Beobachtetes Signal · 23. Aug. 2026 · Research Study Published · Quelle: t3n · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Studie: Frühe Social-Media-Nutzung mit schlechteren Schulnoten verbunden
Ein italienisches Forschungsteam unter Leitung von Marco Gui hat über 5.000 Schüler befragt, um Jugendliche mit frühem Social-Media-Zugang vor der neunten Klasse mit solchen zu vergleichen, die erst ab der neunten Klasse oder später starteten. Die in Nature Human Behaviour veröffentlichte Studie zeigt, dass frühe Nutzer in späteren Tests in Mathematik und Italienisch schlechter abschnitten und häufiger eine Klasse wiederholten; bei Englischtests zeigte sich kein solcher Rückgang. Die Forscher kontrollierten den elterlichen Bildungsstand sowie den సోzioökonomischen Hintergrund und führen Ablenkung, reduzierte Lernzeiten sowie kognitive Überlastung als mögliche Ursachen an. Die Untersuchung und begleitende Expertenkommentare befeuern anhaltende politische Debatten in mehreren EU-Ländern über gesetzliche Mindestalter für den Zugang zu Social Media.
Eine begutachtete Studie, die frühe Social-Media-Nutzung mit schwächeren schulischen Leistungen verknüpft, dürfte politische Debatten über ein Mindestalter beeinflussen und die Targeting-Möglichkeiten für Jugendliche sowie regulatorische Pflichten von Social-Plattformen in EU-Märkten betreffen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ein von Marco Gui (Universität Mailand-Bicocca) geleitetes Forschungsteam befragte über 5.000 Schüler nach dem Alter bei Erstellung ihres ersten Social-Media-Accounts.
- Schüler mit Accounts in der 6. bis 8. Klasse schnitten in späteren Tests in Mathematik und Italienisch schlechter ab als Gleichaltrige, die bis zur 9. Klasse oder länger warteten.
- Frühe Social-Media-Nutzer mussten häufiger ein Schuljahr wiederholen; bei Englischtests zeigte sich dieser negative Effekt nicht.
- Die Studie wurde im Fachjournal Nature Human Behaviour veröffentlicht (Artikel: https://www.nature.com/articles/s41562-026-02522-4).
- Das Forschungsteam berücksichtigte bei der Datenanalyse den elterlichen Bildungsstand und den sozioökonomischen Hintergrund der Familien.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Early Instagram/TikTok Use Lowers School Grades
Researchers led by Marco Gui at the University of Milano‑Bicocca surveyed more than 5,000 Italian students about the age they created their first social‑media account and compared later mathematics, Italian (native language) and English test results. Published in Nature Human Behaviour, the study found that students who opened accounts in sixth–eighth grade performed worse on average in later math and Italian tests and were more likely to repeat a year than those who waited until ninth grade or later; the gap corresponded to roughly half a school year in some comparisons. English scores did not show a disadvantage, which the authors link to abundant English‑language content on platforms. Analyses controlled for parental education and socioeconomic background; authors suggest mechanisms such as distraction, reduced study time, notification interruptions and cognitive overload. The findings feature in European debates on minimum social‑media ages.
EU-Jugendstudie: 48 Prozent sehen Social Media positiv für Psyche
Eine von der Europäischen Commission in Auftrag gegebenen und über dpa verbreitete Umfrage zeigt eine erhebliche Diskrepanz zwischen Jugendlichen und Eltern beim Thema Social Media: Während knapp die Hälfte (48 Prozent) der befragten EU-Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren angibt, soziale Medien hätten einen positiven Effekt auf ihre psychische Gesundheit, teilen dies nur rund 21 Prozent der Eltern. Jugendliche berichten seltener über negative Auswirkungen (18 Prozent) als Eltern (36 Prozent). Zudem unterschätzen Eltern die Bildschirmnutzung: Jugendliche melden im Schnitt 4.5 Stunden an Schultagen und 6.1 Stunden an Wochenenden – etwa eine Stunde mehr als von Eltern geschätzt. Eine beratende EU-Expertengruppe wird am 13.07.2026 Empfehlungen vorlegen, darunter mögliche Social-Media-Verbote für Kinder, was strenge Altersverifikation, Content-Modolation und Targeting-Beschränkungen auf Plattformen zur Folge haben könnte.
Primary School Children Turning Away from TikTok
A Swiss monitoring study shows regular social-media use among primary-school children (ages 8–12) has halved over four years: only 20% now regularly use channels such as TikTok or Instagram versus 40% in 2020 and 2022. The report — based on roughly 10,000 pupils aged 8–18 — also finds that use of digital devices in Swiss schools has stagnated and that digital tools are being used less frequently in subjects like mathematics and German than in previous years. The finding was reported via Tamedia titles and cites the national monitoring of digitalisation in education.
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