Beobachtetes Signal · 11. Feb. 2026 · Financial Commentary · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

Orlando Bravo: Software-Aktien überverkauft, Profitabilität im Fokus

Zusammenfassung des Signals

Thoma-Bravo-Mitgründer Orlando Bravo bezeichnet Software-Aktien als überverkauft und kritisiert, dass zahlreiche börsennotierte Softwareunternehmen nicht über ausreichend Gewinne verfügen und daher als risikoreiche Umsatzmultiplikatoren gehandelt werden. Er betonte, dass künstliche Intelligenz zwar die Code-Erstellung beschleunigt, aber breitere F&E-Funktionen nicht vollständig ersetzen kann, während softwarebasierte Domänenexperten aktuell unterbewertet seien. Thoma Bravo, gegründet 2008, verwaltete per September über 181 Milliarden US-Dollar an Assets under Management und tätigte jüngst bedeutende Übernahmen wie die der Talent-Plattform Dayforce für 12,3 Milliarden US-Dollar sowie der Luftfahrtsoftware Jeppesen ForeFlight für 10,55 Milliarden US-Dollar. Die Einschätzungen verdeutlichen die veränderte Bewertungsperspektive im Technologiesektor und unterstreichen den wachsenden Druck auf Unternehmen, nachhaltige Margen auszuweisen, anstatt rein auf Wachstumsmetriken zu setzen.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Orlando Bravo betonte, dass die Mehrheit der rund 300 börsennotierten Softwareunternehmen nicht genug Profit generiert und oft nach Umsatzmultiplikatoren bewertet wird.
  • Thoma Bravo wurde im Jahr 2008 gegründet und verwaltete per September Assets under Management von über 181 Milliarden US-Dollar.
  • Zu den jüngsten Akquisitionen von Thoma Bravo zählen Dayforce für 12,3 Milliarden US-Dollar und Jeppesen ForeFlight für 10,55 Milliarden US-Dollar.
  • Laut Bravo beschleunigt KI zwar die Code-Erstellung, kann jedoch nicht-programmierbezogene F&E-Aufgaben nicht vollständig ersetzen; schätzungsweise 15 Prozent der F&E seien betroffen, während 80 Prozent auf nicht-programmierbezogene Tätigkeiten entfallen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: CNBC Technology•Veröffentlicht: 11. Feb. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Tech investor Orlando Bravo says most software companies don't have enough profit”

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Orlando Bravo: KI rechtfertigt Bewertungsabschläge bei Software-Unternehmen

Orlando Bravo, Mitgründer von Thoma Bravo, erklärte auf dem Investorentreffen der Firma, dass künstliche Intelligenz die Disruption vieler börsennotierter Softwareunternehmen beschleunigen wird und einige jüngste Kursrückgänge gerechtfertigt sind. Gleichzeitig betonte er, dass manche Software-Akteure im Zuge der jüngsten Abverkäufe ungerechtfertigt abgestraft wurden und in der Ära autonomer KI-Agenten als Gewinner hervorgehen könnten. Konkrete Unternehmen nannte Bravo nicht. Er räumte jedoch ein, dass seine Firma das Wachstum von Medallia überschätzt hat, was bei der 6,4-Milliarden-Dollar-Übernahme im Jahr 2021 zu einem zu hohen Kaufpreis führte. Zum Stichtag Dezember verwaltete Thoma Bravo ein Vermögen von über 183 Milliarden US-Dollar verteilt auf 77 Unternehmen.

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Infrastructure3. Sept. 2026

Software-Aktien erholen sich um 40 % nach „SaaSpocalypse“-Tief

Der Software-Sektor hat sich seit seinen Tiefstständen im April um fast 40 % erholt, nachdem Ängste vor KI-Disruptionen zuvor einen drastischen Ausverkauf („SaaSpocalypse“) ausgelöst hatten. Jefferies-Analysten empfehlen einen klaren Fokus auf Datenplattformen und Cybersecurity, da diese Bereiche eine verlässlichere KI-Monetarisierung aufweisen als verbraucherorientierte Apps. Zu den favorisierten Werten zählen Snowflake, Dynatrace, Palo Alto Networks und Okta. Snowflake verzeichnete nach starken Q2-Zahlen ein Kursplus von 22 %, während auch Palo Alto Networks die Konsensschätzungen übertraf. Doximity verdoppelte seinen Börsenwert, gestützt auf einen zehnfachen ROI bei KI-Suchinvestitionen. Zudem betonten die CEOs von Salesforce und Anthropic den komplementären Charakter ihrer Partnerschaften gegenüber reinem Wettbewerb. Diese Erholung unterstreicht die nachhaltigen Moats etablierter Softwareanbieter, insbesondere proprietäre Datenbestände und tief verankerte Workflows, da Frontier-KI-Labore zunehmend auf bestehende Enterprise-Infrastrukturen aufsetzen.

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Financials19. März 2026

Apollo-Manager Sambur: KI verlängert den Software-Abverkauf

David Sambur, Co-Head of Private Equity bei Apollo Global Management, rechnet laut CNBC nicht mit einem baldigen Ende des Abverkaufs von Software-Aktien, der durch Ängste vor KI-Disruption angetrieben wird. Softwareunternehmen seien einem massiven Wettbewerbsdruck durch Akteure wie Anthropic und OpenAI ausgesetzt, was zu Unsicherheiten bei Erlösmodellen, Bruttomargen und Bewertungen führe. Sambur warnte, dass die KI-bedingte Verdrängung schneller ablaufe als jemals zuvor in seiner Laufbahn und Märkte größere Sicherheitsmargen für diese enormen Unwägbarkeiten einpreisen. Zwar haben Firmen wie Intuit, Hubspot und Salesforce Aktienrückkäufe angekündigt, doch laut Rishi Jaluria von RBC Capital werden diese Maßnahmen von KI-Sorgen überschattet, was künftige M&A-Aktivitäten einschränken könnte. Gleichzeitig eröffnen sich durch Deals oder Aktienrückkäufe selektive Kaufgelegenheiten in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

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