Beobachtetes Signal · 26. Juli 2022 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Umweltschutz-NGOs kritisieren Baumpflanz-Kompensationen als Greenwashing bei Klimaneutralität
Umwelt-NGOs wie WWF, Global 2000 und Greenpeace üben scharfe Kritik an Marketingversprechen von Unternehmen, die durch Baumpflanzungen eine sogenannte 'Klimaneutralität' erreichen wollen. Auslöser ist eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung gegen das österreichische Refurbished-Scale-up refurbed in Deutschland, das daraufhin seine Produktwerbung von '100% klimaneutral' in '100% nachhaltiger' ändern musste. Experten betonen, dass CO2-Emissionen durch Kompensationen nicht ungeschehen gemacht werden können. Wiederaufforstungsprojekte scheitern oft oder binden den Kohlenstoff erst über Jahrzehnte, zudem droht eine doppelte Anrechnung nach dem Pariser Klimaabkommen. Greenpeace warnt, dass solche Claims Verbraucher täuschen und echte Emissionssenkungen verhindern. Die NGOs lehnen Aufforstung prinzipiell nicht ab, verwehren sich jedoch gegen deren Nutzung als buchhalterischen Ablasshandel. Als glaubwürdigeren Standard empfiehlt der WWF unter anderem die Gold Standard-Zertifizierung.
Beleuchtet die strengere regulatorische und reputative Prüfung von Nachhaltigkeitsversprechen in der DACH-Region für Werbetreibende, hat jedoch keinen direkten Einfluss auf AdTech-Infrastrukturen.
Marktsignale zu Ecosia in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Deutsche Verbraucherschützmaler mahnten das Scale-up refurbed wegen des Claims '100% klimaneutral' ab, woraufhin die Kennzeichnung zu '100% nachhaltiger' geändert wurde.
- WWF, Global 2000 und Greenpeace kritisieren CO2-Kompensationen durch Baumpflanzungen öffentlich als ineffektiv und irreführend.
- Eine von Greenpeace angeführte Studie belegt, dass Aufforstungsprojekte in Nordindien weder dem Klima noch der lokalen Bevölkerung nützten.
- Der WWF empfiehlt die Gold Standard-Zertifizierung als glaubwürdigen Rahmen für Klimaschutzprojekte.
- Der Artikel wurde am 26.07.2022 veröffentlicht.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“The sustainability-focused search engine Ecosia is mentioned as one of the companies that supports tree-planting projects....”
“The Viennese scale-up refurbed, which sells refurbished electronics, is mentioned as having stopped advertising '100% klimaneutral' after a ...”
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen Open-Source-KI-Modellen
Die europäische Suchmaschine Ecosia hat ihren KI-Anbieter vom französischen Startup Mistral auf offene Modelle umgestellt, darunter chinesische wie Alibabas Qwen, Z.ais GLM und Moonshot AIs Kimi. CEO Christian Kroll zeigte sich enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die etwa ein Jahr hinter der Konkurrenz zurückliegen sollen, sowie von häufigen Serverüberlastungen. Ecosia nutzt nun Modelle über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in der EU betreibt, was die KI-Kosten halbierte und die Leistung verbesserte. Der Wechsel erfolgt, während Mistral Large 4 vorstellt, das stärkste Modell, das in Europa trainiert wurde und dessen Gewichte Ende Oktober veröffentlicht werden sollen. Trotz 38,4 Punkten im Intelligence Index belegt es Platz acht unter offenen Modellen, hinter sieben chinesischen Modellen. Der Fall verdeutlicht das Dilemma der europäischen KI-Souveränität: Top-Open-Modelle stammen überwiegend aus China, auch wenn sie auf europäischen Servern laufen. Mistral hostet selbst chinesische Modelle wie GLM auf seiner Neocloud-Plattform, während CEO Arthur Mensch die Stärken von Large 4 etwa bei der Cyberabwehr betont.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen KI-Modellen
Die Berliner Suchmaschine Ecosia hat den französischen KI-Anbieter Mistral fallen gelassen und setzt nun auf offene Modelle, darunter chinesische wie Qwen (Alibaba), GLM (Z.ai) und Kimi (Moonshot AI), wie Politico berichtet. Ecosia-Chef Christian Kroll zeigte sich Berichten zufolge enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die der Konkurrenz rund ein Jahr hinterherhinken, und stellte auch Mistrals Souveränität wegen internationaler Investoren infrage. Die neuen Modelle bezieht Ecosia über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in acht EU-Ländern betreibt; dadurch halbierten sich die KI-Kosten bei gestiegener Leistung. Mistral hat derweil Large 4 veröffentlicht, ein Modell mit einer Billion Parametern, das in europäischen Rechenzentren trainiert wurde, aber im Ranking offener Modelle nur Platz 8 erreicht – alle sieben Modelle davor stammen aus China. Dies verdeutlicht das Souveränitäts-Dilemma: Selbst Mistral hostet inzwischen chinesische Modelle wie GLM in seiner Neocloud.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
