Beobachtetes Signal · 8. Juli 2026 · Survey / Report · Quelle: Retail Dive · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Einzelhändler planen verstärkte Investitionen in KI und Cybersicherheit
Eine KPMG-Studie unter 250 Handelsmanagern zeigt, dass die Mehrheit der Einzelhändler in diesem Jahr ihre Budgets für KI, Cybersicherheit und Data Analytics erhöhen will. Über die Hälfte (52 %) investiert jährlich mindestens 50 Millionen US-Dollar in digitale Technologien, 28 % geben zwischen 100 und 250 Millionen US-Dollar aus. Technische Schulden werden von 48 % als Investitionshindernis genannt, jedoch bestätigen 86 %, dass Technologie-Upgrades den Unternehmenswert steigern. Bereits 42 % skalieren aktuell KI-Anwendungen, und 74 % erwarten dies innerhalb der nächsten zwölf Monate. Geplante Budgetsteigerungen betreffen Cybersicherheit (52 %), Data & Analytics (49 %) sowie KI und Automatisierung (42 %). Zudem zeigen sich jüngere Käufer offener für KI-Shopping-Tools. Experten von Sally Beauty, Lowe’s und Novi betonen die Balance zwischen KI und menschlicher Erfahrung.
Die KPMG-Studie belegt massive Technologiebudgets und geplante Aufstockungen bei KI, Cybersicherheit und Data & Analytics im Handel. Dies signalisiert eine steigende Nachfrage nach MarTech, Datenplattformen und Sicherheitslösungen, die Anbieter und Medienstrategien im Retail Media-Sektor nachhaltig beeinflussen wird.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- KPMG befragte 250 Führungskräfte aus dem Einzelhandel zu Technologieausgaben und -einführung.
- 52 % der Einzelhändler investieren jährlich 50 Millionen US-Dollar oder mehr in digitale Technologie; 28 % geben 100 bis 250 Millionen US-Dollar aus.
- 48 % der Befragten geben an, dass technische Schulden Investitionen in andere Technologien behindern.
- 42 % der Einzelhändler skalieren bereits KI-Anwendungsfälle; 74 % erwarten dies innerhalb von zwölf Monaten.
- Geplante Investitionssteigerungen konzentrieren sich auf Cybersicherheit (52 %), Data & Analytics (49 %) sowie KI und Automatisierung (42 %).
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“More than half (52%) of retailers are pouring $50 million or more into digital technology annually, according to KPMG’s recent survey of 250...”
“Nearly half (48%) of respondents said the cost of technical debt, defined by IBM as the future costs stemming from shortcuts and flawed deci...”
“At the same event, Amanda Bailey, vice president of customer marketing and loyalty at Lowe’s, described how customers’ product searches have...”
“Another survey from ICSC and McKinsey & Company released in May found that 68% of shoppers had used at least one AI tool while shopping over...”
“AI and automation, including generative AI and agentic AI, is also one of the top areas where retailers expect to increase their investment....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Einzelhändler forcieren KI-Investitionen in Lieferkette und Einkaufserlebnis
Führende US-Einzelhändler wie Gap, Dollar General, Ulta Beauty und Kohl's beschleunigen laut aktuellen Q2-Finanzberichten die Integration von KI in Supply-Chain-Prozesse, Customer Experience und interne Workflows. Gap plant für dieses Jahr Investitionsausgaben (CapEx) von 650 Millionen US-Dollar für Technologie, Filialen und Lieferketten. Ulta Beauty setzt KI für Sourcing, Bestandsoptimierung sowie AI-gestützte Search & Discovery ein und treibt seinen Einkaufsassistenten Ulta AI voran. Bei Kohl's sorgt ein KI-gestützter Shopping Assistant bereits für höhere Conversion Rates und steigende Umsätze pro Besuch. Dollar General entwickelt agentenbasierte Betriebssysteme für Unternehmensabläufe, während der Nettoumsatz um 5,2 % auf 11,3 Milliarden US-Dollar stieg. Branchenanalysten wie Bain & Company betonen, dass Retailer KI derzeit primär punktuell für konkrete Anwendungsfälle wie Such- und Einkaufsassistenten (z. B. Walmarts Sparky) implementieren, statt ganzheitliche Transformationen zu vollziehen.
Einzelhändler setzen breit auf KI, scheitern jedoch an der Skalierung
Laut einem gesponserten Fachbeitrag von Stratix Corp. setzen fast 90 Prozent der Einzelhändler bereits auf künstliche Intelligenz oder testen diese, und 87 Prozent verzeichnen positive Umsatzeffekte. Dennoch hat nur etwa ein Viertel der Unternehmen KI im großen Stil operationalisiert. Der Hauptgrund für das langsame Roll-out liegt demnach nicht in den Algorithmen selbst, sondern in der operativen Einsatzbereitschaft am sogenannten Retail Edge – also in Filialen, Kameras, Mobilgeräten, Sensoren und Netzwerken. Probleme wie mangelnde Gerätezuverlässigkeit, fragmentierte Hardware, inkonsistente Updates und Verbindungsausfälle gefährden Use Cases wie Computer Vision, Bestandsintelligenz, Verlustprävention und die Unterstützung von Mitarbeitern. Um KI-Piloten in reproduzierbare, kettenweite Vorteile zu verwandeln, empfiehlt der Artikel disziplinierte Edge-Operationen: Gerätestandardisierung, proaktives Lifecycle Management, Remote-Performance-Monitoring sowie integrierte Sicherheit und Governance.
Report: Retailer beschleunigen KI, lassen aber Kundendaten-Reife vermissen
Arktic Fox und Six Degrees Executive haben in Partnerschaft mit Amperity den Report „Inside Digital & eCommerce 2026“ veröffentlicht, basierend auf Befragungen von über 100 australischen Handels- und Markenentscheidern. Die Studie zeigt, dass Retailer ihre Investitionen in KI, Personalisierung, Omnichannel-Erlebnisse und Retail Media rasant steigern, jedoch oft der Echtzeit-Kundenkontext, integrierte Datenfundamente und die operative Agilität fehlen, um auf Kundensignale zu reagieren. Zu den wichtigsten Kennzahlen zählen, dass 89,1 % der Retailer Personalisierung als strategisch wichtig einstufen, aber nur 10 % eine ausgereifte Reife bescheinigen, und lediglich 12 % zuversichtlich sind, dass ihre Kunden- und Produktdaten-Fundamente KI-Anwendungsfälle unterstützen können. Der Report hebt die Weiterentwicklung von Identity Resolution, partieller Martech-Integration sowie die wachsende Bedeutung von CDPs, Closed-Loop-Messung und datenschutzkonformer Datenkooperation hervor, um Medieninvestitionen mit Geschäftsergebnissen zu verknüpfen.
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