Beobachtetes Signal · 28. Juli 2025 · Policy Update · Quelle: Tech.eu · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Temu wegen unsicherer Produkte von EU-Kommission abgemahnt
Die Europäische Kommission hat eine vorläufige Einschätzung abgegeben, wonach Temu gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) verstoßen haben könnte, da Risiken im Zusammenhang mit unsicheren Produkten nicht adäquat bewertet und gemindert wurden. Testkäufe brachten unsicheres Babyspielzeug und nicht konforme Klein elektronik ans Licht. Die Kommission bemängelte, dass Temus Risikobewertung vom Oktober 2024 zu generisch war und sich zu stark auf breite Brancheninformationen stützte. Bereits im Oktober 2024 wurden formelle Verfahren eingeleitet; weitere Untersuchungen betreffen manipulative Designelemente, die Transparenz von Empfehlungsalgorithmen sowie den Datenzugang für Forscher. Als Very Large Online Platform (VLOP) unterliegt Temu strengeren Verpflichtungen gemäß dem DSA. Die Kommission betonte nachdrücklich, dass der Verbraucherschutz in der EU nicht verhandelbar ist, was weitreichende Folgen für den Betrieb und die Vermarktung auf dem europäischen Binnenmarkt hat.
Die konsequente Durchsetzung des DSA gegen große Online-Marktplätze unterstreicht die verschärften Compliance-Anforderungen für Plattformen und beeinflusst deren operative sowie wermachende Strategien in der EU nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Europäische Kommission stellte vorläufig fest, dass Temu gegen das DSA verstoßen haben könnte.
- Testkäufe deckten unsicheres Babyspielzeug und nicht konforme Elektronik auf.
- Temus Risikobewertung vom Oktober 2024 wurde als zu generisch eingestuft.
- Formelle Verfahren gegen Temu wurden im Oktober 2024 eingeleitet.
- Temu ist gemäß dem DSA als Very Large Online Platform klassifiziert.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte UnternehmenTemu verbindet Händler, Logistik und Retail-Media auf einer globalen E-Commerce-Marktplatzplattform.
“Temu, which has rapidly expanded across Europe with its low-cost retail model and aggressive social media marketing, is now under scrutiny f...”
Ontologie & Marktkonzepte
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Amazon erreicht über 60% Marktanteil im deutschen Onlinehandel
Eine neue Studie von IFH KÖLN und General Evidence zeigt, dass Amazon im deutschen E-Commerce eine dominante Position einnimmt: Der Handelsumsatz beträgt rund 69,1 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 63 % entspricht. Trotzdem nimmt der Wettbewerb zu: Internationale Plattformen wie Temu und SHEIN gewinnen Marktanteile und erzielten gemeinsam eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz. Amazons Einfluss reicht über den eigenen Verkauf hinaus; so beeinflusst das Unternehmen 41 % der untersuchten Umsätze durch Marktplatz, Produktsuchen und Werbung. Die Studie sieht großes Wachstumspotenzial im Lebensmittel- und FMCG-Sektor, wo nur 4,9 % des Marktes online abgewickelt werden, Amazon aber bereits 46,1 % des Online-FMCG-Umsatzes hält. Amazon bleibt die zentrale Plattform, aber neue Wettbewerber ziehen zunehmend zusätzliche Nachfrage an.
Österreichs Paketsteuer: Kritik, da Kosten an Verbraucher weitergegeben werden
Die neue österreichische Paketsteuer, die am 1. Oktober 2026 in Kraft trat, belastet große Online-Händler mit 2 Euro netto pro Paket (2,40 Euro inkl. MwSt.). Amazon gibt die Gebühr direkt an die Kunden als eigene Position weiter, während Zalando und Otto sie bei vollständigen Retouren erstatten. Die Steuer betrifft Unternehmen mit über 100 Millionen Euro Jahresumsatz mit Paketen in Österreich, darunter Amazon, Temu, Shein und Zalando. Kritiker, darunter der Handelsverband, argumentieren, dass die Steuer Verbraucher und kleine Unternehmen belastet und möglicherweise 2.800 Arbeitsplätze kostet. Rechtliche Schritte sind geplant, bis hin zu Verfassungs- und EuGH-Klagen. Befürworter sehen die Steuer als Ausgleich zum stationären Handel und zur Finanzierung der MwSt-Senkung auf Grundnahrungsmittel.
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