. Neben neuen Flagship-Stores in Athen und Rom eröffnete das Unternehmen sein erstes europäisches Younique Caffè. Parallel vollzog sich ein Eigentümerwechsel: HSG übernahm die Mehrheit, Temasek stieg als Minderheitsinvestor ein, während Permira als strategischer Partner an Bord bleibt, um die internationale Expansion und Innovation voranzutreiben.
Live-Shopping-Boom: Whatnot erreicht Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar
Der Live-Shopping-Marktplatz Whatnot hat eine Series-G-Finanzierungsrunde in Höhe von 545 Millionen US-Dollar abgeschlossen und erreicht damit eine Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar – eine nahezu Verdopplung innerhalb von weniger als einem Jahr. Das Unternehmen verzeichnet wöchentlich über 650.000 Neuregistrierungen und übertraf im vergangenen Jahr ein Gross Merchandise Volume von 8 Milliarden US-Dollar. Nach eigenen Angaben hält Whatnot rund 60 % des auf etwa 22 Milliarden US-Dollar geschätzten Live-Commerce-Marktes. Die Runde wurde von Iconiq, Lightspeed und Avra angeführt. Laut Mitgründer und CEO Grant LaFontaine soll das frische Kapital primär in Seller-Tools, KI-gestützte Features, internationale Expansion und Reichweitensteigerung fließen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden Wettbewerbs durch eBay, Fanatics und TikTok Shop Live. Zuvor hatte Whatnot im Oktober 2025 eine Series F über 225 Millionen US-Dollar unter Führung von DST Global und CapitalG gesichert.
Digital Brands Group prüft strategische Optionen inklusive Verkauf
Die Digital Brands Group, Muttergesellschaft von Modemarken wie Sundry, Bailey 44 und Stateside, hat eine strategische Prüfung eingeleitet, die zu einem Verkauf, einer Fusion oder einer anderen Finanztransaktion führen könnte. Das Unternehmen hat Roth Capital Partners als Finanzberatermandat beauftragt und keinen festen Zeitrahmen festgelegt, wobei das Ziel die Maximierung des Aktionärswerts ist. Kürzlich vollzog Digital Brands einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 40, um die Nasdaq-Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Bereits im Jahr 2023 hatte das Unternehmen eine strategische Prüfung durchgeführt, bei der ein potenzieller Gang in die Privatwirtschaft erwogen wurde. Dieser Schritt unterstreicht die anhaltenden finanziellen Herausforderungen und Konsolidierungsbestrebungen im Retail- und Bekleidungssektor, die indirekt auch für die Entwicklungen im Bereich Retail Media und digitaler Markenaufbau von Bedeutung sind.
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