Beobachtetes Signal · 16. Sept. 2020 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Spotify wirft Apple im Streit um Apple One Kartellverstöße vor
Spotify wirft Apple wettbewerbswidriges Verhalten im Zusammenhang mit der Einführung des Apple One Bundles vor. Das Bündel kombiniert Dienste wie Apple Music, Apple TV Plus, Apple Arcade, Apple News Plus und iCloud, um die Anmeldung zu vereinfachen und Preisvorteile zu bieten. Während Spotify und Apple zuvor jeweils 10 US-Dollar pro Monat für Musikdienste verlangten, würde Apple Music im Paket mit Videodiensten rechnerisch 15 US-Dollar kosten, was konkurrierende Streaming-Anbieter benachteiligen könnte. Spotify fordert die Wettbewerbsbehörden zum dringenden Handeln auf, um irreparable Schäden für Entwickler und Nutzer abzuwenden. Apple entgegnet, dass Kunden Alternativen nutzen können und das Bundle echten Mehrwert biete. Ob der Streit zu einem formellen Kartellverfahren führt, ist derzeit noch unklar und es wurde kein konkretes Ergebnis verkündet.
Kartellrechtliche Relevanz: Apples Bündelungsstrategie wirft im Ökosystem der digitalen Dienste wettbewerbsrechtliche Fragen auf und dürfte verstärkt die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden nach sich ziehen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Apple führt das Apple One Bundle ein, um die Nutzung von Diensten wie Music, TV+, Arcade, News+ und iCloud zu vereinfachen.
- Im Bundle mit Videodiensten wird Apple Music preislich so kalkuliert, dass es den Wettbewerb für reine Musik-Streaming-Anbieter erschwert.
- Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor und fordert sofortiges Einschreiten der Kartellbehörden.
- Apple weist die Vorwürfe zurück und betont den Kundennutzen sowie die Verfügbarkeit von Alternativen im Markt.
- Bisher wurden keine definitiven rechtlichen Schritte oder behördlichen Entscheidungen offiziell bekannt gegeben.
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2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
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TSMC-Umsatz steigt um 51 % auf Rekordhoch, Aktie fällt
TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.
Musiker wegen KI-Streamingbetrugs verurteilt
Ein 54-jähriger Musiker in den USA wurde zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen groß angelegten Streaming-Betrug orchestriert hatte. Mit bis zu 10.000 Bots, Tausenden von Fake-Accounts und Tausenden von KI-generierten Songs manipulierte er zwischen 2017 und 2024 Streaming-Plattformen wie Apple Music, Amazon Music und YouTube. Die betrügerischen Streams generierten Millionen an Tantiemen. Zeitweise erreichten seine Songs im April 80,9 Millionen Streams und übertrafen damit Taylor Swift (9,3 Millionen). Das Gericht ordnete außerdem die Rückzahlung von über 8 Millionen Dollar an. Seine Verteidigung argumentierte, dass keine Musiker direkt geschädigt wurden, aber die Staatsanwaltschaft konterte, dass echte Künstler und Fans um Tantiemen gebracht wurden.
Apples Safari-Blockliste treibt Publisher zum Trusted Server
Mit dem neuesten Software-Update blockiert Apple Unternehmen, die Nutzer im Safari-Browser für gezielte Werbung verfolgen. Publisher reagieren nun dringend auf den Trusted Server des IAB Tech Lab, der die Werbeauktionen vom Gerät des Nutzers auf Server des Publishers verlagert und so die Blockliste umgeht. Publisher wie Paradium haben die Lösung bereits übernommen, andere prüfen ihre Optionen. Dies unterstreicht Apples wachsende Kontrolle über die digitale Werbung und wirft Fragen zur Marktmacht und zu den Auswirkungen auf die Publisher-Einnahmen auf. Da Apple sein eigenes Werbegeschäft ausbaut, verdeutlicht die Blockliste die veränderten Machtverhältnisse im Ad-Tech-Ökosystem.
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