Beobachtetes Signal · 26. Okt. 2026 · Research Publication · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ

Studie: 53% der Schweizer sehen Medien als Desinformationsquelle

Zusammenfassung des Signals

Eine neue Studie zum Jahrbuch Qualität der Medien zeigt, dass 53% der Schweizer Bevölkerung journalistische Medien als Quelle von Desinformation betrachten. Daniel Vogler, Co-Direktor des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft, ordnet die Ergebnisse ein und betont, dass das Vertrauen in die Medien nicht klar abnimmt, aber ein erheblicher Teil der Bevölkerung skeptisch ist. Die Studie zeigt auch hohe Zustimmungswerte für Verschwörungstheorien, einschließlich antisemitischer Narrative und 5G-Gesundheitsbehauptungen. Vogler plädiert dafür, dass der Journalismus seine Rolle als Faktenprüfer stärkt, und schlägt eine gemeinsame Infrastruktur für Faktenchecks sowie ein Leistungsschutzrecht vor, damit Plattformen und KI-Anbieter für journalistische Inhalte zahlen und so den Journalismus im Kampf gegen Desinformation unterstützen.

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Der Artikel berichtet über eine Studie zum Medienvertrauen und zur Desinformation in der Schweiz, die für AdTech nur am Rande relevant ist. Er betrifft nicht direkt Werbetechnologie, Marketingtechnologie oder Plattformökonomie.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • 53% der Schweizer Bevölkerung halten journalistische Medien für eine Quelle von Desinformation.
  • Die Studie ist das jährliche 'Jahrbuch Qualität der Medien' des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft.
  • Ein Drittel der Befragten hält es für plausibel, dass 5G schwere Gesundheitsschäden verursacht.
  • Drei Viertel wünschen, dass Regierung und Behörden Desinformation aktiv aufspüren.
  • Daniel Vogler ist Co-Direktor des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 26. Okt. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Jahrbuch Qualität der Medien: «Misstrauen gehört zur Medienkompetenz»”

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Publisher & News Media15. Juni 2026

Digital News Report 2026: Schweiz behauptet sich über dem globalen Durchschnitt

Der vom fög der Universität Zürich analysierte Reuters Institute Digital News Report 2026 zeigt weltweit ein Rekordtief beim Journalismusvertrauen von 37 Prozent. Global haben Plattformen Nachrichtenseiten als wichtigste Zugangswege abgelöst. Die Schweiz steht verhältnismässig besser da: Das allgemeine Medienvertrauen liegt bei 42 Prozent, wobei Nachrichtenseiten weiterhin die primäre Quelle bilden und 20minuten.ch als Top-Online-Marke führt. Rund 10 Prozent der Schweizer nutzen KI-Chatbots wie ChatGPT oder Perplexity für Nachrichten, wobei das Vertrauen hier am geringsten ist. Etwa 19 Prozent zahlten im vergangenen Jahr für Online-News, wobei jüngere Kohorten eine höhere Zahlungsbereitschaft zeigen. Sinkendes Nachrichteninteresse und wachsende Plattformabhängigkeit bleiben zentrale strukturelle Risiken für Medienhäuser.

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Media Policy22. Okt. 2026

Umfragen: Bevölkerung sieht SRG als Faktenprüferin

Zwei aktuelle Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung von der SRG erwartet, aktiv gegen Falschinformationen im Internet vorzugehen. Eine von der SRG in Auftrag gegebene YouGov-Studie (Frühjahr, 1256 Befragte) ergab, dass 88% es wichtig finden, dass SRF, RTS und RSI als verlässliche Quellen online Falschinformationen entgegenwirken, 60% sogar sehr wichtig. Eine Studie des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich (September) identifizierte die Faktenprüfung ebenfalls als wichtigste neue Aufgabe (68% wichtig, 11% unwichtig). Die Studien unterscheiden sich jedoch bei der Bedeutung der Online-Präsenz: In der SRG-Studie finden 77% die Online-Angebote wichtig, beim Fög sind es nur 47% für Websites/Apps und 35% für Social Media. Auch bei Generationsunterschieden weichen sie ab: Das Fög sieht eine Kluft, insbesondere bei Social Media.

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Media trust & misinformation26. Aug. 2026

Studie: 43 Prozent vertrauen Social Media mehr als klassischen Nachrichten

Laut Daten des Social-Media-Atlas 2026 vertrauen inzwischen 43 Prozent der Internetnutzer Beiträgen auf Social-Media-Plattformen mehr als redaktionellen Nachrichten. Die repräsentative Erhebung unter rund 3.600 Onlinern ab 16 Jahren, initiiert von der PER Agency mit dem IMWF und umgesetzt durch Toluna, belegt einen Vertrauenszuwachs von sechs Prozentpunkten im Vorjahresvergleich, primär getrieben durch die Altersgruppe der 20- bis 49-Jährigen. Zwei Drittel der Befragten stützen sich vor allem auf Posts aus dem privaten Umfeld; 35 Prozent folgen regelmäßig privaten Empfehlungen (Gen Z: 47 Prozent, Gen Y: 46 Prozent). Trotz hoher Plattformaktivität registriert die Mehrheit regelmäßig irreführende oder falsche Inhalte. Branchenbeobachter warnen vor diesem Hintergrund vor den Gefahren durch KI-generierte Fälschungen für die Wählerinformation im Vorfeld der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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