Beobachtetes Signal · 30. März 2026 · Product Launch · Quelle: Digiday · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Washington Post startet Creator-geführte Video-Serie mit Samsung als Sponsor
The Washington Post hat im Rahmen eines neuen Creator-Netzwerks ihre erste Creator-geführte Video-Serie gestartet. Ziel ist es, nach Redaktionskürzungen durch Markensponsorings neue Umsätze zu generieren und gleichzeitig die Content-Kosten niedrig zu halten. Creator behalten dabei das Eigentum an ihrer IP und produzieren die Formate selbst; The Post zahlt eine Vergütung für Serien mit sechs bis zehn Videos und beteiligt an den Sponsorings. Als erster Sponsor konnte Samsung gewonnen werden. Laut Sara Kehaulani Goo werden Creator durch KI-Tools geprüft und nach den redaktionellen Standards der Zeitung faktencheckt. Die Veröffentlichung erfolgt parallel auf den Kanälen der Creator und den Plattformen von The Post. Ergänzend wurde der Creator-Economy-Newsletter Verified gelauncht. Die Initiative fungiert als eigenständige Geschäftseinheit zur Erschließung neuer Zielgruppen und Werbebudgets.
Diese Verlagsinitiative verdeutlicht einen breiteren Branchentrend: Legacy-Medien monetarisieren Creator-Partnerschaften, um ihre Umsätze zu diversifizieren, Produktionskosten zu senken und gleichzeitig redaktionelle Standards zu wahren, was neue Werbe- und Sponsoring-Chancen für Marken eröffnet.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- The Washington Post hat über ein neues Creator-Netzwerk ihre erste Creator-geführte Video-Serie gestartet.
- Creator behalten im Rahmen des Programms das Eigentum an ihrem geistigen Eigentum (IP).
- Samsung ist der erste offizielle Sponsor für die Creator-geführte Video-Serie.
- The Post prüft Creator mittels KI-Tools und unterzieht die Inhalte einer strengen Faktenprüfung gemäß eigenen Ethikrichtlinien.
- Mit Verified wurde zudem ein eigener Creator-Economy-Newsletter gelauncht, verfasst von Dylan Wells.
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5 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Publisher werben um Content-Creator mit Monetarisierungs- und Reichweiten-Modellen
Der Digiday Future of TV Briefing untersuchte, warum Publisher zunehmend Partnerschaften mit unabhängigen Creatoren eingehen: Sie bieten erweiterte Reichweiten sowie neue Einnahmequellen, während Publisher ihre Inhalte und Werbeinventare ausbauen. Führungskräfte von Caliber, Future (Future Creative) und The Washington Post beschrieben Modelle wie Publisher-verpackte Brand Deals inklusive zusätzlichem Werbeinventar, Paid Amplification mittels First-Party-Data sowie Creator-Netzwerke, bei denen Creator ihre IP behalten. Caliber launcht eine Video-Plattform namens SaySo, um News-Creator abseits von TikTok und YouTube zu unterstützen; dabei wird eine Nutzungsgebühr erhoben und rund 90 Prozent der Umsätze werden an die Creator ausgezahlt. Zudem erheben Publisher Margen auf Brand Deals und verknüpfen diese oft mit Paid-Amplification- oder Co-Publishing-Vereinbarungen.
Creator gestalten das Videowerbemodell von Publishern neu
Der Artikel zeigt auf, dass von Creators geführte Videogeschäfte die Funktionsweise von Video Advertising grundlegend transformiert haben, anstatt traditionelle Publisher-Videos lediglich zu verdrängen. Am Beispiel von Donut Media, einer Tochtergesellschaft von Recurrent Ventures, wird beschrieben, wie Creator-Unternehmen integrierte, plattformübergreifende Werbeangebote etablieren. Diese basieren auf langformatigen YouTube-Inhalten mit integrierten, 45 bis 60 Sekunden langen Host-Read-Spots, die für Social Cuts, Podcasts, Events und Merchandising weiterverwendet werden. Donut monetisiert zudem standardmäßige YouTube-Ads und kann über das YouTube-Partnerprogramm eigene Pre-Roll-Inventare via Google AdSense vermarkten, wodurch Pre-Rolls als Premium-Erweiterung positioniert werden. Der Beitrag hebt Sponsoring-Modelle nach Art offizieller Partnerschaften hervor – etwa mit Allstate oder Hankook –, die Marken fest in den Content integrieren, und fordert Legacy-Publisher auf, ihre Custom Assets für skalierbare plattform- und Buying-Workflow-übergreifende Ansätze neu zu gestalten.
Forbes testet creator-getriebenes Off-Platform-Netzwerk für mehr Reichweite
Forbes pilotiert eine neue Audience-Strategie unter dem Namen „Forbes Creator“, um die Off-Platform-Reichweite insbesondere über TikTok, Instagram und Live-Events auszubauen. Der Publisher arbeitet hierfür mit sechs Content Creators zusammen – darunter der TikTok-Star und Investor Griffin Johnson – und setzt auf maßgeschneiderte Vereinbarungen aus Talent Fees und Revenue Share, während die IP-Inhaberschaft projektbezogen geregelt wird. Bereits im Februar hat Forbes seine Off-Platform-Aktivitäten in einem dedizierten Creator-Team gebündelt. Die Strategie sieht vor, dass Creators sowohl auf den Kanälen von Forbes als auch auf ihren eigenen Feeds publizieren, um gegenseitige Audience Swaps zu ermöglichen. Laut Unternehmensangaben zielt der Ansatz darauf ab, jüngere, Social-First-Zielgruppen zu erreichen, die über klassische Brand-Handles und Suchmaschinen nicht mehr verlässlich erreicht werden, und gleichzeitig neue Werbeprodukte für Advertisers zu schaffen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer breiteren Normalisierung von creator-getriebener Distribution in der Medienbranche.
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