Beobachtetes Signal · 19. Okt. 2026 · M&A - Announced · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
US-Drohnenhersteller Red Cat übernimmt Steyr Motors für 205 Mio. Euro
Der US-Drohnenhersteller Red Cat Holdings (Nasdaq: RCAT) hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle Aktien des österreichischen Spezialmotorenbauers Steyr Motors AG zu 39 Euro je Aktie in bar angekündigt, was das Unternehmen mit rund 205 Millionen Euro bewertet. Der Angebotspreis liegt 28,9 Prozent über dem letzten Schlusskurs und 55,8 Prozent über dem 52-Wochen-Tief. Der Ankeraktionär B&C Group hat zugesagt, seine Aktien anzudienen, ebenso CEO Julian Cassutti. Der Abschluss wird bis Mitte Dezember erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und Großbritannien. Red Cat will sich einen wichtigen Zulieferer für seine maritime Sparte Blue Ops sichern, die 2027 über 1.000 unbemannte Wasserfahrzeuge bauen will. Steyr Motors, mit einer langen Geschichte bis in die 1920er Jahre, musste zuletzt einen Gewinnwarnung und eine gesenkte Prognose verkraften, verfügt aber über einen Auftragsbestand von 310 Millionen Euro.
Dies ist eine bedeutende grenzüberschreitende Übernahme im Verteidigungsbereich, die Auswirkungen auf die europäische Verteidigungslieferkette haben und ein Zeichen für Konsolidierung in der Drohnenindustrie setzen könnte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Red Cat Holdings bietet 39 Euro je Aktie in bar für die Steyr Motors AG, was das Unternehmen mit rund 205 Millionen Euro bewertet.
- Der Angebotspreis liegt 28,9 Prozent über dem letzten Schlusskurs und 55,8 Prozent über dem 52-Wochen-Tief.
- Der Ankeraktionär B&C Group hat unwiderruflich zugesagt, seine Aktien anzudienen.
- Die Annahmefrist soll bis Mitte Dezember laufen, mit behördlichen Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und Großbritannien.
- Die Blue-Ops-Sparte von Red Cat plant 2027 den Bau von über 1.000 unbemannten Wasserfahrzeugen, mit Steyr Motors als wichtigem Motorenlieferanten.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“Evercore berät Red Cat auf der finanziellen Seite und Freshfields auf der rechtlichen Seite.”
“2022 verkaufte Thales es an die Münchner Private-Equity-Firma Mutares.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Red Cat übernimmt Steyr Motors für ca. 205 Millionen Euro
Der US-Drohnenhersteller Red Cat Holdings (Nasdaq: RCAT) will den österreichischen Motorenhersteller Steyr Motors per freiwilligem öffentlichem Übernahmeangebot für 39 Euro je Aktie in bar übernehmen. Das entspricht einem Eigenkapitalwert von rund 205 Millionen Euro. Der Angebotspreis liegt 28,9 Prozent über dem letzten Schlusskurs und 55,8 Prozent über dem 52-Wochen-Tief. Der Ankeraktionär B&C hat seine Aktien unwiderruflich angedient, auch CEO Julian Cassutti will mitziehen. Red Cat, ansässig in Salt Lake City, entwickelt Drohnen und Robotik für Verteidigung und will Steyrs Motoren für seine maritime Sparte Blue Ops nutzen, die bis 2027 über 1.000 unbemannte Überwasserfahrzeuge bauen will. Die Annahmefrist läuft voraussichtlich bis Mitte Dezember, die Mindestannahmeschwelle liegt bei 50 Prozent plus einer Aktie. Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und Großbritannien stehen aus.
DropForce erhält sechsstellige Investition für Drohnen-Fertigung vor Ort
Das Wiener Startup DropForce Systems, Anfang 2026 gegründet, entwickelt eine modulare FPV-Drohne (STURM 01), die ohne Löten montiert werden kann, sowie eine mobile Fertigungszelle im Transportkoffer. Für das Wachstum sicherte sich das Unternehmen eine hohe sechsstellige Investition von BarnVentures und der LNX GmbH. Die Finanzierung unterstreicht das Potenzial der bedarfsorientierten Drohnenproduktion für Verteidigungs- und zivile Anwendungen wie Katastrophenschutz. Die Gründer hatten die Entwicklung bisher aus eigenen Mitteln finanziert. Ziel ist eine europäische Lieferkette, dennoch bleiben Abhängigkeiten von chinesischen Komponenten bei Motoren und Seltene-Erden-Magneten. Das Startup sucht Pilotkunden und bereitet eine Patentanmeldung vor.
DOD Solution sammelt 1,8 Mio. € für KI-Drohnenautonomie
Das estnisch-ukrainische DefenceTech-Startup DOD Solution hat in einer Pre-Seed-Runde 1,8 Millionen Euro eingesammelt, um die Entwicklung und Skalierung seiner KI-Autonomieplattform AURA AI für unbemannte Systeme zu beschleunigen. An der Runde beteiligten sich Angel One Fund, Better Angle, Defence Builder Fund, Network VC, Newfund, UAID Fund, WildField Ventures und 4C-Next Holding AG; das kanadische Drohnenunternehmen Draganfly beteiligte sich als strategischer Investor. Die Mittel sollen die Produktion der nächsten Generation des AURA SBC unterstützen, das AURA OS und die Onboard-KI-Fähigkeiten vorantreiben und die Integrationen mit Herstellern unbemannter Plattformen in der Ukraine und international beschleunigen. Das Unternehmen strebt die Erfüllung der NDAA-Compliance-Anforderungen an, um in europäische und nordamerikanische Märkte zu expandieren. AURA AI wurde bereits in Kämpfen in der Ukraine eingesetzt und bietet autonome Navigation, Wahrnehmung, Zielerkennung und Endphasenlenkung, wenn GPS oder Kommunikation gestört sind.
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