Beobachtetes Signal · 10. Sept. 2026 · Business Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Ringier-Einstellung von SonntagsBlick trifft 561 Presto-Mitarbeitende
Die Entscheidung von Ringier, die Publikation der SonntagsBlick-Zeitung einzustellen, betrifft 561 der insgesamt 4.390 Presto-Beschäftigten und damit mehr als jeden Achten. Die Gewerkschaft Syndicom kritisiert, dass Ringier sich nicht an einem Sozialplan für betroffene Zusteller beteiligt, während das Medienhaus jegliche finanzielle Verantwortung ablehnt. Presto, eine Tochtergesellschaft der Schweizer Post, passt die Verträge für 491 Mitarbeitende an und strebt bis zu 70 Kündigungen an. Die letzte Ausgabe des SonntagsBlick erscheint am 27. Dezember 2026, bevor der Titel ab dem 9. Januar 2027 in der Samstagsausgabe 'Blick fürs Wochenende' aufgeht. Presto und die Sozialpartner nehmen Konsultationen über einen Sozialplan auf. Parallel dazu läuft die Sonntagszustellung von NZZ am Sonntag und SonntagsZeitung unverändert weiter.
Die Einstellung einer grossen Sonntagszeitung und die gravierenden Folgen für Zustellkräfte markieren eine Zäsur für den Schweizer Medienmarkt, berühren das eigentliche Werbetechnologie-Ökosystem jedoch nur indirekt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ringier stellt die Publikation des SonntagsBlick am 27. Dezember 2026 ein und integriert ihn in die Samstagsausgabe 'Blick fürs Wochenende'.
- Von den 4.390 Beschäftigten der Post-Tochter Presto sind 561 von der Einstellung des Sonntagsblatts betroffen.
- Bis zu 70 Presto-Zustellkräfte verlieren ihren Arbeitsplatz, während 491 angepasste Verträge erhalten.
- Syndicom fordert eine finanzielle Beteiligung Ringiers am Sozialplan, was das Medienhaus jedoch strikt ablehnt.
- Presto führt Konsultationen mit den Sozialpartnern Syndicom und Transfair zu einem Sozialplan durch.
- Die Sonntagszustellung der konkurrierenden Blätter NZZ am Sonntag und SonntagsZeitung wird fortgeführt.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Ringier announced the cessation of the SonntagsBlick newspaper and merged it into the Blick fürs Wochenende....”
“Tamedia spokesperson commented on potential effects on the SonntagsZeitung....”
“NZZ analyzes the impact of the Ringier decision but continues with the NZZ am Sonntag....”
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Ringier dementiert Einstellung des SonntagsBlick und prüft operative Anpassungen
Ringier Medien Schweiz hat Berichte über ein bevorstehendes Aus des traditionsreichen SonntagsBlick dementiert. In einem internen Memo stellt das Medienhaus klar, dass der Titel ein eigenständiges redaktionelles Wochenendprodukt bleibe, während zeitgleich operative Anpassungen evaluiert werden. Intern prüft Ringier, ob die Zustellung vom Sonntag auf den Samstag verlegt und der Titel entsprechend umbenannt werden soll. Ein finaler Beschluss oder ein konkreter Zeitplan existiert laut Verlag bislang nicht. Zuvor hatten CH Media und SRF unter Berufung auf interne Dokumente über Vorstudien zu einer früheren Produktion, eine mögliche Konsolidierung mit der Blick-Samstagsausgabe sowie strikte Geheimhaltungsvereinbarungen berichtet. Das Onlinemagazin Republik meldete hingegen die Einstellung bis Ende 2026. Eine Abkehr vom Sonntagstermin für das 1969 gegründete Blatt (Auflage rund 75.000) hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Vertriebs- und Kostenallianzen mit der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag.
SonntagsBlick-Konkurrenz hält am gedruckten Sonntag fest
Ringier bereitet das nächste Kapitel für den SonntagsBlick vor, wobei Spekulationen über eine Vorverlegung der Zustellung auf Samstag die Runde machen. Die Konkurrenten Tamedia mit der SonntagsZeitung und die NZZ mit der NZZ am Sonntag bekräftigen indessen ihr Bekenntnis zum Sonntag als Publikationstag. Sie verweisen auf die ungebrochene Nachfrage der Leserschaft nach hintergründigem Journalismus am Wochenende und sehen keinen Anlass für eine Änderung des Print-Zeitplans. Ein möglicher Ausstieg des SonntagsBlick aus der Sonntagszustellung würde jedoch die Distributionskosten für die verbleibenden Titel erhöhen, da diese die Kosten für die Frühzustellung über die Presto Presse-Vertriebs AG gemeinsam tragen. Zwar verzeichnen beide Wettbewerber sinkende Leserzahlen, blicken der Zukunft der Sonntagszeitungen aber optimistisch entgegen.
Ringier ersetzt SonntagsBlick durch neue Wochenendausgabe am Samstag
Ringier hat die Einstellung der traditionsreichen Sonntagszeitung SonntagsBlick angekündigt, die seit 1969 publiziert wird. Ab dem 9. Januar 2027 wird sie durch die neue Samstagsausgabe namens 'Blick fürs Wochenende' ersetzt. Die bisherige separate Samstagsausgabe von Blick wird in diese neue, 96-seitige und zweiteilige Wochenendpublikation integriert. Dieser strategische Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiv rückläufiger Schweizer Print-Werbeumsätze, die von 1,5 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2014 auf aktuell 600 Millionen gesunken sind. Von der Umstrukturierung sind keine Stellenstreichungen geplant, und die Redaktion behält ihre aktuelle Stärke. Die letzte Ausgabe des SonntagsBlicks erscheint am 27. Dezember 2026. Das neue Format bietet zudem eine erweiterte Sportberichterstattung sowie neue Kolumnen bekannter Schweizer Persönlichkeiten.
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