Beobachtetes Signal · 17. Juni 2026 · Research Report · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv

Online-Video-News übertreffen erstmals das klassische Fernsehen in 45 Märkten

Zusammenfassung des Signals

Der Digital News Report 2026 des Reuters Institute zeigt, dass mittlerweile mehr Menschen Nachrichten über Online-Video konsumieren als über das klassische Broadcast TV in 45 untersuchten Märkten – wobei Deutschland, Dänemark und die Niederlande Ausnahmen bilden. Während das lineare Fernsehen mancherorts noch höhere Sehdauern erzielt, gewinnen Online- und Social-Distributionskanäle massiv an Dominanz. Die Nutzung von Social Media für Nachrichten steigt (Facebook 43 %, YouTube 34 %, Instagram 26 %, TikTok 20 %), während der Videokonsum auf Mainstream-Nachrichtenportalen im Jahresvergleich um durchschnittlich 5 % sank. Das globale Nachrichtenvertrauen sank von stabilen 40 % auf 37 %. Zudem nutzen bereits 10 % der Befragten KI-Chatbots für Nachrichten, wobei das Vertrauen in KI-Antworten global bei rund 20 % (Großbritannien: 6 %) liegt. Der Bericht verdeutlicht, dass Creators und Influencer traditionelle Medien eher ergänzen als vollständig ersetzen.

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Hohe Konfidenz

Der Bericht des Reuters Institute markiert einen Wendepunkt im Medienkonsum hin zu Online-Video und Social Platforms, was direkte Konsequenzen für Publisher, Broadcaster, Ad Inventory, Messmethoden und das Nachrichtenvertrauen hat – ein relevanter Faktor für die Advertising- und Medienstrategie.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Der Reuters Institute Digital News Report belegt, dass der Konsum von Online-Video-News das Broadcast TV in 45 Märkten übertrifft.
  • Deutschland, Dänemark und die Niederlande sind die einzigen analysierten Länder, in denen TV-News gleichziehen oder führen.
  • Genutzte Social Platforms für News: Facebook 43 %, YouTube 34 %, Instagram 26 %, TikTok 20 %.
  • Mainstream-Publisher verzeichneten einen Rückgang des Videokonsums auf eigenen Websites und Apps um durchschnittlich 5 % im Jahresvergleich.
  • Das globale Nachrichtenvertrauen fiel auf 37 %; 10 % nutzen AI Chatbots für News, wobei nur 20 % deren Antworten vertrauen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: VideoWeek•Veröffentlicht: 17. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “More Viewers Watch Online Video News Than Broadcast TV News, Finds Reuters Institute”

Verwandte Marktsignale & Trends

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Social & Digital Platforms17. Juni 2026

Soziale Netzwerke werden weltweit erstmals zur primären Nachrichtenquelle

Eine Auswertung des Reuters Digital News Report 2026 zeigt einen globalen Wandel des Medienkonsums hin zu algorithmischen Social Networks und Videoplattformen. Im Durchschnitt nutzen 54 Prozent der Nutzer zuerst soziale Medien für Nachrichten, verglichen mit 51 Prozent, die klassische Websites und Apps direkt ansteuern. Creator Accounts und News-Influencer gewinnen massiv an Bedeutung: Ein wachsender Teil des Publikums konsumiert deren Inhalte parallel zu traditionellen Medien, während ein kleinerer Kreis fast ausschliesslich auf Creator vertraut. Das globale Vertrauen in etablierte Medien sinkt auf ein Allzeittief von 37 Prozent, und die Zahlungsbereitschaft für Journalismus geht auf 11 Prozent zurück. Deutschland zeigt ein differenzierteres Bild: TV und etablierte Online-Marken bleiben stabil, während Social-Plattformen moderat zulegen und WhatsApp das stärkste Plattformwachstum verzeichnet.

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Media Channel17. Juni 2026

Reuters-Report: Lineares Fernsehen bleibt vertrauenswürdige Nachrichtenquelle

Der Reuters Institute Digital News Report 2026 zeigt, dass etablierte Medienmarken, insbesondere das lineare Fernsehen, in Deutschland weiterhin wichtige und hoch angesehene Nachrichtenquellen sind. Die Tagesschau führt das Vertrauensranking an, gefolgt von regionalen Tageszeitungen und ZDF heute. Das allgemeine Nachrichtenvertrauen liegt stabil bei 46 Prozent, während 59 Prozent der erwachsenen Onlinenutzer mindestens einmal pro Woche lineare TV-Nachrichten sehen. Ältere Zuschauer (55+) nutzen das lineare Fernsehen am intensivsten (77 Prozent regelmäßige Nutzung; 60 Prozent nennen es als Hauptquelle). Jüngere Zielgruppen konsumieren zwar Nachrichteninhalte von Influencern (rund 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen wöchentlich), bewerten deren Glaubwürdigkeit jedoch geringer. Generative KI spielt für Nachrichten eine untergeordnete Rolle (5 Prozent wöchentliche Nutzung von KI-Chatbots). Zudem verdeutlicht der Report eine starke Nachfrage der Nutzer (64 Prozent) nach objektiven, meinungsneutralen Informationsquellen.

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Media Consumption / Streaming Landscape14. Okt. 2025

ARD/ZDF-Medienstudie 2025: YouTube dominiert vor Streaming-Diensten und Mediatheken

Die ARD/ZDF-Medienstudie 2025 belegt den anhaltenden Wandel des Medienkonsums in Deutschland durch digitale Angebote, während lineare Medien zentral bleiben. YouTube dominiert als Videoplattform mit einer Reichweite von 72 Prozent bei den ab 14-Jährigen. Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender (ARD, ZDF, Arte, 3sat) erreichen über 60 Prozent und übertreffen damit Netflix und Amazon Prime Video mit jeweils rund 50 Prozent. Im Schnitt nutzen Deutsche 2,5 Video-Streaming-Plattformen; 85 Prozent greifen auf mehr als einen Dienst zu. Podcasts verzeichnen vor allem in älteren Zielgruppen Zuwächse: Bei den 50- bis 69-Jährigen steigt die Nutzung auf 25 Prozent, bei den über 70-Jährigen auf 14 Prozent, während die 14- bis 29-Jährigen mit 48 Prozent am aktivsten bleiben. Die tägliche Podcast-Reichweite steigt auf 14 Prozent. Social Media verzeichnet eine Nutzung von 63 Prozent, angeführt von Instagram (40 Prozent), Facebook (31 Prozent) und TikTok (20 Prozent). Die crossmediale Tagesreichweite liegt stabil bei 98 Prozent bei einer durchschnittlichen Mediendauer von 6,5 Stunden.

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