Beobachtetes Signal · 1. Dez. 2019 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Top-10-DSGVO-Verstöße im Jahr 2019 verursachen Bußgelder von 400 Mio. Euro
Europäische Datenschutzbehörden verhängten 2019 drastische DSGVO-Sanktionen und unterstrichen damit die strenge Durchsetzung der Vorgaben. Das UK Information Commissioner's Office (ICO) belegte British Airways mit einer Strafe von 204,6 Millionen Euro, da Zahlungskartendaten von rund 500.000 Kunden kompromittiert wurden. Marriott International traf eine ICO-Strafe von 110,39 Millionen Euro wegen einer Sicherheitslücke, die etwa 339 Millionen Datensätze offenlegte. Google wurde von der französischen CNIL mit 50 Millionen Euro bestraft, weil Einwilligungen unzureichend offengelegt und Nutzerkontrollen mangelhaft umgesetzt wurden. Allein diese drei Fälle summieren sich auf fast 365 Millionen Euro. Die DSGVO verlangt eine Meldung von Datenpannen innerhalb von 72 Stunden; seit Mai 2018 wurden über 90.000 solcher Meldungen registriert. Bußgelder können je nach Schwere des Verstoßes bis zu 4 % des globalen Jahresumsatzes erreichen, was die finanziellen Risiken für Unternehmen im europäischen Datenraum verdeutlicht.
Regulatorische Strafen im Rahmen der DSGVO sind von zentraler Bedeutung für das Datenschutzumfeld im Bereich AdTech.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- British Airways wurde 2019 vom ICO wegen einer Datenpanne mit 204,6 Millionen Euro Bußgeld belegt.
- Marriott International erhielt eine Strafe von 110,39 Millionen Euro vom ICO für eine Sicherheitslücke mit 339 Millionen betroffenen Datensätzen.
- Google wurde von der CNIL zu 50 Millionen Euro Strafe wegen unzureichender Transparenz und mangelhafter Einwilligungs-Kontrollen verurteilt.
- Die drei höchsten DSGVO-Bußgelder des Jahres 2019 summierten sich auf knapp 365 Millionen Euro.
- Seit Mai 2018 wurden über 90.000 DSGVO-Meldungen eingereicht; drohende Strafen belaufen sich auf bis zu 4 % des Jahresumsatzes.
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
USA suspendieren Microsoft und Adobe vom Green-Card-Programm
Das US-Arbeitsministerium hat die Suspendierung von Microsoft und Adobe vom Programm zur dauerhaften Arbeitszertifizierung angekündigt, zusammen mit Cognizant, Infosys, Capgemini, Tata, Wipro und HCL. Minister Keith Sonderling nannte aktive Bundesuntersuchungen als Grund für Microsoft und Adobe und kritisierte, dass diese Unternehmen amerikanischen Arbeitnehmern Arbeitsplätze wegnähmen. Vizepräsident JD Vance warf Microsoft konkret vor, entlassene Mitarbeiter durch H-1B-Visuminhaber ersetzt zu haben. Microsoft verteidigte seine Einstellungspraktiken und betonte, dass die Mehrheit seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und die meisten H-1B-Anträge für bestehende Mitarbeiter gestellt würden. Die Ankündigung erfolgte während eines Gipfels im Weißen Haus zur Bekämpfung von H-1B-Betrug, zeitgleich mit der Verleihung der National Medal of Science an mehrere Tech-CEOs durch Präsident Trump.
Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
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