Beobachtetes Signal · 28. Juli 2020 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Social-Media-Plattformen entfernen virales COVID-19-Video nach Retweets von Trump
Ein von Breitbart verbreitetes Video mit unbelegten COVID-19-Heilungsversprechen und Kritik an Masken erzielte auf Social-Media-Plattformen Millionen Aufrufe, nachdem US-Präsident Donald Trump und Donald Trump Jr. den Clip geteilt hatten. Facebook, Twitter und YouTube entfernten das Video im Anschluss wegen Verstößen gegen Richtlinien zur Bekämpfung von Fehlinformationen. Das Material zeigte angebliche Mediziner der Gruppierung America’s Frontline Doctors, die Hydroxychloroquin als angebliches Wundermittel priesen und den Empfehlungen der WHO widersprachen. Die Plattformen betonten ihre Bemühungen, autoritative Informationen zu priorisieren und Desinformation einzudämmen, sahen sich jedoch heftiger Kritik hinsichtlich ihrer Reaktionsgeschwindigkeit ausgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete die Johns Hopkins University in den USA rund 147.000 Todesfälle und über vier Millionen Infektionen. Der Vorfall löste eine intensive Debatte über die konsequente Durchsetzung von Plattformrichtlinien und die virale Verbreitung von Fake News während gesundheitlicher Krisen aus.
Aktualisierung und Stärkung der Durchsetzungsrichtlinien gegen Desinformation durch große Social-Media-Plattformen während der COVID-19-Pandemie.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Breitbart-Video zur Coronavirus-Desinformation erzielte laut CNN 14 Millionen Aufrufe auf Facebook.
- Donald Trump und Donald Trump Jr. verbreiteten den Clip via Retweet.
- Facebook, Twitter und YouTube löschten das Video wegen falscher Behauptungen zu COVID-19-Behandlungen.
- Der Clip zeigte angebliche Wissenschaftler, die ungeprüfte Heilmittel und die Ablehnung von Masken propagierten.
- Daten der Johns Hopkins University wiesen damals rund 147.000 US-Todesfälle und über vier Millionen Infektionen aus.
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Musiker wegen KI-Streamingbetrugs verurteilt
Ein 54-jähriger Musiker in den USA wurde zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen groß angelegten Streaming-Betrug orchestriert hatte. Mit bis zu 10.000 Bots, Tausenden von Fake-Accounts und Tausenden von KI-generierten Songs manipulierte er zwischen 2017 und 2024 Streaming-Plattformen wie Apple Music, Amazon Music und YouTube. Die betrügerischen Streams generierten Millionen an Tantiemen. Zeitweise erreichten seine Songs im April 80,9 Millionen Streams und übertrafen damit Taylor Swift (9,3 Millionen). Das Gericht ordnete außerdem die Rückzahlung von über 8 Millionen Dollar an. Seine Verteidigung argumentierte, dass keine Musiker direkt geschädigt wurden, aber die Staatsanwaltschaft konterte, dass echte Künstler und Fans um Tantiemen gebracht wurden.
Google startet Playground für KI-Prompt-Spielerstellung
Google hat Playground gestartet, eine experimentelle browserbasierte Gaming-Plattform, die es Nutzern ermöglicht, ohne Programmierkenntnisse eigene Spiele per Text-Prompt zu erstellen, zu spielen und zu teilen. Die Plattform nutzt eine konversationelle Oberfläche, über die Nutzer ihre Spielideen beschreiben können – ausgehend von einer leeren Leinwand, durch Remixen von Starter-Prompts oder mit geführter Unterstützung. Spieler können Physik, Regeln, Charaktere und Umgebungen ändern, indem sie Playground einfach um Änderungen bitten. Google plant die Integration von Unity Spark, um Kreativen Zugang zu fortschrittlicheren Mechaniken, hochauflösenden 3D-Fähigkeiten und der Unity-Laufzeitumgebung zu ermöglichen. Spiele können privat bleiben, per Link geteilt oder in der Playground-Explore-Galerie veröffentlicht werden. Einige Genres unterstützen Multiplayer und Bestenlisten. Playground basiert auf Nutzerbewertungen und Spielaktivität, um Spiele in der Galerie zu präsentieren, und veröffentlichte Spiele werden einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Verfügbar in den USA für Nutzer ab 18 Jahren, mit gestaffeltem Zugang basierend auf der Google One-Mitgliedschaft.
YouTube Shopping startet in Deutschland, Awin liefert Technik
YouTube Shopping ist in Deutschland gestartet: Berechtigte Creator können Produkte direkt in ihren Videos markieren und so einen nahtlosen Weg von der Empfehlung zum Kauf schaffen. Die technische Infrastruktur liefert unter anderem die Affiliate-Plattform Awin. Erste teilnehmende Händler sind Breuninger und Thalia, das Angebot soll in den kommenden Monaten ausgebaut werden. Das Programm steht nun Creatorn mit mindestens 500 Abonnenten offen. Laut YouTube erzielen direkt im Video markierte Produkte bis zu 50 Prozent mehr Klicks als klassische Affiliate-Links in der Videobeschreibung. Damit wird Creator Commerce stärker Teil des Affiliate-Ökosystems in Deutschland und bietet Marken einen neuen, performancebasierten Zugang zur Creator Economy.
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