Beobachtetes Signal · 29. Okt. 2026 · Research Report · Quelle: Lebensmittelzeitung · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Kompetenzlücken belasten Belegschaft, KI-Einführung gefährdet
Der neue Workforce Readiness Report von Skillsoft zeigt, dass Unternehmen Kompetenzlücken bei ihren Mitarbeitern erkennen, aber dennoch Aufgaben zuweisen, die deren Fähigkeiten übersteigen. Dies führt zu fehlgeschlagenen KI-Implementierungen und Problemen bei der Qualitätssicherung. Weltweit geben 38% der Manager an, mehr Zeit mit der Überprüfung von KI-generierten Arbeitsergebnissen zu verbringen. In Deutschland sind nur etwa die Hälfte der Führungskräfte zuversichtlich, diese Lücken schließen zu können, verglichen mit 62% weltweit. Unter den Mitarbeitern teilen nur 29% in Deutschland (gegenüber 35% weltweit) diese Zuversicht. Beschäftigte warten oft bis zu einem Jahr auf Fortbildungen, und 10% erhalten gar keine Unterstützung. Der Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit gezielter Weiterbildungsmaßnahmen für eine erfolgreiche digitale Transformation.
Der Skillsoft-Bericht zeigt erhebliche Kompetenzlücken in der Belegschaft, insbesondere im Bereich KI, was ein Risiko für die digitale Transformation und die KI-Einführung in der gesamten Branche darstellt. Dies ist für AdTech/MarTech relevant, da diese Sektoren zunehmend auf KI angewiesen sind und qualifizierte Arbeitskräfte für die Umsetzung entscheidend sind.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Workforce Readiness Report von Skillsoft zeigt, dass Unternehmen Aufgaben vergeben, die die Fähigkeiten der Mitarbeiter übersteigen.
- 38% der Manager weltweit verbringen mehr Zeit mit der Überprüfung von KI-generierten Arbeitsergebnissen.
- 62% der Führungskräfte weltweit sind zuversichtlich, Kompetenzlücken zu schließen, in Deutschland nur etwa 50%.
- 35% der Mitarbeiter weltweit (29% in Deutschland) sind zuversichtlich, dass ihr Unternehmen diese Lücken schließen kann.
- Mitarbeiter warten oft bis zu einem Jahr auf Fortbildungen; 10% erhalten keine Unterstützung.
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1 verknüpfte Unternehmen“Der Artikel diskutiert den Workforce Readiness Report des US-Lernplattformanbieters Skillsoft.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Deutschland lässt enormes KI-Potenzial am Arbeitsplatz liegen
Laut der globalen Indeed- und YouGov-Workforce-Insights-Studie mit rund 80.000 Befragten hinkt Deutschland bei der beruflichen Anwendung von KI hinterher, obwohl die private Nutzung hoch ist. In Deutschland nutzen 59 Prozent KI privat und übertreffen damit den globalen Durchschnitt von 52 Prozent sowie die USA (53 Prozent) und UK (45 Prozent). Im Job verwenden jedoch nur 46 Prozent KI, was eine Lücke von 13 Prozentpunkten zur privaten Nutzung aufreißt (globaler Schnitt: 8 Punkte). Rund 34 Prozent beklagen eine unzureichende Implementierung oder mangelnde Unterstützung im Unternehmen. Dabei birgt der Einsatz messbare Potenziale: Regelmäßige deutsche KI-Anwender sparen wöchentlich etwa 1,7 Stunden (rund 90 Stunden jährlich). Zudem berichten 72 Prozent von stärker automatisierten Workflows und 63 Prozent von Fortschritten bei Innovation und Problemlösung. Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an Infrastruktur, Schulungen und strategischer Ausrichtung.
Geringe KI-Budgets bremsen Deutschlands digitale Transformation
Eine von AWS beauftragte Strand-Partners-Studie zeigt, dass 63 % der deutschen Unternehmen zwar KI nutzen, aber nur 15 % sie flächendeckend für neue Produkte, Geschäftsmodelle oder Workflows einsetzen. Damit sinkt der Wert im Jahresvergleich von 21 % und liegt unter dem europäischen Durchschnitt von 22 %. Die Mehrheit beschränkt sich auf Basis-Anwendungen wie Chatbots statt auf fortschrittliche Agentic AI. Nur 22 % kennen Agentic AI vorab, wobei 57 % nach einer Erklärung einen Test in Betracht ziehen. Anwender verzeichnen signifikante Effekte wie Produktivitätsgewinne bei 92 % und Umsatzsteigerungen bei 48 %. Hauptbarrieren sind fehlende KI- und Digitalkompetenzen (49 %), fehlende Budgets (39 %) sowie hohe Compliance-Kosten, die rund 44 % der Tech-Ausgaben verschlingen. Die Studie warnt vor dem Verlust von Wachstum und Start-ups, sofern Rahmenbedingungen und Kapital nicht optimiert werden.
EY-Umfrage: Jeder zweite CEO sieht KI-Kompetenzlücke
Laut der EY-Parthenon CEO Outlook Umfrage befürchten 53 Prozent der deutschen CEOs, dass ihre Unternehmen nicht schnell genug KI-Kompetenzen aufbauen – die höchste uneingeschränkte Zustimmung (21 Prozent) unter den untersuchten Ländern. Global nennen 44 Prozent der CEOs die unsichere Konjunktur als größte Sorge, gefolgt von Cyberrisiken (40 Prozent) und technologischem Wandel inklusive KI (34 Prozent). Deutsche CEOs setzen stärker auf Prozessoptimierung (62 Prozent) als auf KI-Anwendungen (48 Prozent) für Produktivität. 24 Prozent der deutschen Unternehmen können ihre KI-Kosten und den ROI nicht zuverlässig bewerten, nur 18 Prozent haben eine Echtzeit-Kostenübersicht. Im Durchschnitt geben deutsche Unternehmen 0,9 Prozent ihres Umsatzes für KI aus, 88 Prozent erwarten steigende Ausgaben für generative KI. EY empfiehlt, die finanzielle Verantwortung stärker mit dem wirtschaftlichen Nutzen zu verknüpfen.
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