Beobachtetes Signal · 14. Okt. 2026 · Policy Update · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
oe24.TV droht Verfahren zum Lizenzentzug wegen Hetze
Dem österreichischen Sender oe24.TV droht ein Verfahren der Medienbehörde KommAustria wegen eines rassistischen Begriffs eines Interviewgastes von 2020. Der Verwaltungsgerichtshof stellte eine schwerwiegende Rechtsverletzung fest. KommAustria leitet ein Verfahren zum möglichen Lizenzentzug ein, jedoch nicht unmittelbar. Zudem wies der VwGH eine Beschwerde gegen den neuen ORF-Beitrag ab; er verstößt nicht gegen EU-Beihilfenrecht. ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher begrüßte die Entscheidung. Der Jobabbau bei österreichischen Medien geht weiter: Die 'Presse' kündigt 16 Mitarbeiter, der 'Kurier' reduziert Stellen in geringerem Umfang als berichtet. Das geplante Medienpaket mit Zustellförderung scheiterte vorläufig.
Die Meldung betrifft regulatorische Maßnahmen gegen einen Sender und Stellenabbau in österreichischen Medien, ist aber nicht direkt für Werbetechnologie oder Marketing-Technologie relevant.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- KommAustria leitet Verfahren gegen oe24.TV wegen möglichen Lizenzentzugs ein.
- Der Verwaltungsgerichtshof stellte eine schwerwiegende Rechtsverletzung fest.
- VwGH weist Beschwerde gegen ORF-Beitrag ab und bestätigt EU-Beihilfenkonformität.
- 'Presse' kündigt 16 Mitarbeiter, darunter Journalisten.
- 'Kurier' reduziert Stellen, aber weniger als die ursprünglich berichteten 25-30.
- Das geplante österreichische Medienpaket mit Zustellförderung scheitert vorläufig.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Dem Boulevard-TV-Sender oe24.TV droht Ärger von der Medienbehörde KommAustria.”
“Der Verwaltungsgerichtshof wies eine Beschwerde gegen den ORF-Beitrag ab und bestätigte dessen Legalität.”
“Die Tageszeitung 'Kurier' reduziert ebenfalls Stellen, ohne dass eine genaue Endzahl genannt wurde.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Wow startet in Österreich, Bundle mit RTL+ geplant
Sky X wurde in Österreich durch Wow ersetzt. Der Streamingdienst, im Besitz von Sky Deutschland (kürzlich von RTL übernommen), startete am 7. Oktober 2026 in Österreich. Wow bietet mehr Geräteunterstützung, individuelle Profile, personalisierte Empfehlungen, intelligente Suche und eine Merkliste. Ein Bundle aus Wow und RTL+ ist innerhalb weniger Wochen geplant, aber noch ohne konkretes Datum. Derweil geht der Rechtsstreit zwischen ORF und Ex-Direktor Roland Weißmann weiter, wobei 3.820 sichergestellte Chats Weißmann entlasten sollen. Das Medienpaket der österreichischen Regierung ist vorerst gescheitert, weil ÖVP auf Gratiszeitungen bestand. Zudem wurde Journalist Michael Bonvalot vorübergehend festgenommen, was rechtliche Schritte nach sich zieht.
Führungswechsel bei münchen.tv und Neuausrichtung der Localism Media Gruppe
Eigentümer Max Schlereth hat die Localism Gruppe neu strukturiert, unter deren Dach regionale Sender wie münchen.tv, tv.ingolstadt und L‑TV vereint sind. Horst Rettig und Marion Gehlert wechseln von münchen.tv in die Holding der Gruppe: Rettig übernimmt die Geschäftsführung der gesamten Localism Gruppe, während Gehlert als Chief Content & Talent Officer weiterhin ihre Polit-Talkformate über die Sender hinweg verantwortet. Bei münchen.tv übernehmen Willi Arsan die Leitung für Programm, Redaktion, Produktion und Technik sowie Christoph Schwedler die Geschäftsführung für Finanzen, Controlling, Strategie, Marketing und Social Media. Die Holding zentralisiert senderübergreifende Funktionen wie Vermarktung, Technik und Verwaltung und baut die journalistische Aus- und Weiterbildung gruppenweit aus.
ORF-Stiftungsrat wählt Clemens Pig zum neuen Generaldirektor
Am 11. Juni 2026 hat der ORF-Stiftungsrat in Wien nach einer ausgedehnten, nicht öffentlichen Sitzung Clemens Pig zum neuen ORF-Generaldirektor gewählt. Der ehemalige APA-Chef setzte sich bereits im ersten Wahlgang mit 21 Stimmen durch. Zuvor hatten sich neun Kandidaten in mehrstufigen Anhörungen präsentiert, die den Transparenzvorgaben des EU Media Freedom Act unterlagen, wonach Stiftungsräte ihre Stimmabgabe begründen und protokollieren müssen. Die bis in die frühen Morgenstunden dauern beziehungsweise hitzig verlaufende Sitzung war von intensiven Debatten geprägt. FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler kündigte an, das Ergebnis anzufechten, während der von der SPÖ entsandte Stiftungsrat Siegfried Meryn seinen Rücktritt ankündigte. Die Wahl fand vor dem Hintergrund geplanter staatlicher Kürzungen der ORF-Finanzierung ab 2027 statt und markiert einen wichtigen personellen Wendepunkt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich.
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