Beobachtetes Signal · 20. Apr. 2026 · Panel Discussion · Quelle: Adweek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Social-Media-Erfolg verlagert sich von Followern zu Views
Ein von Adweek und Dash Social im Rahmen der Social Media Week veranstaltetes Panel verdeutlicht, dass klassische Follower-Zahlen an Bedeutung verlieren, da moderne Algorithmen Inhalte zunehmend an Nicht-Follower ausspielen. Ryan Sasaki, Chief Product Officer von Dash Social, verwies auf eine verstärkte Entdeckung über Feeds wie TikToks For You Page sowie auf eine Verdopplung der Views durch Nicht-Follower auf Instagram. Addie Hearn und Coleen O’Hara von der Marke Free People betonten, dass Views und Shares sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Organic- und Paid-Teams inzwischen im Mittelpunkt der Performance-Messung stehen. Zur ganzheitlichen Erfassung des Social-Footprint über Earned- und Paid-Aktivitäten hinweg stellte Dash Social die neue Kennzahl Total Social Impact (TSI) vor. Dieser Paradigmenwechsel erfordert von Unternehmen eine Anpassung ihrer Measurement-Frameworks hin zu reichweiten- und engagementbasierten KPIs sowie eine stärkere abteilungsübergreifende Integration.
Die Verlagerung von Follower-Zahlen hin zu Views, Shares und ganzheitlichen Metriken wie TSI verändert die Messframeworks und Teamstrukturen von Marken, stellt jedoch keine fundamentale Plattformänderung oder Disruption dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Dash Social veranstaltete gemeinsam mit Adweek ein Panel über die Evolution von Social-Media-Metriken auf der Social Media Week.
- Ryan Sasaki (CPO bei Dash Social) erklärte, dass Follower-Zahlen an Relevanz verlieren und die Content-Entdeckung durch Nicht-Follower zunimmt.
- Dash Social hat die neue Metrik Total Social Impact (TSI) eingeführt, um den Social Footprint über Earned- und Paid-Medien hinweg ganzheitlich zu bewerten.
- Das Social-Media-Wachstum von Free People basiert maßgeblich auf der engen Kollaboration zwischen den Organic- und Paid-Teams.
- Free People priorisiert Views und Shares als primäre KPIs anstelle von Likes oder der reinen Follower-Anzahl.
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Welche Social KPIs im Paid Social Marketing wirklich zählen
Ein Horizont-Feature (State of Social, Teil 6) von Juliane Paperlein vom 22.06.2026 beleuchtet, welche KPIs Werbetreibende und Agenturen auf Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok priorisieren sollten. Der Beitrag verdeutlicht, dass traditionelle Vanity-Metriken wie Follower-Zahlen, Views und Likes an Bedeutung verlieren, da Kunden fundiertere Nachweise zur Werbewirkung einfordern. Die Analyse verzeichnet einen Wandel hin zu härteren Engagement-Maßstäben, insbesondere der Verweildauer mit Content. Zudem wird betont, dass Marken ihre Social-Media-Investitionen besser rechtfertigen müssen. Damit positionieren sich präzise Messbarkeit und nachweisbarer Impact als zentrale Anforderungen für moderne Paid-Social-Strategien.
Ambition, Entlassung und Risiko bei Changemakers
Auf der Changemakers-Konferenz der Marketing Society ging es um Karriere-Resilienz, Ambition und Scheitern. Laura Brown, ehemalige Chefredakteurin der InStyle, sprach über ihre Entlassung und die Bedeutung persönlicher Eigenständigkeit gegenüber Jobtiteln. Sofia Hernandez, Ex-TikTok-Führungskraft, erzählte von ihrem Ausstieg aus gesundheitlichen Gründen und dem schnellen Verlust von Status. Wendy Kula, jetzt CMO bei Saucony, nahm sich nach einer Umstrukturierung bei Nike ein Jahr Auszeit gegen Burnout. Maryam Banikarim, frühere Hyatt-CMO, zog sich mit 50 zurück, um Prioritäten zu setzen. Sam Tomlinson, CEO von MediaSense, plädierte für eine 'Learn-fast'-Kultur und kritisierte übertriebenes Risikomanagement. Im Fokus stand die Neudefinition von Erfolg jenseits von großen Titeln.
OK Futures KI-‚Druckkochtopf‘-Kampagne für Goodwipes
Der frühere CEO von MullenLowe U.S., Frank Cartagena, gründete die Kreativagentur OK Future, um das Potenzial generativer KI für eine kleine Agentur zu testen. Ihr erstes Projekt, eine Parodie auf OpenAIs Astra-Werbespot für die Körperpflegemarke Goodwipes, wurde in vier Tagen mit KI-Tools wie ArtCraft, Seedance und OpenAIs Astra-Modell produziert und reduzierte die geplanten Produktionskosten von 700.000 US-Dollar drastisch. Die Kampagne 'Meet Asstra' erzielte über 1,5 Millionen Aufrufe auf Reddit. Cartagena bezeichnete das Tempo jedoch als 'nicht nachhaltig' und als 'Druckkochtopf'; das Team arbeitete rund um die Uhr und drohte sogar mit Kündigung. Goodwipes‘ SVP of Marketing, Meredith Diehn, betonte das Vertrauen in Cartagena und den Wert, mit KI zu experimentieren. Der Artikel unterstreicht den wachsenden Einsatz von KI in der Kreativproduktion: 73 % der Vermarkter nutzen GenAI für visuelle Inhalte, und Gartner prognostiziert, dass die Ausgaben für KI-Software bis 2029 auf 981 Milliarden US-Dollar steigen werden.
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