Beobachtetes Signal · 4. Okt. 2024 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
NIS2-Cybersecurity-Gesetze in Deutschland und Österreich auf 2025 verschoben
Die EU-Richtlinie NIS2 zur Cybersicherheit, die ursprünglich am 18. Oktober 2024 in Kraft treten sollte, verzögert sich in Deutschland und Österreich. Das Bundesministerium des Innern in Deutschland rechnet nicht mehr mit einer rechtzeitigen Einführung, während in Österreich der Entwurf des NISG 2024 die erforderliche Zweidrittelmehrheit im Parlament verfehlte. NIS2 betrifft kritische Infrastrukturen sowie Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern und mehr als zehn Millionen Euro Umsatz, darunter auch Betreiber von Online-Marktplätzen. Laut dem Nimbusec CyberRisk Report fällt etwa jedes dritte österreichische Unternehmen unter den Anwendungsbereich. Deutschland peilt nun eine Umsetzung im ersten Quartal 2025 an, wohingegen der Zeitplan in Österreich von laufenden Koalitionsverhandlungen abhängt. Die Wirtschaftskammer Österreich rechnet ebenfalls mit einem Inkrafttreten im Jahr 2025. Unternehmen wird empfohlen, die Vorbereitungen für die Compliance frühzeitig zu starten, da die Umsetzung mehrere Monate in Anspruch nehmen kann.
NIS2 ist eine bedeutende EU-Cybersicherheitsregulierung, die digitale Infrastrukturen, Cloud-Dienste und Online-Marktplätze in Deutschland und Österreich betrifft. Die Verzögerung verschafft betroffenen Unternehmen wertvolle Vorbereitungszeit, auch wenn AdTech-Akteure nicht unmittelbar im Fokus stehen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- NIS2 sollte ursprünglich am 18. Oktober 2024 in Kraft treten, verzögert sich jedoch in Österreich und Deutschland.
- Der österreichische Gesetzentwurf NISG 2024 scheiterte im Parlament an der fehlenden Zweidrittelmehrheit.
- Das deutsche Bundesministerium des Innern hält eine NIS2-Einführung frühestens im ersten Quartal 2025 für realistisch.
- Dem Nimbusec CyberRisk Report zufolge fällt jedes dritte Unternehmen in Österreich unter die NIS2-Regulierung.
- Betroffen sind kritische Infrastrukturen sowie Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern und mehr als 10 Millionen Euro Umsatz.
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Markt für Materialflusstechnik wächst um 5,5 % CAGR
Maximize Market Research prognostiziert, dass der weltweite Markt für Materialflusstechnik von 255,80 Mrd. USD im Jahr 2025 auf 414,16 Mrd. USD im Jahr 2034 wachsen wird, was einer CAGR von 5,5 % im Zeitraum 2026–2034 entspricht. Das Wachstum wird durch den E-Commerce-Ausbau, die Lagerautomatisierung und die intelligente Fertigung angetrieben. Zu den wichtigsten Trends gehören der Einsatz von KI-gestützter Robotik, AGVs, AMRs, Elektrostaplern und IoT-fähigen Geräten. Asien-Pazifik führt den Markt an, gestützt auf das Industriewachstum in China, Indien und Südostasien. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören das neue Tokio-Labor von Daifuku für KI und Robotik sowie der Start des Gabelstapler-AMR SOTR-F.
Outlook blockiert MSIX-Dateien als E-Mail-Anhänge
Microsoft hat angekündigt, dass Outlook den Empfang von MSIX-Dateianhängen blockieren wird, um die Verbreitung von Schadsoftware über E-Mails zu verhindern. Die Änderung betrifft sowohl das klassische Outlook für Windows als auch das neue Outlook für Windows sowie andere Clients wie Outlook im Web. Die Entscheidung folgt auf die zunehmende Nutzung von MSIX-Dateien in Phishing- und Malware-Angriffen. Die Sperrung wird schrittweise eingeführt, beginnend mit einem kontrollierten Rollout und dann auf alle Nutzer ausgeweitet. Microsoft empfiehlt, alternative sichere Methoden für den Dateiaustausch zu verwenden. Dieses technische Update ist Teil der umfassenderen Sicherheitsverbesserungen für Outlook-Clients.
ICANN erhält 1.615 Anträge für neue Top-Level-Domains
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat erstmals seit 2012 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains (gTLDs) angenommen. Insgesamt wurden 1.615 Anträge von 481 Antragstellern eingereicht, mit einem starken Fokus auf KI-bezogene Domains. Zehn Unternehmen, darunter Meta und OpenAI, bewarben sich um .agent, sieben um .agi und sechs um .asi. Meta reichte 21 Anträge ein, darunter .instagram und .threads, während OpenAI 15 Anträge stellte, darunter .chatgpt und .codex. Auch deutsche Unternehmen wie Adidas, Biontech und Allianz bewarben sich um markenbezogene Domains. Die Antragsgebühr kann bis zu 227.000 US-Dollar pro Domain betragen. Der Artikel hebt auch den finanziellen Erfolg von Ländercode-Domains wie .ai hervor, die Anguilla bis November 2025 rund 59 Millionen Euro einbrachte.
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