Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2026 · Production · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Victus Films produziert vertikale Drama-Serie „Yes!“ für EiLiN
Victus Films unter der Leitung von Schauspieler und Produzent Ben Blaskovic hat die Dreharbeiten für die 60-teilige vertikale Drama-Serie „Yes!“ am Schliersee innerhalb von fünf Tagen abgeschlossen. Die von Blaskovic und Anna-Sophia Christmann geschriebene Serie verbindet Drama mit Mystery und dreht sich um eine Hochzeitsplanerin. Die Premiere ist für das vierte Quartal auf der neuen Plattform „EiLiN“ des Münchner Start-ups Vertical Minds geplant. Das Budget im unteren sechsstelligen Bereich finanziert sich zu einem Drittel aus gestundeten Gagen sowie aus Privatkapital und Markenpartnern wie Taittinger und Glambou, vermittelt durch die Agentur Brandplace. Die Monetarisierung erfolgt umsatzbasiert nach gesehenen Minuten. Das Projekt markiert den Start des neuen Geschäftsbereichs „Victus Verticals“, wobei internationale Lizenzverkäufe angestrebt werden.
Unterstreicht den wachsenden Trend zu vertikalen Drama-Formaten und innovativen Monetarisierungsmodellen durch Brand Integration, was für Content-Produktion und ad-supported platforms von großer Relevanz ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Victus Films produzierte die 60-teilige vertikale Drama-Serie „Yes!“ in fünf Tagen am Schliersee.
- Ben Blaskovic schrieb die Serie gemeinsam mit Anna-Sophia Christmann und übernimmt eine Hauptrolle.
- Die Markenpartner Taittinger und Glambou sind über die Agentur Brandplace in die Serie integriert.
- Die Veröffentlichung erfolgt im vierten Quartal auf der Plattform „EiLiN“ von Vertical Minds.
- Das Budget im unteren sechsstelligen Bereich setzt sich aus gestundeten Gagen, Privatkapital und Brand Partners zusammen.
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Deutsche Produzenten debattieren über kommerzielles Potenzial des Vertical-Video-Hypes
Deutsche Produzenten, Plattformen und Agenturen diskutieren das kommerzielle Potenzial von fiktionalen Vertical-Video-Formaten angesichts steigender globaler Nachfrage. Branchenstimmen von der Berlinale und einem Event von Fieldfisher Germany zeigen ein zweigeteiltes Bild: Während Befürworter das Format als hocheffizient für kostengünstige, KI-gestützte Produktionen und Branded Entertainment sehen, bemängeln Kritiker fehlende Massen-Apps und Infrastruktur zur Monetarisierung in Deutschland. Wichtige Marktbewegungen umfassen strategische Investments von Constantin Entertainment, den App-Launch der US-Plattform Crisp Momentum sowie europäische Start-ups wie Vertical Minds mit der geplanten EiLiN-App. Auch öffentlich-rechtliche Sender und traditionelle Produzenten experimentieren mit Kurzformaten auf TikTok. Das primäre Hindernis für die Skalierung fiktionaler Vertical-Formate in Deutschland bleibt eine wahrnehmbare Infrastrukturlücke bei lokalen Distributions-Apps und ausgereiften Monetarisierungsmodellen.
Black Forest Studios baut europäischen Hub für vertikale Microdramas auf
Die von Nina und Sebastian Weiland gegründeten Black Forest Studios haben ein ehemaliges Kurhaus in Kirchzarten bei Freiburg in einen 3.000 Quadratmeter großen Produktionscampus mit sieben Studios, Postproduction- und Eventflächen verwandelt. Seit der Gründung im Jahr 2020 hat das Studio sein Portfolio ausgebaut und wandte sich Anfang 2025 der Produktion von kurzformatigen, vertikalen Microdrama-Serien für die App-Distribution zu. Laut Angaben der Gründer lässt sich eine Staffel mit 40 Episoden à zwei bis drei Minuten in sieben bis acht Tagen für rund 100.000 bis 150.000 Euro produzieren. Das Studio entwickelt derzeit gemeinsam mit Partnern aus München eine eigene Consumer-App für den internationalen Vertrieb, testet Clips auf Social-Media-Plattformen wie TikTok, Instagram, YouTube und Facebook und strebt bis 2027 eine Skalierung auf etwa 10 bis 15 Serien pro Jahr an.
Der globale Siegeszug vertikaler Short-Form-Serien und Microdramas
Vertikale Short-Form-Serien, sogenannte Microdramas, etablieren sich rasant als globales Content- und Monetarisierungsformat. Hollywood-Kreative wie Issa Rae veröffentlichen mehrteilige Thriller auf TikTok, während spezialisierte Apps wie DramaBox, ReelShort und GammaTime auf eine Mischung aus Gratis-Episoden, coin-basierten Mikrozahlungen und Abonnements setzen. Das Format zeichnet sich durch ein bis zwei Minuten lange Episoden, hohe Episodenanzahlen pro Staffel, geringe Produktionskosten und schnelle Produktionszyklen aus. China bleibt der dominante Markt mit milliardenschweren Umsätzen laut DataEye und Media Partners Asia, doch westliche Medienkonzerne wie Disney und Fox investieren zunehmend. Marktforschungsdaten von Omdia belegen signifikante monatliche Nutzerzahlen in den USA, Indien, Brasilien und Mexiko, während Europa bislang ein kleinerer Markt ist.
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