Beobachtetes Signal · 6. Mai 2026 · Layoffs / Labour Dispute · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ
TeleBielingue-Mitarbeitende fordern nach Entlassungswelle Sozialplan
Nach dem Verlust seiner Sendelizenz fordern die Angestellten des Schweizer Regionalfernsehsenders TeleBielingue nach massiven Entlassungen mehr Transparenz und Verhandlungen über einen Sozialplan. Belegschaft und Gewerkschaft Syndicom überreichten eine Petition, nachdem rund 41 Kündigungen ausgesprochen wurden. Der Sender will ab Juli 2026 in reduzierter Form als „TeleBielingue 2.0“ mit bis zu 17 Stellen und ohne die bisherigen jährlichen Konzessionsgelder von 3,7 Millionen Franken – die künftig an Canal B gehen – weitergeführt werden. Während die Mitarbeitenden intransparentes Vorgehen kritisieren, beruft sich die Geschäftsführung der Gassmann-Gruppe unter CEO Christian Bärenfaller darauf, dass das Personal konsultiert wurde und ein formaler Sozialplan weder rechtlich noch wirtschaftlich machbar sei.
Entlassungen und Restrukturierungen bei lokalen und regionalen Medienanbietern; die direkten Auswirkungen beschränken sich auf lokales Ad-Invemtory und den Schweizer Regionalmedienmarkt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- TeleBielingue hat seine Sendelizenz verloren und stellt den Betrieb in der bisherigen Form im Juli 2026 ein.
- Zum 1. Mai 2026 wurden rund 41 Entlassungen ausgesprochen.
- Die Geschäftsführung plant einen Relaunch als TeleBielingue 2.0 mit maximal 17 Positionen und ohne die jährlichen Konzessionssubventionen von 3,7 Millionen CHF (Wechsel zu Canal B).
- Mitarbeitende forderten mittels einer von der Gewerkschaft Syndicom unterstützten Petition Verhandlungen über einen Sozialplan.
- CEO Christian Bärenfaller und die Gassmann-Gruppe lehnen einen Sozialplan aus rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen ab.
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TeleBielingue vereinbart Sozialplan nach Entlassungen
Die Geschäftsführung und die Mitarbeitenden von TeleBielingue haben sich unter Unterstützung der Gewerkschaft Syndicom in einem Schlichtungsverfahren auf einen Sozialplan geeinigt, um die Auswirkungen unvermeidbarer Entlassungen abzufedern, nachdem der Sender seine Konzession verloren hat. Die Bestätigung des Konzessionsverlusts erfolgte im März 2026 durch das Schweizerische Bundesverwaltungsgericht und wird Mitte 2026 wirksam. Die Vermittlung wurde vom ehemaligen Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr geleitet. Der Sozialplan spiegelt die begrenzten finanziellen Mittel der TeleBielingue AG wider, da Konzessionsregeln die Bildung von Dividendenreserven untersagten. Der Sender wird ab dem 1. Juli ein Übergangsprogramm ausstrahlen und plant im Herbst ein Nachfolgeformat namens „TeleBielingue 2.0“; bis zu 17 der über 50 Arbeitsplätze könnten erhalten bleiben.
TeleBielingue führt Sendebetrieb ohne Konzession und mit Stellenabbau fort
TeleBielingue, ein zweisprachiger Regionalfernsehsender im Besitz der Gassmann Gruppe, setzt den Sendebetrieb fort, nachdem die langjährige, subventionierte Konzession des Bundesamts für Kommunikation verloren ging. Das Unternehmen kündigte ein neues Betriebskonzept sowie drastische Personalkürzungen an: Von den bisher 40 festangestellten Mitarbeitenden verbleiben maximal 17, während bis zu 24 feste Stellen abgebaut werden; auch ein Teil des freien Mitarbeiterpools ist betroffen. Gassmann-Inhaber Stefan Niedermaier bezeichnete diesen Schritt als schwere Entscheidung, die jedoch darauf abzielt, den Sender als regionale, zweisprachige Stimme zu erhalten und mit neuen Formaten auf ein fokussiertes Programm umzustellen. Die Konzession ging an den neuen Sender Canal B über, dessen Sendestart für Juli geplant ist. Die Detailplanung für das überarbeitete Programm von TeleBielingue startet in den kommenden Wochen.
TeleBielingue-Mitarbeiter inszenieren Trauermarsch auf dem Bundesplatz in Bern
Rund 20 Mitarbeitende des Regionalfernsehsenders TeleBielingue haben am 26. Juni 2026 auf dem Berner Bundesplatz einen symbolischen Trauermarsch veranstaltet, um gegen den Entzug ihrer Sendelizenz durch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) zu protestieren. Die Demonstrierenden trugen einen blauen Sarg mit Kameras, Kabeln und Tastaturen und richteten die Aktion gegen Bundesrat Albert Rösti sowie das UVEK. Durch den Bakom-Entscheid, der Anfang Jahr vom Bundesverwaltungsgericht gestützt wurde, verliert TeleBielingue jährlich rund 3,7 Millionen Franken an Gebührenanteilen. Neuer Konzessionär ist ab dem 1. Juli Canal B. TeleBielingue sendet vorerst ein Übergangsprogramm und prüft im Rahmen des Projekts ‚TeleBielingue 2.0‘ die Rettung von bis zu 17 der ehemals 50 Arbeitsplätze.
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