Beobachtetes Signal · 4. Aug. 2026 · Partnership · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Jim & Jim Studie: Schweizer Jugend fordert mehr Echtheit
Die von der Marketingagentur Jim & Jim in Zusammenarbeit mit CH Media Mind veröffentlichte „Trendstudie 2026“ befragte 1.852 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 30 Jahren in der deutschsprachigen Schweiz. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gemeinsame Werte zunehmend die Zugehörigkeit und die Auswahl von Marken bestimmen: Über die Hälfte würde Communities verlassen, wenn dominante Marken nicht zu ihnen passen, und 53 Prozent lehnen Marken, die im Widerspruch zu ihren Werten stehen, aktiv ab. Zudem offenbart die Studie eine ambivalente Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz – während KI in den Alltag integriert ist, befürchten fast drei Viertel einen Verlust menschlicher Fähigkeiten und 85 Prozent fordern mehr Regulierung. Darüber hinaus wünschen sich über drei Viertel der Befragten mehr Offline-Zeit und 74 Prozent nennen das Glücklichsein als oberstes Lebensziel. Jim & Jim wertet diese Erkenntnisse als wachsendes Bedürfnis nach Authentizität, das die Markenrelevanz und Kommunikationsstrategien direkt beeinflusst.
Eine umfangreiche Konsumentenstudie liefert praxisnahe Einblicke in die Haltung junger Zielgruppen zu Marken, KI, Regulierung und Offline-Verhalten – wertvoll für Marketing- und Mediaplanung, wenngleich nicht branchenverändernd.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Jim & Jim und CH Media Mind veröffentlichten die „Trendstudie 2026“.
- St Stichprobe: 1.852 Jugendliche aus der deutschsprachigen Schweiz im Alter von 12 bis 30 Jahren.
- 53 % der Befragten lehnen Marken, die nicht zu ihren Werten passen, aktiv ab; über die Hälfte würde eine Community verlassen, wenn dort dominante Marken nicht passen.
- Fast drei Viertel befürchten durch KI einen Verlust menschlicher Kompetenzen, und 85 % fordern eine stärkere Regulierung von KI.
- Über drei Viertel wünschen sich mehr Offline-Zeit; 74 % nannten „glücklich sein“ als wichtigstes Lebensziel.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“CH Media is identified as the parent organization of CH Media Mind (the strategic marketing and innovation unit of CH Media)....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
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Xeit-Studie: Social-Media-Nutzung in der Schweiz erstmals rückläufig
Die Zürcher Digitalagentur Xeit hat ihre Social Media Study 2026 mit über 1.000 Befragten veröffentlicht und verzeichnet erstmals einen Rückgang der täglichen Nutzungsdauer auf Plattformen wie Instagram in der Schweiz. Während YouTube seine starke Position behauptet, verlangsamt sich das Wachstum von TikTok und X verliert weiter an Relevanz. Facebook und LinkedIn bleiben stabil, und WhatsApp dominiert als Messenger. Zudem zeigt die Untersuchung, dass generative KI-Tools wie ChatGPT zunehmend für die Informationssuche genutzt werden und klassische Suchmaschinen unter Druck setzen. Social Media gewinnt dadurch – besonders bei jüngeren Zielgruppen – stark an Bedeutung als Such- und Inspirationskanal. Weitere Ergebnisse: Millennials schränken ihre Social-Media-Nutzung ein, Nutzer stehen KI-generierter Werbung skeptisch gegenüber, und Social Commerce konnte sich im Schweizer Markt bislang nicht flächendeckend durchsetzen.
Swissness und lokale Marktvorteile für Marken
Ein Interview mit Branchenexperten beleuchtet die Charakteristika des Schweizer Marktes, die Bedeutung lokaler Präsenz sowie Authentizität und zeigt, wie internationale Unternehmen in der Schweiz agieren. Hervorgehoben werden die hohe Kaufkraft, Viersprachigkeit, starke Universitäten wie ETH und EPFL sowie der effiziente Technologietransfer. Marken müssen höchste Qualitäts- und Transparenzansprüche erfüllen sowie lokale Wertschöpfung betreiben. Führungskräfte von Coca-Cola und McDonald’s veranschaulichen dies durch lokale Investitionen, starke Partnerschaften, heimische Beschaffungsquoten und die Verankerung in der lokalen Kultur. Das Marktsignal unterstreicht, dass glaubwürdige Swissness mehr als ein reines Marketinglabel erfordert und messbare lokale Wertschöpfung voraussetzt, um bei Verbrauchern erfolgreich zu sein.
Zwei Drittel der Verbraucher wenden sich untragbaren Marken ab
Eine neue McCann-Studie („The Truth About Global Brands“) mit über 20.000 Befragten in 20 Märkten offenbart eine wachsende Vertrauenskrise, die erhebliche Risiken für Marken birgt. Den Ergebnissen zufolge ist es für 72 % wichtiger denn je, Wahrheit zu priorisieren, während 55 % angeben, dass Marken vor 20 Jahren ehrlicher waren. Zudem befürchten 76 %, bald Menschen nicht mehr von KI unterscheiden zu können. 69 % der Konsumenten haben bereits Marken verlassen, denen sie nicht mehr vertrauen, und 80 % würden vertrauenswürdige Marken aktiv wählen. Mehr als die Hälfte (53 %) fordert von Marken Offenheit beim Einsatz von KI in der Werbung. McCann Global CEO Tyler Turnbull betont Authentizität, kulturelles Feingefühl und Transparenz – insbesondere bezüglich KI –, um verlorenes Vertrauen nachhaltig zurückzugewinnen.
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