Beobachtetes Signal · 7. Juli 2026 · Restructuring · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
Konflikt bei St‑Paul Médiaseskaliert wegen geplanter Stellenstreichungen
Bei der Freiburger Mediengruppe St‑Paul/Paulus haben sich die Spannungen verschärft, da das Management trotz anhaltender Mitarbeiterproteste auf dem Abbau von 13,5 Vollzeitstellen beharrt. Etwa 15 Beschäftigten droht zum Jahresende die Entlassung. Gewerkschaften und Belegschaft werfen der Unternehmensführung vor, alternative Vorschläge in jüngsten Gesprächen ignoriert zu haben, und fordern Neuverhandlungen unter Einbeziehung des Verwaltungsrats. Die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum kritisierten zudem, dass die vorgebrachten Rentabilitätsargumente des Verlags unzureichend belegt seien. Zur Paulus-Gruppe gehören bekannte Publikationen wie La Liberté, La Gruyère und La Broye Hebdo, die ab 2027 in einer gemeinsamen Redaktion an den Standorten Freiburg, Bulle und Payerne VD zusammengelegt werden sollen. Das Management begründet die tiefgreifenden Restrukturierungsmaßnahmen mit drastisch rückläufigen Umsätzen.
Restrukturierung im Regionalverlagswesen mit begrenzten direkten Auswirkungen auf das breitere AdTech- und MarTech-Ökosystem; es handelt sich primär um eine lokale Veränderung der Medienproduktion und des Arbeitsmarktes.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Management plant den Abbau von 13,5 Vollzeitstellen bei der Freiburger Paulus-Mediengruppe.
- Etwa 15 Mitarbeitern droht zum Jahresende die potentielle Kündigung.
- Mitarbeiter werfen der Führung vor, Gegenvorschläge ignoriert zu haben, und fordern Neuverhandlungen mit dem Verwaltungsrat.
- Die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum kritisieren die mangelnde Begründung für die Entlassungen.
- Ab 2027 sollen die Titel La Liberté, La Gruyère und La Broye Hebdo in einer gemeinsamen Zentralredaktion zusammengeführt werden.
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1 verknüpfte Unternehmen“The newspaper La Liberté will be printed at Tamedia in Bern; the printing time is being moved earlier because Tamedia is closing printing ce...”
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St-Paul-Médias-Mitarbeiter protestieren gegen geplante Entlassungen
Am 2. Juli 2026 demonstrierten Mitarbeiter, Unterstützer und Gewerkschaften vor dem Hauptsitz von St-Paul Médias in Fribourg gegen den Ende April angekündigten Abbau von 18 Stellen. An der Kundgebung nahmen rund 80 bis 100 Personen teil. Die Verlagsgruppe gibt regionale Titel wie die Freiburger Tageszeitung La Liberté heraus; Beschäftigte und ihre Vertreter warnen, dass die Kürzungen die Qualität und das Fortbestehen mehrerer Publikationen gefährden. Ein Konsultationsverfahren für Massenentlassungen läuft bereits seit dem 18. Juni. Die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum erklärten, dass die Personalvertretung die Unternehmensstrategie mit datenbasierten Argumenten ablehnt. Julie Rudaz, Präsidentin der Redaktionskommission, hob die starke interne Mobilisierung hervor und äußerte die Hoffnung, dass die Argumente der Belegschaft Gewicht behalten.
Saint-Paul Médias streicht weniger Stellen als ursprünglich geplant
Saint-Paul Médias, der Verlag von Schweizer Regionalzeitungen wie La Liberté, reduziert nach einem Konsultationsverfahren seine Belegschaft um 13,5 Vollzeitäquivalente statt der ursprünglich geplanten 18. Die Kürzungen umfassen zehn Vollzeitstellen in der Redaktion und 3,5 im Marketing, was insgesamt 15 Entlassungen zur Folge hat. Die Mehrheit der Kündigungen wird per 31.12.2026 wirksam. Ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeitenden wird nach dem Sommer mit der Personalvertretung und den Gewerkschaften verhandelt. Das Unternehmen bezeichnete den Schritt als schmerzhaft, aber notwendig, um das langfristige Überleben des Verlags und die Qualität der regionalen Berichterstattung zu sichern.
Ringier Medien Schweiz streicht 14 Stellen in der Romandie
Ringier Medien Schweiz (RMS) baut am Standort Lausanne 14 Arbeitsplätze ab, darunter sechs Redaktionspositionen, da die Betriebskosten und Erträge aus dem Gleichgewicht geraten sind. Während digitale Angebote positiv wachsen, stehen Print- und Werbeumsätze stark unter Druck. Künftig will das Medienhaus die Zusammenarbeit zwischen den französisch- und deutschsprachigen Redaktionen intensivieren und Technologien gemeinsam nutzen. Die Gewerkschaften Syndicom und Impressum fordern einen sofortigen Entlassungsstopp sowie ein ordentliches Konsultationsverfahren. Ringier lehnt dies jedoch ab und verweist darauf, dass die gesetzlichen Schwellenwerte hierfür nicht erreicht sind. Zudem verlässt Thierry Vial, Chefredakteur des PME-Magazins, das Unternehmen nach langjähriger Führung; seine Nachfolge soll zeitnah bekannt gegeben werden.
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