Beobachtetes Signal · 4. Juni 2020 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Snap entfernt Donald Trumps Account aus dem Snapchat Discover Feed
Snap Inc. hat das Konto von Donald Trump aus dem Discover Feed von Snapchat entfernt und damit die organische Reichweite des Präsidenten auf der Plattform stark eingeschränkt, ohne das Profil komplett zu suspendieren. Snap begründete diesen Schritt damit, dass man keine Inhalte bewerben werde, die rassistische Gewalt und Ungerechtigkeit schüren. Trumps Discover-Profil verzeichnete rund 1,5 Millionen Follower, wobei ein beträchtlicher Teil dieses Wachstums laut Medienberichten auf Discover-Promotionen zurückzuführen war. Dieser Schritt folgte auf einen umstrittenen Facebook-Post von Trump und reiht sich in restriktivere Maßnahmen anderer Plattformen ein. Trumps Wahlkampfmanager Brad Parscale warf Snap daraufhin vor, die US-Wahlen 2020 manipulieren zu wollen, indem Joe Biden gefördert und Trump unterdrückt werde. Die Maßnahme verdeutlicht die wachsende Verantwortung von Plattformbetreibern im Umgang mit politischen Inhalten im Ökosystem.
Mittlerer Einfluss auf die Moderation politischer Inhalte und die Content-Strategie von Plattformen im digitalen Ökosystem.
Marktsignale zu Snap in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Snap hat Donald Trumps Account aus dem Snapchat Discover Feed entfernt, wodurch die Amplification auf Discover stark reduziert wurde.
- Snap erklärte, man werde keine Stimmen verstärken, die rassistische Gewalt und Ungerechtigkeit schüren.
- Das Discover-Profil des Präsidenten hatte schätzungsweise 1,5 Millionen Follower.
- Der Schritt folgte auf einen umstrittenen Facebook-Post von Trump, der dort weiterhin abrufbar blieb.
- Brad Parscale warf Snap vor, durch die Bevorzugung von Joe Biden die Wahlen 2020 manipulieren zu wollen.
- Bloomberg berichtete, dass ein großer Teil von Trumps Followerschaft ursprünglich über Discover-Promotions generiert wurde.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Windows 11: Bessere Suche, Copilot mit Dateizugriff
Microsoft kündigte zwei kommende Updates für Windows 11 an: eine verbesserte Suche und erweiterte Copilot-Funktionen. Mit der neuen Suche lassen sich Einstellungen wie der Dark Mode direkt anpassen, Screenshots erstellen und die Lautstärke per Slider ändern. Künftig sollen sogar Nachrichten verfasst und an Kontakte gesendet werden können. Copilots 'Hybrid Intelligence'-Funktion, die bei einem Microsoft-Event vorgestellt wurde, ermöglicht der KI den Zugriff auf lokale Dateien und Aktionen im gesamten Betriebssystem, etwa das Finden, Umbenennen, Packen und Anhängen von Dokumenten an E-Mails. Jacob Andreou, EVP von Copilot, demonstrierte dies anhand eines Steuerbeispiels. Der Rollout erfolgt schrittweise und erfordert die Zustimmung der Nutzer. Das Such-Upgrade soll noch dieses Jahr erscheinen, ein genaues Datum nannte Microsoft nicht.
Verlage nutzen Registrierungswände gegen KI-Verkehrsrückgang
Da der Referral-Traffic aus Suchmaschinen, insbesondere durch KI-Übersichten, zurückgeht, setzen Verlage zunehmend auf Registrierungswände, um anonyme Besucher in bekannte Nutzer zu verwandeln. Diese Strategie zielt darauf ab, Engagement zu vertiefen, First-Party-Daten für besseres Ad-Targeting zu sammeln und möglicherweise die programmatischen Werberaten zu erhöhen. The Verge plant, eine harte Registrierungswand bei einer Nutzergruppe zu testen. Verlage berichten, dass registrierte Nutzer bis zu achtmal höhere Werberaten erzielen können. Einige Verlage stellen jedoch fest, dass Registrierungswände nicht immer zu Abonnements führen, und für viele ist der Umsatz aus Abonnements nicht ausreichend, um Traffic-Verluste auszugleichen. Der Trend spiegelt eine breitere Verschiebung hin zu First-Party-Daten und bekannten Zielgruppen als Reaktion auf KI-bedingte Veränderungen bei Suche und Referral-Traffic wider.
Snap-Manager: Viel KI-generierter Inhalt ist einfach Müll
In einem Interview auf der DMEXCO 2026 äußerte sich Jan Müller, Senior Sales Manager für die größten Kunden in der DACH-Region bei Snap, zur Haltung der Plattform gegenüber KI-generierten Inhalten. Snap empfiehlt keine vollständig KI-generierten Videos mehr im Spotlight-Feed von Snapchat, um dem sogenannten 'AI Slop' entgegenzuwirken. Müller räumte ein, dass einige KI-generierte Inhalte gut seien, ein Großteil jedoch minderwertig. Er betonte zudem die Bedeutung von Authentizität und den Mix aus Marken- und Performance-Werbetreibenden auf der Plattform.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
