Beobachtetes Signal · 5. Sept. 2026 · M&A - Announced · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Verkaufsprozess der Very Group vor dem Aus nach enttäuschenden Geboten
Der geplante Verkauf des britischen Online-Händlers The Very Group steht vor dem Scheitern, da Eigentümer Carlyle keinen Käufer findet, der die geforderte Mindestbewertung von rund zwei Milliarden Pfund zu zahlen bereit ist. Berichten zufolge dürfte der M&A-Prozess eingestellt werden. Carlyle hatte das Unternehmen im November 2025 im Rahmen einer finanziellen Restrukturierung für einen symbolischen Betrag von einem Pfund übernommen. Potenzielle Bieter wie der chinesische E-Commerce-Gigant JD.com und der US-Investor Elliott Advisors zeigten zwar initiales Interesse, blieben jedoch unter den preislichen Erwartungen. Operativ zeigt sich das Unternehmen stabil: Das bereinigte EBITDA stieg im Geschäftsjahr 2024/25 um 15,9 Prozent auf 307,1 Millionen Pfund, trotz stagnierender Umsätze. Carlyle wird das Eigentum voraussichtlich behalten und sich auf weiteres Profitabilitätswachstum konzentrieren, bevor ein neuer Verkaufsversuch gestartet wird.
Dies ist eine relevante M&A-Transaktion im Retail-Sektor mit begrenztem direktem Einfluss auf AdTech und MarTech, die sich primär auf finanzielle Restrukturierung und den Verkaufsprozess konzentriert.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Verkaufsprozess von The Very Group steht vor der Einstellung, da Bieter die geforderten zwei Milliarden Pfund nicht erreichen.
- Carlyle übernahm The Very Group im November 2025 für ein symbolisches Pfund im Rahmen einer Schuldenrestrukturierung.
- JD.com und Elliott Advisors prüften eine Übernahme, erreichten aber nicht die gewünschte Bewertung.
- Der Umsatz von The Very Group sank im Geschäftsjahr 2024/25 um 1,8 Prozent auf 2,09 Milliarden Pfund, während das bereinigte EBITDA auf 307,1 Millionen Pfund stieg.
- Carlyle verlängerte Verys Kreditlinien bis 2029/2030 und senkte die Zinssätze für erstrangig besicherte Schuldverschreibungen von 13,25 auf 9,75 Prozent.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Eigentümer Carlyle findet offenbar keinen Interessenten, der die geforderte Mindestbewertung von rund zwei Milliarden Pfund akzeptiert.”
“Als besonders relevanter Interessent galt der Handelskonzern JD.com.”
“Auch der US-Investor Elliott Advisors soll vorläufiges Interesse an Very gezeigt haben.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Harvey Nichols vor Insolvenz: Frasers Group als potenzieller Käufer gehandelt
Die britische Luxuskaufhauskette Harvey Nichols sucht nach mehreren verlustreichen Jahren und akuten Liquiditätsengpässen dringend nach einem Käufer oder frischem Kapital. Medienberichten zufolge gilt die Frasers Group von Mike Ashley als Favorit im Bieterprozess. Eine Übernahme könnte über eine britische Pre-Pack-Insolvenz abgewickelt werden, um einen schnellen Verkauf und die Fortführung des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten. Die vorgelegten Bilanzen für das Geschäftsjahr bis März 2025 weisen einen massiven Umsatzrückgang und erhebliche Wertberichtigungen auf (Broad Gain (UK) Limited verzeichnete einen Umsatz von 69,5 Mio. £ und einen Nettoverlust von rund 177,6 Mio. £). Eigentümer Sir Dickson Poon beauftragte FTI Consulting mit der Verkaufsabwicklung. Das Management betont, dass ohne eine Refinanzierung innerhalb von zwölf Monaten ein reales Insolvenzrisiko besteht; eine Restrukturierung könnte Flagship-Standorte sichern, während andere Filialen in Frasers-Formate überführt werden könnten.
JD.com plant britische Expansion zur Herausforderung von Amazon
Ein Meinungsbeitrag beleuchtet den Vorstoß von JD.com in den britischen E-Commerce-Markt und dessen Potenzial, Amazon herauszufordern. JD.com, ein chinesischer Handelsriese mit massiver Logistik- und Fulfillment-Infrastruktur, verzeichnete 2025 einen Umsatz von 187 Milliarden US-Dollar sowie 700 Millionen Kunden. Das Unternehmen investiert leise in Lagerflächen in Großbritannien und Kontinentaleuropa, erwarb ein Westminster-Büro für 37 Millionen US-Dollar, versuchte Argos von Sainsbury’s zu übernehmen und startete die Shopping-Plattform Joybuy als ersten großen Testlauf. Dem Artikel zufolge könnten strategische Akquisitionen – wie Gerüchte um ein Interesse an Very – sowie lokale Markenanpassungen notwendig sein, um mangelnde Bekanntheit und Reputationshürden chinesischer Händler im Vereinigten Königreich zu überwinden.
Digital Brands Group prüft strategische Optionen inklusive Verkauf
Die Digital Brands Group, Muttergesellschaft von Modemarken wie Sundry, Bailey 44 und Stateside, hat eine strategische Prüfung eingeleitet, die zu einem Verkauf, einer Fusion oder einer anderen Finanztransaktion führen könnte. Das Unternehmen hat Roth Capital Partners als Finanzberatermandat beauftragt und keinen festen Zeitrahmen festgelegt, wobei das Ziel die Maximierung des Aktionärswerts ist. Kürzlich vollzog Digital Brands einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 40, um die Nasdaq-Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Bereits im Jahr 2023 hatte das Unternehmen eine strategische Prüfung durchgeführt, bei der ein potenzieller Gang in die Privatwirtschaft erwogen wurde. Dieser Schritt unterstreicht die anhaltenden finanziellen Herausforderungen und Konsolidierungsbestrebungen im Retail- und Bekleidungssektor, die indirekt auch für die Entwicklungen im Bereich Retail Media und digitaler Markenaufbau von Bedeutung sind.
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