Beobachtetes Signal · 16. Sept. 2025 · Market Research · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
TikTok, Communities und KI-Content: So nutzt Gen Z Social Media
Eine aktuelle Studie von WeCreate und Appinio aus dem August 2025 beleuchtet das Social-Media-Nutzungsverhalten und die Einstellung zu KI-Inhalten der Generationen Z und Y. Rund 25 Prozent der 1.200 befragten Personen nutzen ihr Smartphone täglich über sechs Stunden. Vertikale 9:16-Inhalte sind mit 93 Prozent Nutzung allgegenwärtig, angeführt von Instagram Reels (75 Prozent) und TikTok (63 Prozent). Bei der Gen Z entfallen die höchsten Anteile der Bildschirmzeit auf TikTok (18 Prozent) und Instagram (17 Prozent). Communities korrelieren stark mit hoher Aktivität und Kaufbereitschaft: 54 Prozent haben bereits über den TikTok Shop gekauft, wobei 76 Prozent die dortigen Inhalte als störend empfinden. Die Wahrnehmung von KI-Inhalten ist polarisiert; 48 Prozent stufen sie als unseriös ein, und 47 Prozent zweifeln an der Echtheit. Interessanterweise zeigt sich die Gen Y offener gegenüber KI als die Gen Z.
Aktualisierte Verbraucher-Insights zum Plattformverhalten der Gen Z und zur Wahrnehmung von KI-Content bieten wertvolle Orientierung für Markenstrategien, weisen jedoch eine moderate Branchenrelevanz auf.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 1.200 deutsche Teilnehmer im Alter von 16-39 Jahren wurden im August 2025 von WeCreate und Appinio befragt.
- 93% konsumieren regelmäßig 9:16-Content: Instagram Reels 75%, TikTok 63%, YouTube Shorts 55%.
- Bildschirmzeit-Anteil Gen Z: TikTok 18%, Instagram 17%, YouTube 15%; Gen Y: Instagram 17%, YouTube 16%, Spotify 13%, TikTok 9%.
- 54% haben im TikTok Shop gekauft; 76% empfinden TikTok-Shop-Inhalte als störend.
- KI-Content auf TikTok wird von 45% wahrgenommen; 48% halten KI-Inhalte für unseriös; 47% sind sich bezüglich der Echtheit unsicher.
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Musiker wegen KI-Streamingbetrugs verurteilt
Ein 54-jähriger Musiker in den USA wurde zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen groß angelegten Streaming-Betrug orchestriert hatte. Mit bis zu 10.000 Bots, Tausenden von Fake-Accounts und Tausenden von KI-generierten Songs manipulierte er zwischen 2017 und 2024 Streaming-Plattformen wie Apple Music, Amazon Music und YouTube. Die betrügerischen Streams generierten Millionen an Tantiemen. Zeitweise erreichten seine Songs im April 80,9 Millionen Streams und übertrafen damit Taylor Swift (9,3 Millionen). Das Gericht ordnete außerdem die Rückzahlung von über 8 Millionen Dollar an. Seine Verteidigung argumentierte, dass keine Musiker direkt geschädigt wurden, aber die Staatsanwaltschaft konterte, dass echte Künstler und Fans um Tantiemen gebracht wurden.
OK Futures KI-‚Druckkochtopf‘-Kampagne für Goodwipes
Der frühere CEO von MullenLowe U.S., Frank Cartagena, gründete die Kreativagentur OK Future, um das Potenzial generativer KI für eine kleine Agentur zu testen. Ihr erstes Projekt, eine Parodie auf OpenAIs Astra-Werbespot für die Körperpflegemarke Goodwipes, wurde in vier Tagen mit KI-Tools wie ArtCraft, Seedance und OpenAIs Astra-Modell produziert und reduzierte die geplanten Produktionskosten von 700.000 US-Dollar drastisch. Die Kampagne 'Meet Asstra' erzielte über 1,5 Millionen Aufrufe auf Reddit. Cartagena bezeichnete das Tempo jedoch als 'nicht nachhaltig' und als 'Druckkochtopf'; das Team arbeitete rund um die Uhr und drohte sogar mit Kündigung. Goodwipes‘ SVP of Marketing, Meredith Diehn, betonte das Vertrauen in Cartagena und den Wert, mit KI zu experimentieren. Der Artikel unterstreicht den wachsenden Einsatz von KI in der Kreativproduktion: 73 % der Vermarkter nutzen GenAI für visuelle Inhalte, und Gartner prognostiziert, dass die Ausgaben für KI-Software bis 2029 auf 981 Milliarden US-Dollar steigen werden.
Lo-fi-UGC-Inhalte schlagen polierte Anzeigen
Der Artikel diskutiert die wachsende Effektivität von Lo-fi- und UGC-Inhalten gegenüber polierten Markenwerbeanzeigen in sozialen Feeds. Unter Berufung auf Daten von TikTok, System1, Meta und Kantar wird berichtet, dass Creator-Content eine um 70 % höhere Klickrate und 159 % mehr Engagement erzielt als Nicht-Creator-Anzeigen bei gleichem CPM, und dass Zuschauer Influencer-Inhalte nach durchschnittlich 17,8 Sekunden überspringen, verglichen mit 7,9 Sekunden bei traditionellen Markeninhalten. Meta-Partnerschaftsanzeigen liefern laut Bericht 19 % niedrigere CPAs und 13 % höhere Klickraten. Der Artikel betont, dass Lo-fi-Inhalte zwar authentisch wirken, aber dennoch einer bewussten Strategie bedürfen, einschließlich klarer Markenhinweise innerhalb der ersten zwei Sekunden. Er empfiehlt Marken, Lo-fi-Produktion, echte UGC/Creator-Inhalte und eine Remix-Ebene aus vorhandenem Material zu kombinieren, um kreative Frische und Leistung auf Plattformen wie TikTok und Instagram Reels zu erhalten.
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