Beobachtetes Signal · 21. Jan. 2020 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Transparenzbericht: Apple veröffentlicht steigende iCloud-Datenanfragen von Behörden
Der Transparenzbericht von Apple für den Zeitraum von Januar bis Juni 2019 verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg behördlicher Datenanfragen und Offenlegungen im Zusammenhang mit iCloud und Apple ID Accounts. In diesen sechs Monaten erreichten die Anfragen bezüglich Apple ID Accounts 6.480, während in 1.927 Fällen iCloud-Inhalte geteilt wurden. Insgesamt wurden bei allen Anfragen 3.259 Datensätze offengelegt, was auch Metadaten wie Transaktionsinformationen einschließt. Deutschland verzeichnete 344 Anfragen, während die USA als Hauptempfänger hervorgehoben werden. Apple weist zudem darauf hin, dass die Anfragen seit 2014 steigen und 2018 bei 82 Prozent der Anfragen Daten herausgegeben wurden. Unabhängig davon ging die Zahl der aus dem App Store wegen Richtlinienverstößen entfernten Apps im zweiten Halbjahr 2019 auf 217 zurück. Die Daten im Bericht bleiben aggregiert und spezifizieren nicht, welche exakten Datentypen weitergegeben wurden, was jedoch relevante Implikationen für Datenschutz und AdTech birgt.
Von Apple im Transparenzbericht gemeldete Richtlinien- und Datenpraxis mit direkten Implikationen für den Datenschutz und die AdTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Berichtszeitraum: Januar bis Juni 2019
- Anfragen zu Apple ID Accounts: 6.480
- Offenlegung von iCloud-Inhalten in 1.927 Fällen
- Insgesamt 3.259 offengelegte Datensätze inklusive Nicht-Inhalten wie Metadaten
- Deutschland: 344 Anfragen; USA als Hauptregion für Datenteilung hervorgehoben
- 217 App-Entfernungen im zweiten Halbjahr 2019 wegen App Store Richtlinienverstößen
- 82 Prozent der Anfragen aus dem Jahr 2018 führten zur Offenlegung von Daten
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Apple geht juristisch gegen britische Forderung nach iCloud-Backdoor vor
Apple hat beim britischen Investigatory Powers Tribunal rechtliche Schritte gegen eine geheime Anordnung der britischen Regierung eingeleitet. Diese zielt darauf ab, Zugang zu verschlüsselten iCloud-Daten zu erhalten, einschließlich von Backups, die durch Advanced Data Protection (ADP) geschützt sind. Der Streit geht auf eine Verfügung des Home Office aus dem frühen Jahr 2025 zurück, die einen technischen Mechanismus zur Einsichtnahme in vollständig verschlüsselte Cloud-Inhalte fordert. Eine frühere, noch weiter gefasste Anordnung, die auch US-Nutzer umfasste, war nach Interventionen aus den USA fallen gelassen worden. Apple bestätigte gegenüber CNBC die Klageerhebung und hatte zuvor bereits Advanced Data Protection (ADP) für neue britische Nutzer deaktiviert; Bestandskunden werden diesen Schutz ebenfalls aufgeben müssen. Während das britische Innenministerium das Investigatory Powers Act als verhältnismäßig verteidigt, warnen Kritiker vor einer Hintertür in die Verschlüsselung und anhaltenden nationalen Sicherheitsbedenken der USA.
Apple gab Identitäten von „Hide My Email“ an US-Behörden weiter
Berichten zufolge hat Apple im Rahmen von Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden reale Identitäten und Kontodatensätze von mindestens zwei Kunden offengelegt, die die Funktion „Hide My Email“ nutzten. Gerichtsdokumente zeigen, dass das FBI im Zuge von Ermittlungen zu einer mutmaßlich drohenden E-Mail den vollständigen Namen, die echte E-Mail-Adresse sowie Datensätze für 134 anonymisierte Adressen erhielt; Homeland Security Investigations erhielt in einem separaten Fall ähnliche Daten. „Hide My Email“ generiert anonymisierte Weiterleitungsadressen, doch Apple speichert Kontometadaten und unverschlüsselte Inhalte, die an Behörden übergeben werden können. Dieser Vorfall verdeutlicht die Grenzen E-Mail-basierter Datenschutzmaßnahmen sowie die breiteren Auswirkungen auf verschlüsselte Kommunikation und das Vertrauen der Nutzer im digitalen Ökosystem.
TSMC-Umsatz steigt um 51 % auf Rekordhoch, Aktie fällt
TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.
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