Beobachtetes Signal · 20. Okt. 2026 · Research Publication · Quelle: Horizont · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv
Studie stellt Brand Safety-Vorbehalte in Newsumfeldern infrage
Eine neue Studie der Score Media Group mit dem Titel 'Faktor Vertrauen' untersucht das Zusammenspiel von Nachrichteninhalten, Medienvertrauen und Werbewirkung in den Umfeldern regionaler Tageszeitungen. Die Studie liefert neue Argumente für Werbungtreibende, ihre traditionellen Vorbehalte gegenüber Werbung in Nachrichtenumfeldern zu überdenken, insbesondere in Krisenzeiten. Durch die Analyse, wie Medienvertrauen die Werbewirkung beeinflusst, deutet die Forschung darauf hin, dass journalistische Umfelder einen erheblichen Werbewert bieten können. Die Ergebnisse könnten Marken dazu ermutigen, Nachbarschaft zu Nachrichten zu akzeptieren und damit der üblichen Praxis entgegenzuwirken, solche Umfelder aus Brand-Safety-Gründen zu meiden.
Die Studie liefert neue Erkenntnisse, die die Wahrnehmung von Werbungtreibenden gegenüber Newsumfeldern beeinflussen könnten, ist aber keine große Branchenveränderung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Score Media Group hat eine neue Studie mit dem Titel 'Faktor Vertrauen' veröffentlicht.
- Die Studie untersucht das Zusammenspiel von Nachrichteninhalten, Medienvertrauen und Werbewirkung.
- Die Forschung konzentriert sich auf Umfelder regionaler Tageszeitungen.
- Die Studie liefert Argumente, die traditionelle Vorbehalte von Werbungtreibenden gegenüber Newsumfeldern infrage stellen.
Ontologie & Marktkonzepte
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Medienvertrauen beeinflusst Werbewirkung stärker als Nachrichtenkontext
Eine neue Studie der Score Media Group mit dem Titel 'Faktor Vertrauen – Werbewirkung in Nachrichtenumfeldern regionaler News Brands' zeigt, dass das Vertrauen in die Medienmarke der wichtigste Treiber der Werbewirkung ist und den Einfluss des umgebenden Nachrichtenkontexts bei weitem übertrifft. Basierend auf einer Befragung von 3.856 Internetnutzern im Juni erklärt das Medienmarkenvertrauen 24 Prozent der Unterschiede im Markenimage und 23 Prozent der Unterschiede in der Werbewirkung, während der Nachrichtenkontext nur 0,2 Prozent beiträgt. Negative Nachrichten wirkten sich nicht negativ auf die Markenwahrnehmung aus. Hohes Vertrauen steigerte Werbeerinnerung und Wiedererkennung um bis zu elf Prozentpunkte und erhöhte signifikant Kaufimpuls und Informationsinteresse. Die Studie empfiehlt Werbetreibenden, Nachrichtenumfelder nicht pauschal auszuschließen, sondern auf vertrauenswürdige Medienmarken zu setzen, insbesondere regionale Nachrichtenmarken, die bei ihren Lesern hohes Vertrauen genießen.
Consumer Safety als nächste Stufe der Brand Safety
Der Artikel diskutiert die Evolution der Mediaplanung hin zu 'Consumer Safety', die die Qualität und Vertrauenswürdigkeit von Medienumfeldern aus Verbrauchersicht in den Fokus rückt, statt nur den Schutz der Marke. Professorin Dr. Lisa-Charlotte Wolter von der IU International University erklärt ihr 'Value Media Management Framework', das untersucht, warum Menschen bestimmte Medien nutzen und welche Nachteile wie Informationsüberlastung oder Desinformation entstehen können. Zitierte Forschung umfasst eine Harris-X-Studie im Auftrag von The Trade Desk, die zeigt, dass Anzeigen neben hochwertigen Nachrichten gut wirken, sowie den Reuters Institute Digital News Report zur wahrgenommenen Risiken von TikTok. Der Artikel argumentiert, dass die Unterstützung vertrauenswürdigen Journalismus eine Investition in die Informationsinfrastruktur ist und dass Medienqualität mit Werbewirkung korreliert. Fazit: Die Zukunft der Mediaplanung besteht darin, sowohl Marken als auch die Medienumfelder zu schützen, die Verbrauchern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.
Fehleinschätzungen bei News Advertising schaden der Brand Performance
Werbetreibende investieren trotz steigender Nachfrage und starker Performance-Metriken zu wenig Budgets in Nachrichtenumfelder. Zahlreiche Studien von Institutionen wie Stagwell, IAB, Teads, Lumen, Ad Fontes Media und The Trade Desk belegen, dass der Nachrichtenkonsum gestiegen ist. Traditioneller Journalismus erzeugt längere Verweildauern und eine höhere Ad-Attention. Werbung im Umfeld von Hard News erzielt vergleichbare oder bessere Ergebnisse bei Brand Recall, Kaufabsicht und Brand Favorability als vermeintlich sicherere Kategorien, während Case Studies zudem sinkende CPA- und CPM-Werte nachweisen. Veraltete Keyword-Blocklisten und unbegründete Brand-Safety-Ängste führen jedoch dazu, dass Marken hochrelevante Zielgruppen verpassen und wertvolles Potenzial ungenutzt lassen.
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