Beobachtetes Signal · 28. Aug. 2026 · Conference · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Supino: Kein Journalismus mehr ohne Künstliche Intelligenz
Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident der TX Group, eröffnete am 28. August 2026 die Konferenz „Assises presse et démocratie“ in Genf und betonte, dass KI im künftigen Journalismus unverzichtbar sein wird. Er verwies auf den erfolgreichen Wandel von 20 Minuten zur rein digitalen Plattform, während Tamedia seine Produkte neu erfinden und die Markenkomplexität bewältigen müsse; zudem werde Print länger bestehen als vielfach prognostiziert. Supino forderte, KI als Werkzeug für wertschöpfendere Aufgaben zu nutzen, wobei Verleger Transparenz wahren und die redaktionelle Verantwortung tragen müssen. Er erklärte, dass die digitale Transformation die Personalstrukturen unvorhersehbar beeinflussen könne, während Qualität, Unabhängigkeit und professionelle Standards das Fundament der Glaubwürdigkeit bleiben.
Das öffentliche Bekenntnis des Präsidenten eines grossen Schweizer Medienhauses zur Künstlichen Intelligenz und zu mehr Transparenz signalisiert eine beschleunigte KI-Integration in Redaktionen, was redaktionelle Workflows, Herkunftsnachweise von Inhalten und potenzielle Werbewirkungen für Publisher massgeblich beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Pietro Supino eröffnete am 28. August 2026 die Konferenz „Assises presse et démocratie“ in Genf.
- Pietro Supino ist Verwaltungsratspräsident der TX Group.
- Supino erklärte, es gebe keinen Journalismus mehr ohne Künstliche Intelligenz, und forderte Transparenz bei KI-generierten Inhalten.
- Er verwies auf den erfolgreichen Wechsel von 20 Minuten zu einer rein digitalen Plattform und betonte, Tamedia müsse sein Produkt neu definieren, während Print lebensfähig bleibt.
- Supino hob hervor, dass die digitale Transformation die Mitarbeiterzahlen unvorhersehbar verändern kann und Verleger für die publizistische Genauigkeit verantwortlich bleiben.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident der TX Group, hat die «Assises presse et démocratie» am Freitag in Genf eröffnet....”
“Bei Tamedia sehe die Situation anders aus: «Ich sehe noch eine lange Zukunft des gedruckten Produktes.»...”
“Tamedia müsse sich noch neu erfinden, so TX-Group-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino – hier am SwissMediaForum 2025. (Bild: Keystone/Urs...”
Ontologie & Marktkonzepte
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Newsrooms debattieren über Transparenzregeln und Kennzeichnung beim KI-Einsatz
Führungskräfte Schweizer Medienhäuser und ein Urheberrechtsexperte diskutierten in einem virtuellen Panel über Kennzeichnungspflichten von KI-generierten Inhalten im Journalismus. Vertreter von Tamedia, NZZ, Blick, CH Media und Pro Litteris erzielten Konsens darüber, dass vollautomatisch erstellte Texte ohne substanzielle menschliche Intervention – wie automatisierte Sportberichte oder Kurznachrichten – zwingend transparent deklariert werden müssen. Uneinigkeit herrscht hingegen bei KI als reinem Schreib- und Recherche-Werkzeug; Leserbefragungen deuten darauf hin, dass Kennzeichnungen das Vertrauen mindern können, selbst wenn Redakteure die Inhalte final verifizieren. Philip Kübler, CEO von Pro Litteris, forderte verbindlichere Branchenstandards und kritisierte die bestehenden Richtlinien des Presserats als zu vage. Die Diskussion verdeutlicht das operative Spannungsfeld zwischen regulatorischer Transparenz und Rezipientenvertrauen.
SwissMediaForum: Guy Parmelin fordert klugen und transparenten KI-Einsatz
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin hat auf dem SwissMediaForum in Luzern am 7. Mai 2026 die Schweizer Medien dazu aufgerufen, Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einzusetzen, um das öffentliche Vertrauen und die demokratische Rolle des Journalismus zu sichern. Der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) präsentierte einen branchenweiten Verhaltenskodex für KI, der auf einer Konvention des Europarats basiert. Dieser stellt sicher, dass die redaktionelle Verantwortung unabhängig vom Einsatz menschlicher oder KI-gestützter Inhalte bei den Medienorganisationen verbleibt. Der Kodex fordert Mitarbeiterschulungen, Urheberrechtsschutz, Massnahmen gegen Desinformation und Datenschutz sowie eine Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte. Zu den weiteren Rednern zählten der ehemalige WEF-Präsident Klaus Schwab und die NPR-Weisshauskorrespondentin Tamara Keith.
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Philipp Welte, outgoing chair of the Medienverband der freien Presse (MVFP) and former Burda board member, urged the media industry to respond to artificial intelligence with calm and avoid extremes of 'paranoia' or 'euphoria'. In an interview he argued that human thought remains the start of value creation and that AI assists but does not replace people. Welte criticized a politician's use of AI-generated texts—supporting the Frankfurter Allgemeine Zeitung's decision to depublish a guest contribution—and warned that search engines returning AI-generated answers based on journalistic content currently return only tiny fractions of traffic to publishers, endangering monetisation. He will step down as MVFP chair at the end of June; the MVFP represents about 350 publishers and has pushed initiatives such as the 'Berliner Appell' calling for better digital frameworks for journalism.
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