Beobachtetes Signal · 18. Juni 2026 · Office Closure · Quelle: Retail Dive · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Under Armour schließt Standort in Portland im Rahmen von Restrukturierung
Under Armour wird sein bisheriges Büro in Portland im US-Bundesstaat Oregon schließen und die Funktionen neu verteilen: Einige Rollen wechseln an den Hauptsitz in Baltimore, andere nach New York, und ein Teil zieht in eine neue Räumlichkeit in Portland um. Die Umstrukturierung soll bis 2026 abgeschlossen sein. Das Unternehmen betonte, weiterhin in das Schuhdesign und die Produktentwicklung in Portland zu investieren, machte jedoch keine Angaben zur genauen Zahl der betroffenen Mitarbeiter oder zu möglichen Entlassungen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Turnaround-Strategie, die bereits eine Reduzierung der SKUs, personelle Veränderungen im Management für den amerikanischen Markt sowie durchwachsene Geschäftszahlen umfasste.
Die operative Restrukturierung eines großen Bekleidungskonzerns verdeutlicht den laufenden Turnaround und betrifft interne Abläufe, Produktentwicklung sowie regionale Strukturen – relevant für die strategische Planung im Marken- und Retail-Umfeld, jedoch kein marktweites AdTech-Ereignis.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Under Armour schließt das aktuelle Büro in Portland und verlagert Funktionen nach Baltimore, New York und in ein neues Büro in Portland.
- Der Abschluss der Umstrukturierung ist für das Jahr 2026 geplant.
- Das Unternehmen bekräftigte, weiterhin in die Bereiche Schuhdesign und -entwicklung in Portland zu investieren.
- Es wurden keine Details zu betroffenen Mitarbeitern oder potenziellen Entlassungen genannt.
- Im Zuge der Restrukturierung wurde das Ziel zur Reduzierung der SKUs erreicht, während der Umsatz im jüngsten Quartal im Jahresvergleich um 1 % sank und der Nettoverlust auf 43 Millionen US-Dollar verringert wurde (Nordamerika-Umsatz -7 %).
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Under Armour senkt Umsatzausblick trotz stabiler Gewinnziele
Under Armour hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatzrückgang von 3 Prozent im Jahresvergleich auf 1,1 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Aufgrund schwächerer Nachfrage, insbesondere in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum, wurde der Ganzjahresausblick für den Umsatz auf ein Minus im mittleren einstelligen Bereich gesenkt. Während der Umsatz in Nordamerika um 9 Prozent auf 610 Millionen US-Dollar sank, stieg der internationale Umsatz um 5 Prozent auf 490 Millionen US-Dollar (EMEA +12 Prozent). Die Bruttomarge verbesserte sich um 5,9 Prozentpunkte auf 54,1 Prozent. Das operative Ergebnis lag bei 47 Millionen US-Dollar, der Nettogewinn bei 1 Million US-Dollar. Restrukturierungskosten beliefen sich auf 6 Millionen US-Dollar (kumuliert 266 Millionen US-Dollar). Das Unternehmen bestätigte seine Ziele für das operative Ergebnis sowie das bereinigte Ergebnis je Aktie und betont strikte Kostendisziplin sowie eine konsequente Premium-Strategie.
Under Armour erreicht Ziel einer Reduzierung des SKU-Portfolios um 25%
Under Armour hat im Rahmen einer disziplinierten Bestandsmanagement-Initiative innerhalb der letzten zwei Jahre 25 % seiner SKUs eliminiert, wie CEO Kevin Plank am 12. Mai in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen mitteilte. Das Unternehmen plant weitere Reduzierungen, um sich auf „weniger, bessere Produkte“ zu konzentrieren und die Supply Chain zu vereinfachen. EVP und CFO Reza Taleghani gab an, dass das Geschäftsjahr mit einem Lagerbestand von 915 Millionen US-Dollar endete – ein Rückgang von 3 % im Jahresvergleich. Verantwortlich dafür seien präzisere Einkäufe und ein fokussiertes Sortiment. Die Maßnahme fügt sich in einen breiteren Retail-Trend zur SKU-Rationalisierung ein, den unter anderem auch Dollar General, Bath & Body Works und Lowe’s verfolgen.
Under Armour beendet Partnerschaft mit Project Rock
Under Armour hat seine rund zehnjährige Partnerschaft mit Dwayne „The Rock“ Johnsons Trainingsmarke Project Rock beendet und dies als „natürlichen Abschluss“ bezeichnet. Die im Jahr 2017 gegründete Marke wird noch bis Oktober über Under Armour vertrieben, bevor sie eigenständige Produkt-, Storytelling- und Erlebnisinitiativen verfolgt. Dieser Schritt folgt auf die kürzliche Trennung von Steph Curry und findet im Rahmen eines umfassenden Marketing-Relaunches statt. Dabei tariert das Unternehmen seine Marketingbudgets neu aus und setzt auf neue Markenbotschafter wie François Arnaud und die K-Pop-Gruppe BoyNextDoor, nachdem im ersten Quartal ein Umsatzrückgang von 3 Prozent verzeichnet wurde.
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