Beobachtetes Signal · 27. Nov. 2024 · Partnership · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
OnZero liefert Abwärme von KI-Rechenzentren an Fernwärmenetz in Helsinki
Die Wiener OnZero Alpha Holdings GmbH hat über ihre finnische Tochtergesellschaft OnZero Finland Oy einen Vertrag mit dem Energieversorger Helen Oy geschlossen, um Abwärme aus KI-Rechenzentren in das städtische Fernwärmenetz von Helsinki einzuspeisen. Die geplante Anlage mit der Bezeichnung „AI Heat Factory“ soll jährlich bis zu 525.000 MWh Wärme liefern, was einer thermischen Leistung von rund 60 MW entspricht und etwa 70.000 Haushalte versorgen kann. Die Inbetriebnahme ist für 2025 geplant. OnZero setzt flüssigkeitsgekühlte Systeme ein, die bis zu 99 Prozent der durch KI-Workloads erzeugten Abwärme bei einem Wasserverbrauch von Null vor Ort zurückgewinnen. Das Geschäftsmodell von OnZero kombiniert KI- und Blockchain-Rechenkapazitäten, den Wärmeverkauf sowie Netzdienstleistungen. Helen nutzt bereits seit 2010 Abwärme aus Rechenzentren und plant den Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung bis 2040.
Demonstriert ein skalierbares kommerzielles Modell zur Wiederverwendung von KI-Rechenzentrumsabwärme in der Fernwärme, was für energieintensive Infrastrukturen von hoher Relevanz ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- OnZero Finland Oy unterzeichnet Vereinbarung mit Helen Oy zur Lieferung von KI-Abwärme an das Fernwärmenetz von Helsinki.
- Die geplante Anlage soll jährlich bis zu 525.000 MWh Wärme (ca. 60 MW thermisch) für rund 70.000 Wohnungen bereitstellen.
- Flüssigkeitsgekühlte OnZero-Systeme ermöglichen die Rückgewinnung von bis zu 99% der Abwärme ohne Wasserverbrauch vor Ort.
- OnZero betreibt bereits Standorte in Kemijärvi und Kerava, die bislang rund 30.700 MWh Wärme geliefert haben.
- Helen Oy nutzt seit 2010 Rechenzentrumsabwärme und will die verbrennungsbasierte Energieerzeugung bis 2040 beenden.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Helen has used waste heat from data centers since 2010 and has also signed contracts with Equinix....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Weltweiter Widerstand gegen Rechenzentren gefährdet KI-Investitionen
Öffentlicher Widerstand gegen den Bau von Rechenzentren breitet sich von den USA auf Europa und Asien aus und erhöht die Risiken für Investoren. In Europa wurden im Frühjahr 2026 über 70 Projekte abgelehnt oder eingeschränkt, mit erheblichem Gegenwind in Schottland, Dänemark, Spanien und Großbritannien. In Südkorea protestieren Anwohner gegen Rechenzentren in ihrer Nähe, was zu vorgeschlagenen Zustimmungspflichten und Überprüfungssystemen führt. Diese Gegenwehr hat Investitionen in Höhe von rund 42 Milliarden Dollar in europäische Rechenzentren verzögert oder gestrichen, verglichen mit 77 Milliarden Dollar in den USA. Branchenführer erkennen die wachsende Prüfung durch die Gemeinden an, sehen sie jedoch als beherrschbar an, obwohl die Kosten durch Projektverzögerungen steigen könnten. Der KI-Boom hält an, aber Gemeinden haben jetzt erhebliche Macht, Großprojekte zu stoppen.
KI-Verlangsamung kein Weltuntergang für Rechenzentren: Digital Realty CEO
Laut Andrew Power, CEO von Digital Realty, ist eine potenzielle Verlangsamung der KI-Entwicklung durch führende Akteure wie Anthropic, OpenAI und xAI nicht existenzbedrohend für Rechenzentrumsimmobilien. Er betont, dass die allgemeine digitale Transformation und das Cloud-Computing weiterhin starke Nachfragetreiber bleiben. Einem McKinsey-Bericht zufolge könnte KI bis 2030 rund 70 % der weltweiten Rechenzentrumskapazität beanspruchen, was Investitionen von fast 7 Billionen US-Dollar erfordert. Trotz jüngster Kursverluste bei Rechenzentrums-REITs wie Digital Realty und Equinix sieht Power das Unternehmen dank einer Development Pipeline von 20 Milliarden US-Dollar solide aufgestellt. Andrew Batson von JLL hebt zudem hervor, dass künftiges Wachstum primär durch KI-Inferenz und Tool-Adoption getrieben wird und nicht allein durch Modelltraining, da derzeit nur jeder vierte US-Bürger täglich KI nutzt.
Widerstand gegen Rechenzentren könnte Dividenden-REITs stärken
Der Artikel beleuchtet, wie kommunaler und politischer Gegenwind gegen den Boom von KI-Rechenzentren bestehenden Rechenzentrums-REITs zugutekommen kann. Proteste und drohende Gesetzesinitiativen zur Einschränkung von Neubauten verknappten das Angebot und steigerten so den Wert bereits vorhandener Infrastruktur. Analysten von Mizuho, Wells Fargo und Green Street verweisen darauf, dass etablierte REITs wie Equinix und Digital Realty dank umfangreicher Grundstücke und Entwicklungspipelines bestens positioniert sind. Im Fokus stehen die drei Branchengrößen Digital Realty Trust, Equinix und Iron Mountain, die starke Kursgewinne sowie attraktive Dividendenrenditen aufweisen. Während PwC die jährlichen Ausgaben für Rechenzentren bis 2050 auf 1,8 Billionen US-Dollar prognostiziert, zeigt eine NBC-News-Umfrage eine Ablehnung von 69 Prozent gegenüber lokalen Neubauten. Regulatorische Hürden könnten zwar das Wachstum dämpfen, gleichzeitig jedoch die Profitabilität und den Wert der bestehenden Kapazitäten nachhaltig erhöhen.
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