Beobachtetes Signal · 9. Apr. 2025 · Partnership · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
OnZero speist KI-Abwärme in das Fernwärmenetz von Helsinki ein
OnZero Finland Oy, eine Tochtergesellschaft der Wiener OnZero Alpha Holdings GmbH, hat mit dem Energieversorger Helen Oy eine Vereinbarung zur Einspeisung von Abwärme aus KI-Rechenzentren in das Fernwärmenetz von Helsinki unterzeichnet. Die sogenannte AI Heat Factory soll jährlich bis zu 525.000 MWh Wärme liefern – genug für rund 70.000 Haushalte bei einer kontinuierlichen thermischen Leistung von etwa 60 MW. OnZero setzt dabei auf flüssiggekühlte Systeme, die bis zu 99 Prozent der durch KI-Workloads erzeugten Abwärme zurückgewinnen und vollständig auf Verddunstungskühlung verzichten. Die Inbetriebnahme ist für 2026 geplant. Helen nutzt bereits seit 2010 Abwärme aus Rechenzentren und strebt an, die verbrennungsbasierte Energieerzeugung bis 2040 vollständig einzustellen. OnZero betreibt in Finnland bereits kleinere Standorte in Kemijärvi und Kerava.
Das Abkommen demonstriert ein skalierbares Geschäftsmodell zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks von KI-Infrastrukturen durch die Integration in kommunale Energienetze, besitzt jedoch keinen direkten Bezug zum AdTech-Markt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- OnZero Finland Oy unterzeichnet Vereinbarung mit Helen Oy zur Nutzung von KI-Abwärme für das Fernwärmenetz von Helsinki.
- Die AI Heat Factory liefert jährlich bis zu 525.000 MWh Wärme für rund 70.000 Apartments.
- Flüssiggekühlte Architektur gewinnt bis zu 99 Prozent der KI-Abwärme ohne lokalen Wasserverbrauch zurück.
- Helen nutzt seit 2010 Rechenzentrumswärme und will bis 2040 komplett auf verbrennungsfreie Energie umstellen.
- OnZero betreibt bereits zwei Anlagen in Finnland (Kemijärvi und Kerava), die rund 30.700 MWh Wärme geliefert haben.
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1 verknüpfte Unternehmen“Der Versorger nutzt Abwärme aus Rechenzentren seit 2010 und hat unter anderem Verträge mit Equinix geschlossen....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Weltweiter Widerstand gegen Rechenzentren gefährdet KI-Investitionen
Öffentlicher Widerstand gegen den Bau von Rechenzentren breitet sich von den USA auf Europa und Asien aus und erhöht die Risiken für Investoren. In Europa wurden im Frühjahr 2026 über 70 Projekte abgelehnt oder eingeschränkt, mit erheblichem Gegenwind in Schottland, Dänemark, Spanien und Großbritannien. In Südkorea protestieren Anwohner gegen Rechenzentren in ihrer Nähe, was zu vorgeschlagenen Zustimmungspflichten und Überprüfungssystemen führt. Diese Gegenwehr hat Investitionen in Höhe von rund 42 Milliarden Dollar in europäische Rechenzentren verzögert oder gestrichen, verglichen mit 77 Milliarden Dollar in den USA. Branchenführer erkennen die wachsende Prüfung durch die Gemeinden an, sehen sie jedoch als beherrschbar an, obwohl die Kosten durch Projektverzögerungen steigen könnten. Der KI-Boom hält an, aber Gemeinden haben jetzt erhebliche Macht, Großprojekte zu stoppen.
KI-Verlangsamung kein Weltuntergang für Rechenzentren: Digital Realty CEO
Laut Andrew Power, CEO von Digital Realty, ist eine potenzielle Verlangsamung der KI-Entwicklung durch führende Akteure wie Anthropic, OpenAI und xAI nicht existenzbedrohend für Rechenzentrumsimmobilien. Er betont, dass die allgemeine digitale Transformation und das Cloud-Computing weiterhin starke Nachfragetreiber bleiben. Einem McKinsey-Bericht zufolge könnte KI bis 2030 rund 70 % der weltweiten Rechenzentrumskapazität beanspruchen, was Investitionen von fast 7 Billionen US-Dollar erfordert. Trotz jüngster Kursverluste bei Rechenzentrums-REITs wie Digital Realty und Equinix sieht Power das Unternehmen dank einer Development Pipeline von 20 Milliarden US-Dollar solide aufgestellt. Andrew Batson von JLL hebt zudem hervor, dass künftiges Wachstum primär durch KI-Inferenz und Tool-Adoption getrieben wird und nicht allein durch Modelltraining, da derzeit nur jeder vierte US-Bürger täglich KI nutzt.
Widerstand gegen Rechenzentren könnte Dividenden-REITs stärken
Der Artikel beleuchtet, wie kommunaler und politischer Gegenwind gegen den Boom von KI-Rechenzentren bestehenden Rechenzentrums-REITs zugutekommen kann. Proteste und drohende Gesetzesinitiativen zur Einschränkung von Neubauten verknappten das Angebot und steigerten so den Wert bereits vorhandener Infrastruktur. Analysten von Mizuho, Wells Fargo und Green Street verweisen darauf, dass etablierte REITs wie Equinix und Digital Realty dank umfangreicher Grundstücke und Entwicklungspipelines bestens positioniert sind. Im Fokus stehen die drei Branchengrößen Digital Realty Trust, Equinix und Iron Mountain, die starke Kursgewinne sowie attraktive Dividendenrenditen aufweisen. Während PwC die jährlichen Ausgaben für Rechenzentren bis 2050 auf 1,8 Billionen US-Dollar prognostiziert, zeigt eine NBC-News-Umfrage eine Ablehnung von 69 Prozent gegenüber lokalen Neubauten. Regulatorische Hürden könnten zwar das Wachstum dämpfen, gleichzeitig jedoch die Profitabilität und den Wert der bestehenden Kapazitäten nachhaltig erhöhen.
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