Beobachtetes Signal · 31. Juli 2025 · Funding · Quelle: Tech.eu · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
TACEO sichert sich 5,5 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierung für verschlüsselte Datenkollaboration
Das in Österreich ansässige Startup TACEO hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 5,5 Millionen US-Dollar erfolgreich abgeschlossen. Das Unternehmen entwickelt Infrastruktur für sichere Berechnungen auf verschlüsselten Daten mithilfe von coSNARKs, einer kryptografischen Technik, die Multiparty Computation und Zero-Knowledge Proofs kombiniert. Diese Technologie ermöglicht es mehreren Parteien, an sensiblen Daten zu kollaborieren, ohne die zugrunde liegenden Informationen offenzulegen. Neben Anwendungen im Bereich Blockchain lässt sich die Technologie auch in der Künstlichen Intelligenz, im DeFi-Sektor und beim Identity Management einsetzen. Die Finanzierungsrunde wurde von Archetype VC angeführt, mit Beteiligung von a16z CSX, Cyber.Fund, A.Capital Ventures, Polymorphic und Business Angels. TACEO arbeitete zuvor bereits mit World zusammen, um die biometrische Verifizierung für über 14 Millionen Nutzer abzusichern. Das frische Kapital soll für den Ausbau des Teams und die Erschließung neuer Anwendungsbereiche in Branchen wie Finanzdienstleistungen und KI verwendet werden.
Seed-Finanzierung für ein auf datenschutzfördernde Datenkollaboration spezialisiertes Startup; von hoher Relevanz für eine cookiefreie Zukunft, befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- TACEO hat 5,5 Millionen US-Dollar Seed-Finanzierung unter Führung von Archetype VC eingesammelt.
- Die Technologie des Unternehmens kombiniert Multiparty Computation und Zero-Knowledge Proofs über coSNARKs.
- Eine Partnerschaft von TACEO mit World sicherte die biometrische Verifizierung für über 14 Millionen Nutzer ab.
- Zu den Investoren gehören Archetype VC, a16z CSX, Cyber.Fund, A.Capital Ventures und Polymorphic.
- TACEO wurde 2022 von Kryptografie-Forschern der Technischen Universität Graz gegründet.
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Amazons 'Über dich' zeigt kuriose Kundendaten
Ein viraler Threads-Beitrag zeigte die Funktion 'Über dich' in der Amazon-App, die abgeleitete persönliche Attribute über Kunden basierend auf Einkaufshistorie, Bewertungen und Alexa-Interaktionen anzeigt. Beispiele sind 'flaches Gesäß', 'besitzt einen Kindle Paperwhite' und 'ist zu klein, um in einen 40-Zoll-Karton zu greifen'. Die Funktion, die in Deutschland nicht verfügbar ist, löste Belustigung und Besorgnis über die Datensammlung aus. Amazon gibt an, die Daten zu nutzen, um relevante Empfehlungen zu bieten, und Nutzer können diese Präferenzen einsehen und anpassen. Der Artikel unterstreicht das Ausmaß der datengetriebenen Personalisierung und Transparenz von Amazon.
Asos bestätigt Datenleck nach manipulierter App-Benachrichtigung
Der britische Modehändler Asos hat eine Datenpanne mit personenbezogenen Daten von Kunden bestätigt. Hacker brachen in eine Drittanbieter-Plattform ein, die für die Kundenkommunikation genutzt wird, und erbeuteten Namen, Kontaktdaten, Wohnadressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Notizen zu Kundenprofilen, einschließlich Suchanfragen. Die Hacker, die sich Xuanye Group nennen, sendeten über die Asos-App eine unbefugte Push-Benachrichtigung und verwiesen auf kompromittierte Daten, die bei Snowflake gehostet wurden. Sie forderten das Unternehmen zur Kontaktaufnahme auf, andernfalls drohten sie mit der Veröffentlichung der Daten. Die Angreifer sollen sich durch Identitätstäuschung Zugangsdaten verschafft haben. Snowflake betonte, dass die eigenen Systeme nicht betroffen seien. Asos hat 17 Millionen Kunden. Der Vorfall ähnelt einem früheren Angriff auf das Fintech-Unternehmen Betterment.
BGH verhandelt zur Haftung bei Cookie-Speicherung
Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt über die Frage, ob ein Technologie- und Analyseunternehmen haftet, wenn Cookies ohne Einwilligung der Nutzer auf deren Endgeräten gespeichert werden, auch auf fremden Webseiten. Der Kläger fordert Schadenersatz, nachdem die Vorinstanzen 1.500 Euro bzw. 100 Euro zugesprochen hatten. Im Mittelpunkt steht die Auslegung des TDDDG. Ein Urteil wird nicht unmittelbar erwartet. Rechtsexperten betonen, dass eine Bestätigung der OLG-Auffassung durch den BGH über vertragliche Zusicherungen hinaus technische und organisatorische Maßnahmen erfordern würde. Parallel schlug die EU-Kommission im November 2025 vor, Cookie-Banner zu reduzieren, indem Nutzer ihre Einstellungen einmalig pro Gerät festlegen. Der Vorschlag muss noch von Europaparlament und Rat geprüft werden; Verbraucherschützer befürchten Widerstand aus den Mitgliedstaaten.
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