Beobachtetes Signal · 10. März 2026 · Business Update · Quelle: Adweek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Wie Time Events zu seiner wichtigsten Einnahmequelle ausbaut
Die traditionsreiche Medienmarke Time hat sich rasant zu einem Event-getriebenen Unternehmen gewandelt. Laut Chief Strategy Officer Dan Macsai werden Veranstaltungen und deren digitale Erweiterungen im Jahr 2025 voraussichtlich rund 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, verglichen mit 28 Prozent im Jahr 2023. Im Werbebereich stehen Events sogar für fast 80 Prozent der Erlöse. Das Portfolio wurde von 11 Events im Jahr 2022 auf über 40 im Jahr 2025 skaliert, während der Werbeumsatz 2025 im Jahresvergleich um 23 Prozent wuchs. Der Publisher nutzt Events als Akquisitionskanal – 91 Prozent der Event-Partner aus 2025 investierten auch in andere Plattformen von Time. Zudem wurden integrierte Sponsoring-Modelle mit Marken wie Toyota, Booking.com und Target etabliert. Time expandiert zudem mit Franchises wie Time Sports, einem AI Leadership Forum und einer B2B-Plattform.
Der markante Wandel des Verlagsgeschäftsmodells hin zu Live-Events und experiential Sponsorships prägt die Monetarisierungsstrategien und Werbepartnerschaften in der gesamten Medienbranche neu.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Time prognostiziert, dass Events und dazugehörige digitale Formate 2025 etwa 50 % des Gesamtumsatzes ausmachen werden (gegenüber 28 % im Jahr 2023).
- Innerhalb des Werbegeschäfts von Time generieren Events fast 80 % der Werbeerlöse.
- Die Zahl der Events stieg von 11 im Jahr 2022 auf über 40 im Jahr 2025; die Werbeeinnahmen wuchsen 2025 im Jahresvergleich um 23 %.
- 91 % der Event-Partner von Time im Jahr 2025 investierten branchenübergreifend auch in andere Plattformen des Publishers.
- Ausweitung neuer und bestehender Franchises wie Time Sports, dem Time 100 AI Leadership Forum sowie einer B2B-Plattform für Executives.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Publisher verlagern Umsätze 2026 stärker auf Events und Werbung
Eine Untersuchung von Digiday+ Research unter 56 Branchenexperten und Führungskräften von Condé Nast, Dow Jones, Forbes und The Guardian analysiert die Verschiebung der Publisher-Umsätze im Jahr 2026. Direktvermarktung, Branded Content und Programmatic bleiben wichtig, während Live-Events an Bedeutung gewinnen und Abonnements überholen. Video, Newsletters und Podcasts entwickeln sich zu essenziellen Kanälen. Die relative Bedeutung von Subscriptions sinkt im dritten Jahr in Folge, wenngleich der ARPU bei digitalen Angeboten durch Bundling und Preiserhöhungen steigt. Affiliate Commerce verliert massiv an Boden – Hauptursache ist die Zunahme KI-gesteuerter Zero-Click-Suchen. Gleichzeitig setzen Medienhäuser vermehrt auf KI für Audience-Segmente, Ad-Targeting und automatisierte Media-Planung. Forbes prognostiziert ein starkes Wachstum bei Events und Newsletters, Dow Jones setzt auf Video- und LinkedIn-Partnerschaften, während Condé Nast und The Guardian Commerce und Lesermarkt-Einnahmen priorisieren.
Condé Nast steigert Event-Umsatz im Jahr 2025 um 40 Prozent
Condé Nast hat den Umsatz seines Event-Geschäfts im Jahr 2025 um 40 Prozent gesteigert und prognostiziert für 2026 ein weiteres Wachstum von 22 Prozent, wie Chief Revenue Officer Elizabeth Herbst-Brady mitteilte. Der Publisher, zu dessen Marken Vogue, GQ und The New Yorker gehören, setzt verstärkt auf kulturelle Leuchtturm-Events, um seine Einnahmen zu diversifizieren und den Druck auf das klassische Werbegeschäft abzufedern. Herbst-Brady betonte, dass Events sowohl als unverwechselbare Erlebnisse als auch als Content-Plattformen dienen, die über die unternehmenseigenen Kanäle hinweg mehrfach genutzt werden können. Dem Bericht zufolge stieg der Gesamtumsatz im Jahresvergleich, wobei jedoch keine weiteren Finanzdetails offengelegt wurden. Dieser Trend verdeutlicht, wie führende Medienhäuser ihre Erlösstrukturen durch strategische Live-Erlebnisse krisenfester aufstellen.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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