Beobachtetes Signal · 19. Jan. 2023 · Industry Impact · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Twitter verliert nach Musk-Übernahme über 500 Top-Werbetreibende
Seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk im Oktober 2022 haben mehr als 500 Top-Werbetreibende ihre Werbebudgets auf der Plattform pausiert. Dies geht aus Berichten von The Information hervor. Die Abwanderung wird hauptsächlich auf Bedenken hinsichtlich der Brand Safety sowie auf drastische Veränderungen im Werbeumfeld zurückgeführt. Die gemeldeten Umsatzeinbußen sind gravierend und verzeichnen einen Rückgang im Jahresvergleich von rund 40 Prozent. Bereits kurz nach der Akquisition hatten 14 der 50 größten Werbekunden die Plattform verlassen. Begleitet wurde diese Phase von massiven Kostensenkungen, einschließlich einer Büroauktion, bei der unter anderem eine blaue Twitter-Vogelstatue für 100.000 US-Dollar versteigert wurde. Gleichzeitig korrigierte das Unternehmen kürzlich vorgenommene Änderungen am Algorithmus der For-You-Timeline nach massiver Kritik von Nutzern, was die anhaltenden operativen Herausforderungen und Kurswechsel unter Musk unterstreicht.
Die massive Abwanderung von Werbekunden und der drastische Umsatzeinbruch verdeutlichen die tiefgreifenden Erschütterungen im Werbeökosystem der Plattform und unterstreichen die anhaltenden Monetarisierungsrisiken.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Mehr als 500 Top-Werbetreibende haben Budgets seit Musks Übernahme im Oktober 2022 pausiert.
- Twitter-Vogelstatue wurde bei einer Büroauktion für 100.000 US-Dollar versteigert.
- Gemeldeter Umsatzrückgang von rund 40 Prozent im Jahresvergleich.
- 14 von Twitters 50 größten Werbekunden verließen die Plattform kurz nach der Übernahme wegen Brand-Safety-Bedenken.
- Änderungen am Algorithmus der For-You-Timeline wurden nach Nutzerfeedback wieder rückgängig gemacht.
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Temus 962-Millionen-Dollar-Netzwerk aus Fake-Influencern zerfällt
Eine Untersuchung von Online Risk Labs, einer tschechischen Forschungsgruppe, ergab, dass Temu, die chinesische E-Commerce-Plattform, in einem Zeitraum von 16 Monaten rund 830 Millionen Euro (962 Millionen US-Dollar) für sogenannte Partnership Ads auf Instagram und Facebook ausgegeben hat, die weitgehend über gefälschte Creator-Konten liefen. Von den 100 wichtigsten Influencer-Partnern waren schätzungsweise 73 nicht echt, viele davon mit Sitz in Russland und China. Nachdem Fortune über die Ergebnisse berichtet hatte, stellte Temu den Großteil des Netzwerks innerhalb weniger Tage ein und halbierte das Volumen dieser Anzeigen. Diese Praxis könnte gegen EU- und britische Regeln zu irreführender Werbung und KI-Kennzeichnung verstoßen. Auch Meta gerät unter Druck, da es die Anzeigen jahrelang schaltete. Die Europäische Kommission prüft Temu bereits im Rahmen des Digital Services Act.
Semafor definiert die Rolle des Head of Video neu
Semafor hat Adam Banicki zum neuen Head of Video ernannt und die Position strategisch an der Schnittstelle von Redaktion und Vermarktung angesiedelt. Banicki berichtet direkt an Co-Gründer und Chefredakteur Ben Smith sowie über eine Dotted Line an Chief Commercial Officer Rachel Oppenheim. Zu seinen Kernaufgaben gehören die Entwicklung neuer Video-Formate mit der Redaktion sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Commercial Team bei Go-to-Market-Strategien, Pricing und Deal-Abschlüssen im Videobereich. Im Oktober plant das Medienunternehmen den Launch einer neuen Tech-Show mit Tech-Editor Reed Albergotti, womit das Portfolio auf vier Formate wächst; eine tägliche Newsshow ist ebenfalls in Vorbereitung. Banicki, der zuvor General Manager of Video bei Fortune war, betont eine kollaborative Ausrichtung, die redaktionelle Unabhängigkeit trotz enger Monetarisierungsbindung wahrt. Die Personalie spiegelt den Branchentrend wider, Video-Führungsrollen crossfunktional über Content- und Business-Bereiche hinweg zu integrieren.
Anthropic plant Rekord-IPO an der Nasdaq mit bis zu 2 Billionen Dollar Bewertung
Anthropic hat die Nasdaq für seinen Börsengang ausgewählt, der das KI-Unternehmen mit mindestens 2 Billionen US-Dollar bewerten könnte. Mit einem anvisierten Emissionsvolumen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar wäre es der größte IPO der Geschichte. Im zweiten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen 14-fachen Umsatzsprung im Jahresvergleich auf 11,5 Milliarden US-Dollar, während der annualisierte Umsatz Ende Juli 65 Milliarden US-Dollar erreichte. Die Bruttomargen liegen vor Erlösbeteiligungen und Trainingskosten bei über 80 %. Das Unternehmen hat seinen Prospekt bereits ausgewählten Investoren vorgelegt. Vor dem Listing rücken insbesondere zehn Unternehmen in den Fokus, die bereits Beteiligungen oder massive Compute-Verträge mit Anthropic halten. Zudem forderte CEO Dario Amodei eine Drosselung der KI-Modellskalierung, was künftig die Nachfrage nach Compute-Ressourcen für Trainingszwecke beeinflussen könnte.
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