Beobachtetes Signal · 19. Okt. 2026 · Labor Dispute · Quelle: GamesIndustry.biz · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ
Wizards of the Coast verweigert Anerkennung der Gewerkschaft
Die Mitarbeiter der Dungeons & Dragons- und Studio X-Teams bei Wizards of the Coast werden in einer Wahl des National Labor Relations Board abstimmen, nachdem das Unternehmen die freiwillige Anerkennung ihrer Gewerkschaftsinitiative verweigert hat. Die Gewerkschaft United Wizards of the Coast-CWA gab die Entscheidung am 14. Oktober bekannt, und ein Unternehmenssprecher bestätigte dies. Das Unternehmen erklärte, es sei "nicht neutral in der Frage der Gewerkschaftsbildung" und ziehe es vor, direkt mit den Mitarbeitern zu verhandeln. Die Gewerkschaft fordert faire Bezahlung, Aufstiegsmöglichkeiten, Arbeitsplatzsicherheit, Schutz der Remote-Arbeit, bessere Gesundheitsversorgung, eine durchsetzbare KI-Richtlinie sowie das Eigentum an dem, was Mitarbeiter in ihrer Freizeit schaffen. Dieser Vorstoß folgt auf ein ähnliches Vorgehen des Magic: The Gathering Arena-Teams, das sich im Juni gewerkschaftlich organisiert hat.
Der Artikel behandelt einen Arbeitskonflikt bei einem Spieleunternehmen, der nicht direkt für AdTech, MarTech oder Werbung relevant ist. Er berührt zwar KI-Politik und Arbeitnehmerrechte, was indirekte Auswirkungen auf Tech-Unternehmen haben könnte, aber nicht signifikant genug für die Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Wizards of the Coast verweigert die freiwillige Anerkennung der Gewerkschaftsinitiative der D&D- und Studio X-Teams.
- Die Mitarbeiter werden in einer Wahl des National Labor Relations Board abstimmen.
- Die Gewerkschaft United Wizards of the Coast-CWA gab die Entscheidung am 14. Oktober bekannt.
- Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine durchsetzbare KI-Richtlinie und das Eigentum an den Schöpfungen der Mitarbeiter.
- Das Magic: The Gathering Arena-Team stimmte im Juni mit 79 zu 16 Stimmen für die Gewerkschaft.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Wizards of the Coast ist Teil von Hasbro, dessen Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass das Segment Wizards of the Coast and Digital G...”
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Activision-QA-Gewerkschaft stimmt für Streik
Die Mitglieder der Gewerkschaft Activision Quality Assurance United-CWA (AQAU-CWA) haben für den Fall der Notwendigkeit einen Streik genehmigt und werfen Activision vor, bei den Verhandlungen über einen ersten Tarifvertrag nicht in gutem Glauben zu verhandeln. Die Gewerkschaft, die über 600 QA-Mitarbeiter vertritt, trat im August 2024 in Verhandlungen ein, nachdem sie im März gegründet worden war. Microsoft erkannte die Gewerkschaft im Rahmen einer Arbeitsneutralitätsvereinbarung mit der CWA aus dem Jahr 2022 freiwillig an. Zu den wichtigsten Themen gehören Lohnerhöhungen, KI-Schutzmaßnahmen, der Einsatz von Auftragnehmern und Vorkehrungen nach dem Americans with Disabilities Act. Das Verhandlungskomitee der Gewerkschaft wirft Activision vor, die Verhandlungen verzögert und blockiert zu haben. Activision antwortete, dass man in gutem Glauben arbeite und bei einer Reihe von Themen sinnvolle Fortschritte erzielt habe, und bot an, sich am 21. und 22. Oktober erneut zu treffen. Die Streikfreigabe signalisiert mögliche Unterbrechungen bei Spielveröffentlichungen, falls kein Vertrag zustande kommt.
Blizzard-Mitarbeiter ratifizieren ersten Gewerkschaftsvertrag mit Microsoft
Nach über zweijährigen Verhandlungen haben fast 1.900 Beschäftigte von Blizzard Entertainment für die Ratifizierung ihres ersten Gewerkschaftsvertrags mit dem Mutterkonzern Microsoft gestimmt. Die Vereinbarung umfasst neue Schutzmaßnahmen in den Bereichen generative KI, Entlassungen, Abfindungen, Remote Work und Spielcredits. Sie fasst die bestehenden Gewerkschaften von Blizzard in drei größere Verhandlungseinheiten zusammen, die World of Warcraft, QA und Hearthstone, Plattform und Technologie, Kundensupport sowie Diablo- und Overwatch-Mitarbeiter abdecken. Der Vertrag schreibt vor, dass KI-Tools das menschliche Urteilsvermögen unterstützen müssen, aber menschliche Kontrolle und Überprüfung erfordern, wobei wesentliche KI-Auswirkungen vor der Implementierung verhandelt werden müssen. Zudem garantiert er eine Ankündigungsfrist von 60 Tagen oder Entgeltfortzahlung bei Entlassungen, eine Abfindung von einer Woche pro sechs Beschäftigungsmonaten sowie Wiedereinstellungsrechte für 14 Monate.
Games-Führungskräfte sollen Gewerkschaften als unvermeidlich akzeptieren
Beim GamesIndustry.biz HR Summit erläuterten Gewerkschaftsvertreter, wie Games-Unternehmen Beziehungen zu Gewerkschaften kooperativ statt konfrontativ gestalten sollten. Sie wiesen darauf hin, dass die Änderungen des britischen Employment Rights Act, die ab dem 30. Oktober 2026 in Kraft treten, den Gewerkschaften Zugang zum Arbeitsplatz gewähren, und dass Unternehmen ab Januar 2027 ihre Mitarbeiter über ihr Recht auf Gewerkschaftsbeitritt informieren müssen. Die Vertreter betonten, dass Streiks das letzte Mittel seien und eine kontinuierliche, kooperative Beziehung vorzuziehen sei. Sie verwiesen auch auf den Fall Rockstar gegen IWGB als prominentes Beispiel für die Notwendigkeit rechtlicher Beratung und die Trennung individueller Themen. Die Botschaft ist, dass die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften unvermeidlich wird und Unternehmen proaktiv kooperative Beziehungen aufbauen sollten.
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