Beobachtetes Signal · 5. Okt. 2026 · Industry Perspective · Quelle: UX Collective · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Geschmack stirbt, weil wir ihn nicht mehr trainieren
Dieser Artikel argumentiert, dass im Zeitalter von KI und Kuration die Entwicklung von 'Geschmack'—die Fähigkeit, Qualität zu beurteilen und Potenzial zu erkennen—vernachlässigt wird. Die Autorin, eine Design-Direktorin, behauptet, dass aktuelle Werkzeuge und Praktiken zu Homogenität und Risikovermeidung führen. Sie schlägt Methoden vor, um Geschmack zu entwickeln, darunter Reibung annehmen, Unbeliebtes studieren, Ursprünge zurückverfolgen, instinktiv kreieren, menschliche Interaktion suchen und ein Geschmackstagebuch führen. Der Beitrag rät Designverantwortlichen, Stakeholder zu beeinflussen, indem sie Geschmack in Konsequenzen übersetzen und Entscheidungen in der Markenerzählung verankern. Die Botschaft: Geschmack, nicht KI, ist der letzte menschliche Vorteil, der bewusst kultiviert werden muss.
Obwohl der Artikel Design und UX diskutiert, berührt er die Rolle von KI in kreativen Prozessen, enthält aber keine konkreten Branchennachrichten oder Daten. Er bietet kommentarhafte Meinungen statt verifizierbarer Fakten über AdTech, MarTech oder Medien. Die Relevanz beschränkt sich auf kreative Führung und nicht auf das breitere Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Artikel wurde am 5. Oktober 2026 veröffentlicht.
- Die Autorin ist Nicole Alexandra Michaelis, Design Director in Stockholm.
- Der Artikel verweist auf einen Vortrag der Autorin über Design-Urteilsvermögen bei Future Product Days.
- Der Artikel zitiert Spotify-Forschung zur algorithmischen Vielfalt und deren Auswirkung auf Hörgewohnheiten.
- Der Artikel bezieht sich auf Tony Fadells Design-Philosophie, Schmerzpunkte zu nutzen.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Spotify’s own researchers found that when people’s listening got more diverse, it happened because they moved away from the algorithm....”
Ontologie & Marktkonzepte
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KI macht Geschmack und Urteilsvermögen zum entscheidenden Differenzierungsfaktor in der Kreativarbeit
Der Essay argumentiert, dass generative KI Produktionsprozesse beschleunigt und die Ausführung vereinfacht, wodurch der rare Differenzierungsfaktor im kreativen und produktbezogenen Arbeiten zum Geschmack wird – definiert als diszipliniertes, kontextuelles Urteil anstelle bloßer ästhetischer Präferenzen. Gestützt auf klassische Kreativitätsmodelle warnt der Autor davor, dass das Überspringen der langsamen Inkubationsphase zwar zu abundanten, aber konvergenten und sinnentleerten Ergebnissen führt. Die Publikation verweist auf Studien, die den Einsatz von KI-Tools mit geringerer kollektiver Diversität und schwächerem kritischen Denken verknüpfen, und belegt dies anhand von Beispielen wie Suno, OpenAI und Uber. Gefordert wird die bewusste Beibehaltung von Reibungsverlusten, das Studium der Geisteswissenschaften sowie die Behandlung von Geschmack als trainierbare Disziplin, die in einer Ära der Sofortgenerierung bestimmt, was es wert ist, gebaut zu werden.
KI-Debatte: Der Begriff ‚Geschmack‘ ist zu vage für die Werbebranche
Ein meinungsstarker Artikel argumentiert, dass die Fixierung der Werbeindustrie auf ‚Geschmack‘ als einzigartigen menschlichen Vorteil im KI-Zeitalter fehlgeleitet ist. Der Autor James Appleby führt aus, dass dieser Begriff zu schwammig und subjektiv ist, um die Marketing-Effektivität messbar zu steigern. Stattdessen identifiziert er drei konkrete menschliche Qualitäten, die kreative Arbeit von KI-generierten Inhalten substanziell differenzieren: Reputation als Übernahme von Verantwortung für kreative Risiken, Timing zur Navigation kultureller shifts sowie ein unstillbarer Hunger nach Exploration und Entdeckung. Diese Attribute bilden den wahren Mehrwert in der modernen Content-Produktion. Während Publikationen wie Forbes und Fast Company sowie Branchengrößen wie Greg Brockman und Sam Altman ‚Geschmack‘ als Schlüsselkompetenz preisen, fordert der Beitrag eine pragmatischere Neuausrichtung menschlicher Stärken in der KI-Ära.
Die Taste-Talent-Lücke im Zeitalter von Algorithmen und generativer KI
Ein Substack-Essay, basierend auf dem Buch „Super Skill“, analysiert die von Ira Glass geprägte „Taste-Talent Gap“: Kreative Einsteiger verfügen oft über exzellenten Geschmack, ihr anfängliches Können reicht jedoch nicht an diesen heran. Der Autor argumentiert, dass algorithmische Recommendation Engines und generative KI die Entwicklung eines eigenständigen Geschmacks zunehmend erschweren, während Feeds zeitgleich mit minderwertigem KI-Content überflutet werden. Infolgedessen avanciert echter Geschmack zu einem immer selteneren und wertvolleren Differenzierungsmerkmal. Um diese kreative Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, wird das TASTE-Framework empfohlen (Take back the wheel, Attune your taste, Study the masters, Try and fail, Embrace the gap). Anhand von Beispielen wie Ira Glass, David Sedaris und Quentin Tarantino wird verdeutlicht, wie intensives Studium, Community-Austausch und kontinuierliche Praxis die Lücke zwischen Anspruch und handwerklicher Umsetzung schließen.
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