Beobachtetes Signal · 5. Feb. 2021 · Earnings Report · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Snapchat-Aktie fällt nach starkem vierten Quartal trotz starker Nutzerzahlen
Snapchat verzeichnete im vierten Quartal einen starken Jahresschlussspurt und gewann im Quartal 16 Millionen täglich aktive Nutzer hinzu, womit die täglich aktiven Nutzer im Jahresvergleich um 47 Millionen stiegen. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 911,3 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von rund 857 Millionen US-Dollar. Trotz des Umsatzwachstums blieb Snap Inc. im vierten Quartal 2020 mit einem Nettoverlust von 113 Millionen US-Dollar unprofitabel, wenngleich sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent verringerte. Für das laufende Quartal stellte CEO Evan Spiegel Verluste zwischen 50 und 70 Millionen US-Dollar in Aussicht, unter Berücksichtigung von Abschreibungen, Steuern und Zinsen. Der vorsichtige Ausblick dürfte den Gegenwind durch Apples Datenschutzänderungen widerspiegeln, die die Effektivität der Ads von Snapchat beeinträchtigen könnten. Die Aktie gab nach der Veröffentlichung im nachbörslichen Handel um rund 10 Prozent nach.
Der Quartalsbericht verdeutlicht die Diskrepanz zwischen starkem operativen Wachstum und anhaltender Profitabilität, belastet durch makroökonomische und plattformspezifische Unsicherheiten wie Apples Datenschutzänderungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Snapchat verzeichnete im Q4 2020 16 Millionen neue täglich aktive Nutzer; DAU stieg im Jahresvergleich um 47 Millionen
- Q4-Umsatz erreichte 911,3 Millionen US-Dollar, ein Plus von 62 % im Jahresvergleich (Analystenschätzung: ~857 Millionen)
- Nettoverlust im Q4 lag bei 113 Millionen US-Dollar, was einer Verringerung um 53 % im Jahresvergleich entspricht
- CEO Evan Spiegel prognostizierte für Q1 2021 Verluste von 50 bis 70 Millionen US-Dollar
- Aktie fiel im nachbörslichen Handel um etwa 10 Prozent
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TSMC-Umsatz steigt um 51 % auf Rekordhoch, Aktie fällt
TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.
Musiker wegen KI-Streamingbetrugs verurteilt
Ein 54-jähriger Musiker in den USA wurde zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen groß angelegten Streaming-Betrug orchestriert hatte. Mit bis zu 10.000 Bots, Tausenden von Fake-Accounts und Tausenden von KI-generierten Songs manipulierte er zwischen 2017 und 2024 Streaming-Plattformen wie Apple Music, Amazon Music und YouTube. Die betrügerischen Streams generierten Millionen an Tantiemen. Zeitweise erreichten seine Songs im April 80,9 Millionen Streams und übertrafen damit Taylor Swift (9,3 Millionen). Das Gericht ordnete außerdem die Rückzahlung von über 8 Millionen Dollar an. Seine Verteidigung argumentierte, dass keine Musiker direkt geschädigt wurden, aber die Staatsanwaltschaft konterte, dass echte Künstler und Fans um Tantiemen gebracht wurden.
Apples Safari-Blockliste treibt Publisher zum Trusted Server
Mit dem neuesten Software-Update blockiert Apple Unternehmen, die Nutzer im Safari-Browser für gezielte Werbung verfolgen. Publisher reagieren nun dringend auf den Trusted Server des IAB Tech Lab, der die Werbeauktionen vom Gerät des Nutzers auf Server des Publishers verlagert und so die Blockliste umgeht. Publisher wie Paradium haben die Lösung bereits übernommen, andere prüfen ihre Optionen. Dies unterstreicht Apples wachsende Kontrolle über die digitale Werbung und wirft Fragen zur Marktmacht und zu den Auswirkungen auf die Publisher-Einnahmen auf. Da Apple sein eigenes Werbegeschäft ausbaut, verdeutlicht die Blockliste die veränderten Machtverhältnisse im Ad-Tech-Ökosystem.
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