Beobachtetes Signal · 22. Juni 2026 · Interview · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Samsung CMO: Emotionale Intelligenz wird das Marketing definieren
Benjamin Braun, Europe CMO von Samsung, betonte auf dem Cannes Lions Festival 2026 gegenüber The Drum, dass emotionale Intelligenz (EI) angesichts allgegenwärtiger künstlicher Intelligenz zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Marketing wird. CMOs sollten menschliches Urteilsvermögen einsetzen, um KI-generierte Insights nutzbar zu machen, die kreative Qualität zu schützen und minderwertige generative Ergebnisse, sogenannte „AI slop“, zu vermeiden. Er verwies auf Samsung Studio AI, eine interne Kreativeinheit, die KI-Tools mit erfahrener kreativer Führung verbindet, und forderte Agenturen auf, durch KI effizienter zu werden. Zudem appellierte Braun an Marketingverantwortliche, den geschäftlichen Wert durch Ökonometrie und präzise Messungen nachzuweisen, während KI automatisierbare Routineaufgaben übernimmt, damit sich Teams auf wertschöpfende, emotional getriebene Arbeit konzentrieren können.
Die Einschätzung eines führenden Samsung-Marketers zum Verhältnis von KI und emotionaler Intelligenz ist ein wichtiger Impuls für Marken- und Kreativstrategien, stellt jedoch ein Meinungsstatement dar und keine neue Plattformrichtlinie oder technische Produktveröffentlichung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Benjamin Braun is Samsung’s Europe Chief Marketing Officer and spoke with The Drum at Cannes Lions 2026.
- Braun said emotional intelligence (EI) will become the competitive advantage as AI becomes a universal capability.
- Samsung has an in‑house creative operation called Studio AI that combines AI tools with experienced creative leadership.
- Braun warned against low-quality generative outputs, calling them “AI slop,” and said such work can harm brands.
- Braun said marketers must use econometrics and measurement to demonstrate commercial value and gain CEO/CFO trust.
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Samsung Makes AI Central to Brand Story
Samsung is shifting its marketing approach to present AI as part of its brand identity rather than merely a product feature. Allison Stransky, Samsung’s US Chief Marketing Officer, told Axios that Samsung is framing AI around how it improves people’s daily lives and embedding that narrative across campaigns and product lines. The change mirrors a broader industry move away from technical descriptions toward use‑case and experience‑driven messaging. The article notes AI’s growing operational role in marketing—shaping content, targeting, creative variations, and real‑time campaign adjustments—and cites McKinsey research showing widespread organisational adoption of AI and significant consumer use of AI-powered search tools. Marketers face implications for faster campaign cycles, content proliferation, discovery, and the need for consistent, relatable messaging when AI informs brand positioning.
Marken müssen kreative Infrastruktur für den Einsatz von KI aufbauen
Auf einem gemeinsam mit Empathy Lab veranstalteten Panel im Rahmen des ADWEEK House beim Cannes Lions Festival betonten Marketing-Führungspersönlichkeiten, dass Marken eine vernetzte kreative Infrastruktur etablieren müssen. Durch die Verknüpfung von Kreativteams, Entwicklern, Daten und KI sollen sie mit der kulturellen Dynamik Schritt halten und generische KI-Ergebnisse vermeiden. Sprecher wie Roland Butler von Zalando und Ben Hall von Empathy Lab hoben hervor, dass der Wettbewerbsvorteil weniger aus zusätzlichen Tools als vielmehr aus Systemdenken, menschlicher Empathie am Anfang des Prozesses und redaktioneller Governance resultiert. Zalando präsentierte einen Anwendungsfall, bei dem Trendsignale, Produktrelevanz, Visuals und redaktionelle Prüfungen verknüpft wurden, um eine Met-Gala-Kampagne innerhalb von 24 Stunden zu veröffentlichen. Die Panelteilnehmer empfahlen, kreative Talente zu priorisieren, strategisches Urteilsvermögen in die Betriebsmodelle zu integrieren und die Geschwindigkeit der Erkenntnisgewinnung anstelle des reinen Volumens an KI-generierten Assets zu optimieren.
KI steigert den Wert menschlicher Urteilskraft für künftige CMOs
Führende Marketingentscheider betonen in Interviews mit The Drum, dass generative KI zwar Produktion und Datenanalyse automatisiert, menschliche Kernkompetenzen von CMOs jedoch wichtiger werden. Bei einem Canva-Event diskutierten Zach Kitschke (CMO Canva), Tracy Abraham (The Times), Berit Block (Constant Contact), Jeff Leo Herrmann (Kantar) und Sabrina Rodriguez (Salesforce) über die Zukunft der Marketingführung. Sie warnten davor, KI-Adoption als Endziel zu begreifen, und plädierten für kontrolliertes Experimentieren unter menschlicher Aufsicht. Vorgestellt wurden Führungsmodelle wie Canvas „AI adoption curve“ sowie das „A-shaped CMO“-Konzept von Salesforce, das Daten, Kreativität und operative Exzellenz verbindet. Prompt Engineering, Empathie, Storytelling und kreative Urteilskraft etablieren sich als unverzichtbare Kernkompetenzen künftiger Marketing-Leader, während KI-Agenten und hybride Teams standardisierte Prozesse skalieren.
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