Beobachtetes Signal · 28. Okt. 2026 · Earnings Report · Quelle: Meedia · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ

Nius-Portal verliert 40 Millionen Euro, weit von Gewinnzone entfernt

Zusammenfassung des Signals

Das rechtsbürgerliche Nachrichtenportal Nius, finanziert vom Unternehmer Frank Gotthardt und geleitet vom früheren Bild-Chefredakteur Julian Reichelt, ist weit von der Gewinnzone entfernt. In einem Interview mit der Zeit räumte Gotthardt Verluste von rund 40 Millionen Euro seit der Gründung 2023 ein, davon 16 Millionen Euro allein im Jahr 2024. Das Portal hat Schwierigkeiten, zahlende Abonnenten und Werbekunden zu gewinnen. Laut Meedia-Ranking schaffte es Nius nie in die Top 100 der reichweitenstärksten deutschen Websites und pendelt um Platz 150. Trotz erheblicher Investitionen bleibt die wirtschaftliche Bilanz miserabel. Der Artikel, eine Kolumne von Markus Wiegand, kritisiert Nius dafür, der Regierung Inkompetenz vorzuwerfen, während es das eigene Geschäftsmodell nicht refinanzieren kann.

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Hohe Konfidenz

Dieser Artikel berichtet über die finanzielle Lage eines deutschen Nachrichtenportals, was für die Medienbranche relevant ist, aber nicht direkt das AdTech/MarTech-Ökosystem betrifft. Die Verluste verdeutlichen Herausforderungen bei der Monetarisierung digitaler Publisher.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Das 2023 gegründete Portal Nius hat Verluste von rund 40 Millionen Euro angehäuft.
  • Allein im Jahr 2024 verzeichnete Nius einen Verlust von 16 Millionen Euro.
  • Nius schaffte es nie in die Top 100 der reichweitenstärksten deutschen Websites und liegt bei etwa Platz 150.
  • Das Portal hat Schwierigkeiten, zahlende Abonnenten und Werbekunden zu gewinnen.
  • Finanzier Frank Gotthardt räumte die Defizite in einem Interview mit der Zeit ein.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Meedia•Veröffentlicht: 28. Okt. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Warum das Portal "Nius" von Geldgeber Frank Gotthardt weit von der Gewinnzone entfernt ist”

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Publisher & Media Owner21. Aug. 2026

Frank Gotthardt: Trotz Millionenverlusten keine Kurskorrektur bei Nius

Der deutsche Unternehmer Frank Gotthardt, Hauptfinanzier des umstrittenen Portals Nius, äußert sich in einem Profil der Wochenzeitung 'Die Zeit' zur Zukunft des Mediums. Zwar zeigt sich Gotthardt unzufrieden mit der wirtschaftlichen Performance – laut Bericht belaufen sich seine bisherigen Investitionen auf rund 40 Millionen Euro bei laufenden monatlichen Zuschüssen von gut einer Million Euro –, bekräftigt jedoch seine langfristige Finanzierungszusage. Gotthardt sieht sein Engagement primär als politischen und publizistischen Auftrag: Nius müsse laut und polarisierend bleiben, um als Gegenpol zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk Reichweite zu generieren. Vorwürfe systematischer Falschberichterstattung weist der Investor zurück und räumt lediglich vereinzelte redaktionelle Fehler ein. Das Projekt, das Gotthardt gemeinsam mit dem ehemaligen 'Bild'-Chefredakteur Julian Reichelt betreibt, bleibt somit trotz hoher Burn-Rate und fehlender Profitabilität personell und strategisch auf aggressive Expansion ausgerichtet.

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Publisher & Media Owner26. März 2026

ProSiebenSat.1 verzeichnet Werberückgang und forciert Streaming-Fokus unter MfE

ProSiebenSat.1 meldet für 2025 einen Umsatzrückgang von 6 % auf 3,675 Mrd. Euro (organisch -2 %), bedingt durch ein anhaltend schwaches Werbeumfeld. Das bereinigte EBITDA sank um 28 % auf 403 Mio. Euro, während der bereinigte Nettogewinn auf 209 Mio. Euro zurückging. Zur Portfoliobereinigung veräußerte der Konzern die Vergleichsplattformen billiger-mietwagen.de und CamperDays; zudem fehlten Erlöse der zuvor ausgegliederten Verivox. Nach der Übernahme durch Media for Europe (MfE) im September 2025 richtet Pier Silvio Berlusconi das Geschäft neu aus: Der Fokus liegt nun primär auf Streaming, News, Entertainment und Eigenproduktionen. Während die klassischen TV-Werbeeinnahmen im DACH-Raum um rund 8 % einbrachen, verzeichnete das werbefinanzierte Streaming via Joyn Zuwächse. Für 2026 prognostiziert das Management ein niedriges einstelliges organisches Umsatzwachstum sowie spürbare operative Ergebnisverbesserungen.

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Media Business20. Okt. 2026

Tamedia: Personal trotz Protesten zermürbt

Die Schweizer Mediengruppe Tamedia steht wegen der Streichung von 34 Vollzeitstellen in den deutsch- und französischsprachigen Newsredaktionen in der Kritik; 41 Mitarbeitende verlieren ihren Job. Mitarbeiter protestierten vor dem Hauptsitz in Zürich und forderten einen sofortigen Kündigungsstopp. Der Podcast diskutiert die zermürbte Stimmung: Redaktor Nick Lüthi berichtet, dass sich einige Redaktoren zurückziehen, was für ein Medium schlecht sei. Die Muttergesellschaft TX Group schreibt Gewinne, was die Frustration verstärkt. Zudem wird die Entlassungswelle bei der SRG nach der Abstimmung im März thematisiert, wobei Uneinigkeit über die Ursachen herrscht – ob Bundessparvorgaben oder selbst auferlegter Druck. Die Podcastfolge wurde in den Räumen der persönlich Verlags AG aufgenommen.

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