Beobachtetes Signal · 12. Feb. 2025 · Partnership · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
OnZero liefert Abwärme von KI-Rechenzentren an das Energienetz in Helsinki
OnZero Finland Oy, eine Tochtergesellschaft der OnZero Alpha Holdings GmbH mit Sitz in Wien, hat eine Vereinbarung mit dem kommunalen Energieversorger Helen Oy aus Helsinki getroffen, um rückgewonnene Abwärme aus AI-Computing in das Fernwärmenetz der finnischen Hauptstadt einzuspeisen. Die unter dem Namen „AI Heat Factory“ geführte Anlage soll jährlich bis zu 525.000 MWh Wärme bereitstellen – genug für rund 70.000 Wohnungen – und im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Die flüssigkeitsgekühlte Architektur von OnZero ist darauf ausgelegt, bis zu 99 Prozent der Abwärme von KI-Workloads bei einem Wasserverbrauch von Null vor Ort zurückzugewinnen. Helen, das bereits seit 2010 Rechenzentrumswärme nutzt und unter anderem mit Equinix kooperiert, plant den Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung bis 2040. OnZero, gegründet von ehemaligen Führungskräften des Krypto-Mining-Infrastrukturunternehmens Blockbase Mining, betreibt bereits Standorte im finnischen Kemijärvi sowie Kerava und baut seine Präsenz in Europa weiter aus.
Europäischer Infrastruktur-Deal, der AI-Computing mit der Rückgewinnung von Abwärme für die Fernwärme verbindet; hochrelevant für die Nachhaltigkeit digitaler Infrastrukturen, jedoch peripher für das klassische AdTech- und MarTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- OnZero Finland Oy hat einen Vertrag mit dem Energieversorger Helen Oy geschlossen, um Abwärme aus AI-Computing in das Fernwärmenetz von Helsinki einzuspeisen.
- Die „AI Heat Factory“ soll jährlich bis zu 525.000 MWh Wärme für rund 70.000 Wohnungen liefern.
- Die flüssigkeitsgekühlte Anlage strebt die Rückgewinnung von bis zu 99 Prozent der Abwärme bei einem lokalen Wasserverbrauch von Null an.
- OnZero betreibt bereits zwei finnische Standorte in Kemijärvi und Kerava mit einem PUE-Wert von 1,02 und lieferte bisher rund 30.700 MWh Wärme.
- Helen Oy nutzt bereits seit 2010 Rechenzentrumsabwärme und plant den vollständigen Ausstieg aus der verbrennungsbasierten Energieerzeugung bis 2040.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Helen has contracts with Equinix for data center waste heat since 2010....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Weltweiter Widerstand gegen Rechenzentren gefährdet KI-Investitionen
Öffentlicher Widerstand gegen den Bau von Rechenzentren breitet sich von den USA auf Europa und Asien aus und erhöht die Risiken für Investoren. In Europa wurden im Frühjahr 2026 über 70 Projekte abgelehnt oder eingeschränkt, mit erheblichem Gegenwind in Schottland, Dänemark, Spanien und Großbritannien. In Südkorea protestieren Anwohner gegen Rechenzentren in ihrer Nähe, was zu vorgeschlagenen Zustimmungspflichten und Überprüfungssystemen führt. Diese Gegenwehr hat Investitionen in Höhe von rund 42 Milliarden Dollar in europäische Rechenzentren verzögert oder gestrichen, verglichen mit 77 Milliarden Dollar in den USA. Branchenführer erkennen die wachsende Prüfung durch die Gemeinden an, sehen sie jedoch als beherrschbar an, obwohl die Kosten durch Projektverzögerungen steigen könnten. Der KI-Boom hält an, aber Gemeinden haben jetzt erhebliche Macht, Großprojekte zu stoppen.
KI-Verlangsamung kein Weltuntergang für Rechenzentren: Digital Realty CEO
Laut Andrew Power, CEO von Digital Realty, ist eine potenzielle Verlangsamung der KI-Entwicklung durch führende Akteure wie Anthropic, OpenAI und xAI nicht existenzbedrohend für Rechenzentrumsimmobilien. Er betont, dass die allgemeine digitale Transformation und das Cloud-Computing weiterhin starke Nachfragetreiber bleiben. Einem McKinsey-Bericht zufolge könnte KI bis 2030 rund 70 % der weltweiten Rechenzentrumskapazität beanspruchen, was Investitionen von fast 7 Billionen US-Dollar erfordert. Trotz jüngster Kursverluste bei Rechenzentrums-REITs wie Digital Realty und Equinix sieht Power das Unternehmen dank einer Development Pipeline von 20 Milliarden US-Dollar solide aufgestellt. Andrew Batson von JLL hebt zudem hervor, dass künftiges Wachstum primär durch KI-Inferenz und Tool-Adoption getrieben wird und nicht allein durch Modelltraining, da derzeit nur jeder vierte US-Bürger täglich KI nutzt.
Widerstand gegen Rechenzentren könnte Dividenden-REITs stärken
Der Artikel beleuchtet, wie kommunaler und politischer Gegenwind gegen den Boom von KI-Rechenzentren bestehenden Rechenzentrums-REITs zugutekommen kann. Proteste und drohende Gesetzesinitiativen zur Einschränkung von Neubauten verknappten das Angebot und steigerten so den Wert bereits vorhandener Infrastruktur. Analysten von Mizuho, Wells Fargo und Green Street verweisen darauf, dass etablierte REITs wie Equinix und Digital Realty dank umfangreicher Grundstücke und Entwicklungspipelines bestens positioniert sind. Im Fokus stehen die drei Branchengrößen Digital Realty Trust, Equinix und Iron Mountain, die starke Kursgewinne sowie attraktive Dividendenrenditen aufweisen. Während PwC die jährlichen Ausgaben für Rechenzentren bis 2050 auf 1,8 Billionen US-Dollar prognostiziert, zeigt eine NBC-News-Umfrage eine Ablehnung von 69 Prozent gegenüber lokalen Neubauten. Regulatorische Hürden könnten zwar das Wachstum dämpfen, gleichzeitig jedoch die Profitabilität und den Wert der bestehenden Kapazitäten nachhaltig erhöhen.
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