Beobachtetes Signal · 15. Juli 2026 · Survey Release · Quelle: PocketGamer.biz · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
UK-Games-Branche: Hoher Stolz, aber niedrige Weiterempfehlungsrate bei Fachkräften
Die von Professor Mark Taylor in Partnerschaft mit Ukie veröffentlichte Studie zur Befragung der britischen Games-Industrie 2025 analysiert 1.610 Antworten von Fachkräften. Die Ergebnisse belegen eine hohe Branchenerfahrung – 97 Prozent sind seit über einem Jahr im Sektor tätig –, offenbaren jedoch signifikante Herausforderungen bei Mitarbeiterbindung und Diversität. So gaben 22 Prozent an, in den letzten drei Jahren ihren Job verloren zu haben, 29 Prozent arbeiteten in mindestens einer Woche über 50 Stunden, und lediglich 38 Prozent würden die Branche als Arbeitgeber weiterempfehlen, obwohl 81 Prozent stolz auf ihre Tätigkeit sind. Zudem verzeichnet die Erhebung Verschiebungen bei der regionalen Konzentration, diverse Diversitätsmetriken sowie geringere Karrierechancen für ethnische Minderheiten. Ukies Initiative Raise The Game plant als Reaktion darauf einen konkreten Aktionsplan sowie einen zweckgebundenen Fonds.
Die Studie liefert wertvolle Daten zu Arbeitskräften, Diversität und regionaler Beschäftigung für die britische Games-Industrie als wichtigem Medienkanal, auch wenn es sich um keine breite AdTech- oder MarTech-Plattformänderung handelt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Umfrage zur Demografie der britischen Games-Arbeiterschaft 2025 wurde von Professor Mark Taylor in Partnerschaft mit Ukie herausgegeben.
- Der Bericht stützt sich auf 1.610 Antworten, die zwischen November 2025 und Januar 2026 erfasst wurden.
- 97 Prozent der Befragten arbeiten seit mehr als einem Jahr in der Games-Branche, 11 Prozent sind Inhaber oder Direktoren.
- 81 Prozent sind stolz auf ihre Arbeit in der britischen Games-Industrie, aber nur 38 Prozent würden sie als Arbeitsplatz weiterempfehlen.
- Das Programm Raise The Game von Ukie entwickelt als Reaktion auf die Studienergebnisse einen Aktionsplan und einen eigenen Fonds.
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Britische Games-Industrie setzt auf Wachstum durch verstärkte staatliche Unterstützung
UKIE-CEO Nick Poole und TIGA-CEO Richard Wilson analysieren die Stärken und Herausforderungen des britischen Gaming-Sektors im Hinblick auf ein starkes Jahr 2026. Die Verbraucherausgaben erreichten 2025 beeindruckende 8,76 Milliarden GBP, während die Beschäftigung auf 27.347 Arbeitsplätze sank und die Gründung neuer Start-ups drastisch zurückging. Branchenverbände verweisen auf akuten Fachkräftemangel, eine Finanzierungslücke für Studios beim Übergang von der Mikro- zur Mittelgröße sowie den Bedarf an verbesserten Steuervorteilen. Die Regierung hat 30 Millionen GBP zugesagt, darunter 28,5 Millionen GBP für den UK Games Fund. Maßnahmen wie die SIC-Code-Klassifizierung und die Einstufung als Frontier Industry werden begrüßt, während Verbände eine Aufstockung der Video Games Expenditure Credit fordern, um weiteres Investment und Wachstum zu generieren.
Videospiel-Museum startet britische Erhaltungsumfrage
Das National Videogame Museum hat eine UK-weite Umfrage namens 'Behind the Screens' gestartet, um den Zustand der Videospiel-Erhaltung im Land zu erfassen. In Partnerschaft mit dem Branchenverband Ukie und finanziert vom BFI Screen Heritage Fund richtet sich die Umfrage an Entwickler, Publisher, Studios, ehemalige Branchenprofis und Sammler. Sie soll Sammlungen von Hardware, Kunstwerken, Entwicklungsmaterialien, Marketing-Assets und Firmenarchiven dokumentieren sowie die Einstellung der Branche zur Erhaltung ermitteln. Das Museum will gefährdetes Material identifizieren und die Zusammenarbeit fördern, um das britische Videospiel-Erbe zu schützen. Das seit 2018 in Sheffield ansässige Museum hat über 350.000 Besucher begrüßt und besitzt fast 5.000 Objekte, darunter Konsolen, Arcade-Maschinen und Erinnerungsstücke.
Gamescom-Umfrage: KI und schlankere Teams treiben Branchenwandel voran
Eine aktuelle Entwicklerbefragung zur Gamescom zeigt, dass KI-gestützte Entwicklung voraussichtlich den größten Einfluss auf die Gaming-Industrie in den kommenden drei Jahren haben wird. Laut der Umfrage unter 100 Konferenzsprechern erwarten 83 Prozent, dass KI Teamstrukturen oder die Produktivität beeinflussen wird, wobei 47 Prozent sie als den wirkungsvollsten Trend ansehen. Gleichzeitig gelten kleinere Entwicklungsteams (37 Prozent) als wichtigste Chance, während wirtschaftliche Unsicherheit (54 Prozent), Marktübersättigung (38 Prozent) und Discoverability (35 Prozent) die größten aktuellen Hürden darstellen. Für eine bessere Auffindbarkeit fordern 32 Prozent transparentere Plattform-Algorithmen. Die Ergebnisse verdeutlichen den Wandel hin zu effizienteren Produktionsmodellen in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
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