Beobachtetes Signal · 7. Sept. 2023 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Snapchat implementiert neue Sicherheitsvorkehrungen und Jugendschutzfunktionen
Snapchat führt umfassende Schutzmaßnahmen für Nutzer im Alter von 13 bis 17 Jahren ein, um unerwünschte Interaktionen einzuschränken, die Exposition gegenüber unangemessenen Inhalten zu reduzieren und das Bewusstsein für Online-Risiken zu schärfen. Zu den wichtigsten Änderungen gehören Pop-up-Warnungen bei Kontaktaufnahmen durch Personen ohne gemeinsame Kontakte sowie strengere Kriterien für die Sichtbarkeit minderjähriger Accounts über die Suchfunktion. Zudem etabliert die Plattform ein sogenanntes Strike-System zur Entfernung regelwidriger Inhalte und zur Sperrung von Wiederholungstätern, wobei bei schwerwiegendem Missbrauch Behörden eingeschaltet werden. In-App-Ressourcen informieren junge Nutzer über Betrugsmaschen wie Catfishing und verweisen auf Hilfsangebote. In der EU ermöglicht der Digital Services Act zudem eine verbesserte Werbekontrolle sowie nicht-personalisierte Inhalte in Discover und Spotlight. Diese Aktualisierungen spiegeln das Feedback von Kinderschutzorganisationen sowie regulatorische Anforderungen wider.
Technische Implementierung von Sicherheitsfunktionen durch eine relevante Plattform im direkten Kontext europäischer Regulierungsanforderungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Snapchat führt neue Schutzmaßnahmen für Nutzer im Alter von 13 bis 17 Jahren ein.
- Pop-up-Warnungen erscheinen bei Kontaktaufnahmen ohne gemeinsame Kontakte.
- Erhöhte Anforderungen an gemeinsame Freunde schränken die Sichtbarkeit von Minderjährigen in der Suche ein.
- Ein neues Strike-System entfernt unangemessene Inhalte und kann Wiederholungstäter sperren.
- In-App-Aufklärung zu Online-Risiken sowie Hilfsangebote und Elternressourcen unter parents.snapchat.com.
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Snapchat beschränkt Spotlight-Sharing für Nutzer unter 16 Jahren
Snapchat hat neue Inhaltskontrollen angekündigt, um das Doxxing-Risiko zu minimieren und den Engagement-Druck für Minderjährige zu verringern. Nutzer im Alter von 13 bis 15 Jahren können Spotlight-Posts künftig nur noch mit Personen teilen, denen sie gegenseitig folgen, und erhalten ein separates Profil für Stories und Spotlight-Inhalte. Zudem werden Engagement-Metriken wie Favoriten-Zahlen bei Inhalten unter 16-jähriger Nutzer ausgeblendet. Für 16- bis 18-Jährige bleibt eine breitere Freigabe möglich, allerdings ist die Sichtbarkeit auf Freunde, Follower und gegenseitige Kontakte beschränkt. Das Unternehmen verbietet Fremden bereits Freundschaftsanfragen und Nachrichten an Teenager, warnt bei Chats mit Unbekannten und bietet Eltern über das Family Center Einblick in die App-Nutzungszeit. Diese Anpassungen folgen branchenweiten Verschärfungen für Jugendkonten und einem Vergleich in einer Social-Media-Suchtklage Anfang 2026.
WhatsApp führt elterlich verwaltete Konten für Kinder ein
WhatsApp rollt von Eltern verwaltete Konten für zehn- bis zwölfjährige Kinder aus, die Erziehungsberechtigten die Einrichtung und Überwachung der App-Nutzung ermöglichen. Eine Identitäts- und Altersverifikation erfolgt per Selfie, während eine Eltern-PIN die laufende Kontrolle sichert. Eltern legen fest, welche Kontakte und Gruppen erreichbar sind, passen Nachrichteneinstellungen an und erhalten Warnungen bei neuen Kontaktanfragen; auch selbstlöschende Nachrichten lassen sich aktivieren. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt vollständig erhalten, und mit Erreichen des 13. Lebensjahres ist ein Übergang zum Standardkonto möglich. Parallel dazu führt WhatsApp weltweit Werbung im Updates-Tab ein und stellt eine eigene FAQ-Seite zur Familiensicherheit bereit. Diese Produktänderung erfolgt vor dem Hintergrund intensiver Debatten über den Zugang von Minderjährigen zu Social Media und den Schutz der Privatsphäre.
Snap-Manager: Viel KI-generierter Inhalt ist einfach Müll
In einem Interview auf der DMEXCO 2026 äußerte sich Jan Müller, Senior Sales Manager für die größten Kunden in der DACH-Region bei Snap, zur Haltung der Plattform gegenüber KI-generierten Inhalten. Snap empfiehlt keine vollständig KI-generierten Videos mehr im Spotlight-Feed von Snapchat, um dem sogenannten 'AI Slop' entgegenzuwirken. Müller räumte ein, dass einige KI-generierte Inhalte gut seien, ein Großteil jedoch minderwertig. Er betonte zudem die Bedeutung von Authentizität und den Mix aus Marken- und Performance-Werbetreibenden auf der Plattform.
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