Beobachtetes Signal · 26. Juni 2026 · Regulation · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
TeleBielingue-Mitarbeiter inszenieren Trauermarsch auf dem Bundesplatz in Bern
Rund 20 Mitarbeitende des Regionalfernsehsenders TeleBielingue haben am 26. Juni 2026 auf dem Berner Bundesplatz einen symbolischen Trauermarsch veranstaltet, um gegen den Entzug ihrer Sendelizenz durch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) zu protestieren. Die Demonstrierenden trugen einen blauen Sarg mit Kameras, Kabeln und Tastaturen und richteten die Aktion gegen Bundesrat Albert Rösti sowie das UVEK. Durch den Bakom-Entscheid, der Anfang Jahr vom Bundesverwaltungsgericht gestützt wurde, verliert TeleBielingue jährlich rund 3,7 Millionen Franken an Gebührenanteilen. Neuer Konzessionär ist ab dem 1. Juli Canal B. TeleBielingue sendet vorerst ein Übergangsprogramm und prüft im Rahmen des Projekts ‚TeleBielingue 2.0‘ die Rettung von bis zu 17 der ehemals 50 Arbeitsplätze.
Entscheidung über lokale Medienkonzessionen mit begrenzter breiter Branchenrelevanz; betrifft zwar die Finanzierung eines kleinen Senders und lokale Arbeitsplätze, verändert jedoch weder die Werbe- noch die Technologie-Infrastruktur nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Rund 20 Mitarbeitende von TeleBielingue demonstrierten mit einem Trauermarsch auf dem Bundesplatz in Bern gegen den Entzug ihrer Konzession.
- Der vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Bakom-Entscheid entzieht dem Sender jährlich etwa 3,7 Millionen Franken an Gebührengeldern.
- Die Proteste richteten sich gegen Bundesrat Albert Rösti und das UVEK, nicht gegen die eigene Verlagsleitung der Gassmann Media.
- Canal B übernimmt die Konzession per 1. Juli; TeleBielingue plant mit einem Übergangsprogramm und ‚TeleBielingue 2.0‘ den Erhalt von bis zu 17 Stellen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“The article reporting the protest was published on the Swiss communications magazine website persoenlich.com on 26 June 2026....”
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TeleBielingue-Mitarbeitende fordern nach Entlassungswelle Sozialplan
Nach dem Verlust seiner Sendelizenz fordern die Angestellten des Schweizer Regionalfernsehsenders TeleBielingue nach massiven Entlassungen mehr Transparenz und Verhandlungen über einen Sozialplan. Belegschaft und Gewerkschaft Syndicom überreichten eine Petition, nachdem rund 41 Kündigungen ausgesprochen wurden. Der Sender will ab Juli 2026 in reduzierter Form als „TeleBielingue 2.0“ mit bis zu 17 Stellen und ohne die bisherigen jährlichen Konzessionsgelder von 3,7 Millionen Franken – die künftig an Canal B gehen – weitergeführt werden. Während die Mitarbeitenden intransparentes Vorgehen kritisieren, beruft sich die Geschäftsführung der Gassmann-Gruppe unter CEO Christian Bärenfaller darauf, dass das Personal konsultiert wurde und ein formaler Sozialplan weder rechtlich noch wirtschaftlich machbar sei.
TeleBielingue führt Sendebetrieb ohne Konzession und mit Stellenabbau fort
TeleBielingue, ein zweisprachiger Regionalfernsehsender im Besitz der Gassmann Gruppe, setzt den Sendebetrieb fort, nachdem die langjährige, subventionierte Konzession des Bundesamts für Kommunikation verloren ging. Das Unternehmen kündigte ein neues Betriebskonzept sowie drastische Personalkürzungen an: Von den bisher 40 festangestellten Mitarbeitenden verbleiben maximal 17, während bis zu 24 feste Stellen abgebaut werden; auch ein Teil des freien Mitarbeiterpools ist betroffen. Gassmann-Inhaber Stefan Niedermaier bezeichnete diesen Schritt als schwere Entscheidung, die jedoch darauf abzielt, den Sender als regionale, zweisprachige Stimme zu erhalten und mit neuen Formaten auf ein fokussiertes Programm umzustellen. Die Konzession ging an den neuen Sender Canal B über, dessen Sendestart für Juli geplant ist. Die Detailplanung für das überarbeitete Programm von TeleBielingue startet in den kommenden Wochen.
TeleBielingue vereinbart Sozialplan nach Entlassungen
Die Geschäftsführung und die Mitarbeitenden von TeleBielingue haben sich unter Unterstützung der Gewerkschaft Syndicom in einem Schlichtungsverfahren auf einen Sozialplan geeinigt, um die Auswirkungen unvermeidbarer Entlassungen abzufedern, nachdem der Sender seine Konzession verloren hat. Die Bestätigung des Konzessionsverlusts erfolgte im März 2026 durch das Schweizerische Bundesverwaltungsgericht und wird Mitte 2026 wirksam. Die Vermittlung wurde vom ehemaligen Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr geleitet. Der Sozialplan spiegelt die begrenzten finanziellen Mittel der TeleBielingue AG wider, da Konzessionsregeln die Bildung von Dividendenreserven untersagten. Der Sender wird ab dem 1. Juli ein Übergangsprogramm ausstrahlen und plant im Herbst ein Nachfolgeformat namens „TeleBielingue 2.0“; bis zu 17 der über 50 Arbeitsplätze könnten erhalten bleiben.
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