Beobachtetes Signal · 26. Juni 2026 · Partnership · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Via und VeYou bringen Microdramas als neues Werbeformat in den Markt
Matt O’Rourke, Chief Creative Officer bei Via, sieht in Microdramas – kurzen, spannungsgeladenen Episoden nach chinesischem Vorbild – die nächste kreative Grenze für das Branded Entertainment. Marken werden dabei von Anfang an direkt in die Storyline integriert. Auf dem Festival in Cannes gab Via eine offizielle Partnerschaft mit dem erfahrenen Produzenten Tommy Harper und dessen Plattform VeYou bekannt. Während Harpers Produktionsfirma Tiny Verticals die Inhalte erstellt, entwickelt Via gemeinsam mit Marken das Storytelling. O’Rourke betont, dass Microdramas zu relativ geringen Kosten von 150.000 bis 250.000 US-Dollar produziert und als zentrale Markenplattform genutzt werden können. Erste erfolgreiche Beispiele stammen von Unternehmen wie P&G, Maybelline, JCPenney und Albertsons Media Collective. Via positioniert dieses Format als upstream-Alternative zu störender Werbung und setzt darauf, dass Retail Media-Daten die narrative Ausrichtung von Markeninhalten gezielt unterstützen.
Das Format verdeutlicht einen neuen kreativen Trend im Bereich Microdramas sowie eine strategische Partnerschaft zwischen Agentur und Plattform, die Branded Entertainment und Retail Media-Storytelling nachhaltig beeinflussen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Matt O’Rourke ist Chief Creative Officer bei Via und trat seine Position im Januar an (Artikel vom 26.06.2026).
- Via ist eine Partnerschaft mit dem Produzenten Tommy Harper und dessen Plattform VeYou eingegangen, um Microdrama-Formate zu entwickeln.
- Tommy Harpers Produktionsfirma Tiny Verticals produziert die Inhalte für die VeYou-Plattform.
- Laut O’Rourke können Marken für rund 150.000 bis 250.000 US-Dollar pro Projekt eine zentrale Rolle in Microdramas einnehmen.
- Zu den Marken, die bereits mit Microdramas experimentieren, gehören P&G (The Golden Pear Affair für Native), Maybelline, JCPenney und Albertsons Media Collective (Rico’s Tacos).
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“That includes work for Burger King and Old Spice, the latter of which, he points out, still lives on YouTube in long compilations stitched t...”
“We catch up with the chief creative officer at Cannes Lions, where he is taking part in The Drum’s forthcoming Future of Creativity document...”
“P&G has already entered the space with The Golden Pear Affair for Native....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Micro-Dramas: Wie Markenunterhaltung durch vertikale Kurzformate ein Comeback feiert
Der Artikel beleuchtet den Aufstieg von Micro-Dramas — kurze, vertikal geframte Episodenformate — als wachsende Strategie für Branded Entertainment. Das ursprünglich aus China stammende Format unterteilt Erzählungen in 90-sekündige bis dreiminütige Cliffhanger-Episoden und wird nun von westlichen Vermarktern, Retailern und Creators adaptiert. Zu den Beispielen gehören Rico’s Tacos von Albertsons Media Collective (in Zusammenarbeit mit Procter & Gamble), markenfinanzierte Originalinhalte der Jamie Oliver Group mit der Agentur Baby Teeth sowie die VeYou Micro-Drama-Plattform von VIA. Der Beitrag rahmt Micro-Dramas als moderne Neuentstehung früherer, von Werbetreibenden in Auftrag gegebener Programme, hebt die First-Party-Insights von Retail Media für das kreative Targeting hervor und betont, dass Fortschritte in der KI und das IP-Eigentum der Creators die Produktionskosten senken und Experimente beschleunigen.
Marken setzen trotz unklarer ROI-Nachweise vermehrt auf Microdramas
Werbetreibende investieren zunehmend in Microdramas – vertikale Short-Form-Videoformate mit Ursprung in China –, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu gewinnen. Marken wie Crocs, Nuuly und P&Gs Native setzen bereits auf Branded Microdramas und erzielen starke Engagement-Werte. So generierte die Serie von Bob's Discount Furniture über 152 Millionen Views und 9 Millionen Dollar an zurechenbarem Umsatz. Dennoch bleibt der direkte ROI oft unbewiesen. Marketer stehen vor einer KPI-Herausforderung und müssen Earned Media Value gegen kulturelle Relevanz abwägen. Laut Snap und Ipsos konsumieren 42 % der täglichen Social-Media-Nutzer Microdramas. Plattformen wie ReelShort und DramaBox fordern etablierte Streaming-Dienste heraus; ihre In-App-Werbeumsätze stiegen im ersten Quartal 2025 um 31 % bzw. 29 %. Trotz hoher Reichweiten gefährdet das Fehlen klarer Performance-Nachweise die langfristige Nachhaltigkeit des Kanals.
Micro-Dramas in Deutschland: Marken und Plattformen treiben neues Format
Der Beitrag beleuchtet den Aufstieg von vertikalen Kurzformaten als Branded-Entertainment-Inhalt in Deutschland. Produzenten und Agenturen verzeichnen hohes Publikumsinteresse, sehen jedoch Finanzierungs-, Infrastruktur- und Storytelling-Hürden. Praxisbeispiele umfassen Moonvibes „Young Hearts“, Constantin Creators‘ KI-gestützte Skechers-Serie „Aminho – The Challenge“ sowie diverse markenfinanzierte Experimente. Startups wie Eilin und Badaboom sowie globale Plattformen wie TikTok mit Pinedrama, Netflix Clips und Disney Verts prägen die Distribution. Branchenstimmen fordern mehr lokale Use-Cases, Aufklärung über das Format und frühe Markenexperimente zur Etablierung tragfähiger Geschäftsmodelle.
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