Beobachtetes Signal · 17. Juli 2024 · Market Research · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
State of Search 2024: Wie Deutschland sucht und recherchiert
Der Report „State of Search 2024“ zeigt eine zunehmend diverse Suchlandschaft in Deutschland jenseits von Google. Eine Claneo- und Appinio-Umfrage unter 1.001 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren belegt, dass Google mit 81 Prozent Nutzung (mindestens alle 2–3 Tage) zwar dominant bleibt, gefolgt von YouTube (71 %) und Instagram (53 %), aber KI-Tools und Social Platforms massiv an Bedeutung gewinnen. Rund ein Drittel nutzt ChatGPT wöchentlich, Perplexity erreicht 20 Prozent. Jüngere Zielgruppen tendieren zu Social Platforms und KI, während Über-40-Jährige stärker auf Facebook setzen. Für die Produktsuche ist Amazon mit 57 Prozent die Top-Destination, bei Bekleidung dominieren Zalando und About You. Das Vertrauen in Google/Bing und Amazon liegt bei rund 88 Prozent, während TikTok und E-Commerce-Plattformen wie Shein oder Temu deutlich skeptischer gesehen werden. Dies unterstreicht den Wandel hin zu KI-gestützter und visueller Suche.
Signalisiert eine fundamentale Verschiebung des deutschen Suchverhaltens hin zu Social Platforms und KI-Tools, was die Dynamiken im Bereich Retail Media, Performance-Marketing und Product Discovery maßgeblich beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Claneo und Appinio befragten im April 2024 insgesamt 1.001 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren.
- Google wird von 81 % regelmäßig genutzt, YouTube von 71 %, Instagram von 53 %, ChatGPT von rund 33 % (wöchentlich) und Perplexity von 20 % (wöchentlich).
- Die Gen Z nutzt TikTok und ChatGPT für Anleitungen, während Befragte über 40 Jahre für den Suchkontext auf Facebook vertrauen.
- Amazon ist für 57 % die primäre Anlaufstelle bei der Produktsuche; Zalando und About You werden bei Bekleidung von ca. 48 % bevorzugt.
- Das Vertrauensniveau liegt bei Google/Bing und Amazon bei ca. 88 %, bei TikTok bei 51,8 %, während Alibaba, Shein und Temu als weniger vertrauenswürdig gelten.
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Google-Suchtrends 2025: Das bewegt Deutschland im Netz
Der Artikel analysiert die Google-Suchtrends 2025 für Deutschland und beleuchtet das Suchverhalten zu Politik, Alltag und Künstlicher Intelligenz. Google verzeichnet im Jahr 2025 über fünf Billionen Gesamtanfragen und etabliert AI Overviews sowie den AI Mode fest im deutschen Markt. Vorgestellt werden Top-Ten-Listen der Suchanfragen mit dem stärksten Wachstum, darunter Themen zur Bundestagswahl, zum Nahostkonflikt und virale Trends wie Labubu. Zudem zeigt sich ein stark wachsendes Interesse an KI-Tools und -Funktionen wie Gemini 3, NotebookLM, Apple Intelligence, Perplexity und Sora. Die Inhalte sind nach Fragekategorien wie Warum-, Wie- und Wird-Fragen gegliedert. Insgesamt verdeutlicht der Jahresrückblick die immense Bandbreite des Suchinteresses zwischen globalen Ereignissen, KI-Innovationen und consumer technology im AdTech- und Medienkontext.
Musk's Grok Bot nutzt künftig Claude und andere Konkurrenz-KI
Elon Musk hat angekündigt, dass der KI-Agent Grok Bot nicht mehr ausschließlich auf die hauseigenen Grok-Modelle setzen wird, sondern für jede Aufgabe das beste Backend-Modell verwenden soll. Als Beispiele nannte er Claude Opus 5.5 von Anthropic, den Bildgenerator Midjourney und den Musikgenerator Suno. Die Ankündigung, die zuerst von The Information berichtet wurde, markiert eine strategische Wende für Musks KI-Einheit, die Milliarden in das Training eigener Modelle investiert hat. Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Branchentrend des Model-Routings wider, wie ihn Microsoft mit Anthropic-Modellen in Copilot und Perplexity mit der Auswahl von Modellen demonstriert. Die Entscheidung erfolgt nach Nutzerbeschwerden über die Erreichbarkeit der Grok-App. Musks KI-Einheit, die nun Teil von SpaceX ist und kürzlich umbenannt wurde (SpaceXAI, dann SpaceXSI), scheint damit anzuerkennen, dass die eigenen Modelle nicht in allen Bereichen führend sind, da Claude Opus 5.5 im Artificial-Analysis-Ranking vor der Konkurrenz liegt.
Walmarts KI-Assistent Sparky treibt CX-Gewinne und Umsatzwachstum
Walmart US-Präsident und CEO David Guggina betonte auf der Goldman Sachs Global Consumer and Retail Conference, wie KI die Geschäfte und das Kundenerlebnis von Walmart grundlegend verändert. KI-getriebene Effizienzgewinne führen zu schnelleren Lieferzeiten und Kosteneinsparungen, die in wettbewerbsfähige Preise und Kundenerlebnis reinvestiert werden. Der hauseigene KI-Assistent Sparky, zentral für die Verbesserungen, verzeichnete einen wöchentlichen Engagement-Anstieg von 60% im Quartalsvergleich, und die neuen visuellen Suchfunktionen führten zu einem 57%igen Konversionsanstieg. Sparky treibt zudem 40% höhere durchschnittliche Bestellwerte. Walmart profitiert auch von externen KI-Agenten wie OpenAIs ChatGPT und Googles Gemini, die tief auf Walmart verlinken und hohe Konversionsraten erzielen. Dies steht im Gegensatz zu Amazon, das solche Agenten blockiert. Guggina deutete an, Sparky in andere Bereiche wie Vizio-TVs zu integrieren.
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