Beobachtetes Signal · 5. Okt. 2026 · Study · Quelle: Retail-News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
Swappie-Studie: Alte Smartphones liegen über 15 Monate ungenutzt
Eine von Swappie in Auftrag gegebene Studie mit 1.000 deutschen Erwachsenen zeigt: Verbraucher lagern alte Smartphones, Tablets und Laptops im Schnitt über 15 Monate ungenutzt, bevor sie sie verkaufen oder eintauschen. 58% derjenigen, die in den letzten fünf Jahren ein Gerät verkauft oder getauscht haben, berichten, durch zu langes Warten Geld verloren zu haben; der durchschnittliche Erlös lag bei 460 Euro. Fast 70% bereuen die Verzögerung. Haupthindernisse sind der Wunsch, ein Ersatzgerät zu behalten, Zweifel am Zustand und mangelndes Wissen über den raschen Wertverlust. 46% wissen nicht, wie schnell Elektronikgeräte an Wert verlieren, und nur 8% ist bewusst, dass ein Gerät innerhalb von sechs Monaten mehr als die Hälfte seines Wertes einbüßen kann. Swappie, das derzeit iPhones und iPads ankauft (MacBooks folgen), nutzt die Ergebnisse zur Positionierung seines Ankaufmodells und betont, dass ein früherer Verkauf dem Refurbished-Markt zugutekommt.
Die Studie liefert Einblicke in das Verbraucherverhalten beim Weiterverkauf gebrauchter Elektronik, was für den Re-Commerce-Markt relevant ist, aber keinen großen Branchenwechsel darstellt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Swappie beauftragte eine Studie mit 1.000 deutschen Erwachsenen, die zeigt, dass Altgeräte im Schnitt über 15 Monate ungenutzt bleiben.
- 58% der Befragten, die ein Gerät verkauft oder getauscht haben, verloren durch zu langes Warten Geld.
- Der durchschnittliche Wiederverkaufserlös betrug 460 Euro.
- 46% der Befragten wissen nicht, wie schnell elektronische Geräte an Wert verlieren.
- Swappie kauft derzeit iPhones und iPads an; MacBooks sollen in den kommenden Monaten folgen.
Ontologie & Marktkonzepte
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Swappie nimmt generalüberholte MacBooks wegen steigender Speicherpreise ins Sortiment auf
Swappie, bekannt für generalüberholte iPhones, hat sein Produktportfolio um refurbished MacBooks, iPads und AirPods erweitert. CEO Jussi Lystimäki erklärte gegenüber t3n, dass die Diversifizierung erst nach Erreichen der Profitabilität im Kerngeschäft erfolgte; generalüberholte AirPods wurden im März 2026 eingeführt. Der Start ist strategisch vor der Back-to-School-Saison platziert, um eine Skalierung zu ermöglichen. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der die Verbraucherpreise für Speicherkomponenten in den letzten Monaten gestiegen sind, da Bauteile-Hersteller lukrativere Aufträge von KI-Rechenzentren bevorzugen. Gleichzeitig hat Apple die Preise für Mac-Computer erhöht, wodurch refurbished Alternativen auf dem Markt deutlich attraktiver werden könnten.
Wachsender Wiederverkaufsmarkt für gebrauchte Smartphones bietet neue Potenziale
Eine Analyse des B2B-Resale-Portals B-Stock verdeutlicht, dass der Wiederverkaufswert gebrauchter Smartphones in den vergangenen Monaten gestiegen ist, was den Verkauf alter Geräte für Verbraucher attraktiver macht. Der Markt verzeichnet Preisanstiege bei Geräten unterschiedlicher Zustände, wobei C-Grade-Geräte inzwischen D-Grade-Geräte bei den Verkaufszahlen übertreffen. Zu den konkreten Beispielen zählen das iPhone 17 Pro Max mit einem Durchschnittspreis von 940 US-Dollar sowie das Galaxy S23 Ultra, das nach dem Launch des Galaxy S26 rund 425 US-Dollar erzielt. B-Stock führt diesen Trend darauf zurück, dass Hersteller vermehrt Altegeräte ankaufen, um wertvolle Komponenten für die Wiederverwendung zu gewinnen, was angesichts der aktuellen RAM-Krise an Bedeutung gewinnt. Dieser Trend könnte zur Stabilisierung der Gerätepreise beitragen, auch wenn führende Hersteller weiterhin Preiserhöhungen für Neugeräte bevorzugen.
Smartphone-Hersteller drängen verstärkt auf Leasing- und Abonnementmodelle
Angesichts steigender Preise für Premium-Smartphones und längerer Nutzungszeiten weiten Hersteller wie Apple und Samsung Leasing-, Abonnement- und garantierte Rückkaufprogramme aus. Ziel ist es, Upgrades attraktiver zu gestalten und sich einen stetigen Strom an Gebrauchtgeräten für die Aufbereitung zu sichern. Apple startete in den USA ein Upgrade-Leasingprogramm mit Klarna, während Samsung in Indien das Programm Galaxy Forever anbietet. Analysten von Counterpoint Research und IDC verzeichnen längere Ersatzzyklen, was zu neuen Finanzierungs- und Eigentumsmodellen führt. Start-ups wie BytePe, Raylo, Grover und Cashify treiben diesen Trend im Bereich Abonnements und Refurbishment ebenfalls voran. Branchenexperten betonen, dass diese Programme den Sekundärmarkt und die Kundenbindung stärken; ob sich Leasing finanziell rechnet, hängt jedoch stark von der individuellen Upgrade-Häufigkeit und dem Restwert der Geräte ab.
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