Beobachtetes Signal · 10. Juni 2026 · Investment Decision · Quelle: CNBC Investing · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
NC-Finanzminister lehnt SpaceX ab und setzt auf OpenAI und Anthropic
Der Staatsfinanzminister von North Carolina, Brad Briner, lehnte eine direkte Beteiligung am privaten Markt an SpaceX ab. Grund dafür sind Bewertungsbedenken hinsichtlich des anvisierten Börsengangs im Bereich von 1,75 bis 1,8 Billionen US-Dollar, welcher die vom Pensionsfonds angestrebten stabilen Renditen im hohen einstelligen Bereich gefährden würde. Stattdessen investierte der Fonds in KI-Start-ups und allokierte rund 40 Millionen US-Dollar in OpenAI sowie etwa 250 Millionen US-Dollar in Anthropic. Letztere Position hat laut Briner mittlerweile einen Wert von über 600 Millionen US-Dollar erreicht. SpaceX plante im Rahmen des Börsengangs die Platzierung von 555,6 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar, um rund 75 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Der Pensionsfonds plant stattdessen, nach dem Börsengang über Publikumsfonds und Indexprodukte in SpaceX zu investieren, anstatt vorab privates Kapital zu binden.
Dies signalisiert eine Verschiebung hin zu KI-Investitionen bei institutionellen Anlegern und liefert relevante Datenpunkte zu Allokationen von Pensionsfonds bei hoch bewerteten Börsengängen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- North Carolinas Staatsfinanzminister Brad Briner verwaltet Pensionsvermögen in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar.
- Der Bundesstaat investierte Anfang 2026 etwa 40 Millionen US-Dollar in OpenAI und rund 250 Millionen US-Dollar in Anthropic; letztere Beteiligung ist mittlerweile über 600 Millionen US-Dollar wert.
- Briner lehnte eine private Beteiligung an SpaceX aufgrund von Bewertungsbedenken bei einer Taxierung von etwa 1,75 bis 1,8 Billionen US-Dollar ab.
- SpaceX plante den Verkauf von 555,6 Millionen Aktien zu je 135 US-Dollar im Zuge des Börsengangs zur Beschaffung von rund 75 Milliarden US-Dollar.
- North Carolina strebt stattdessen ein Exposure gegenüber SpaceX über öffentlich gehandelte Aktienindexfonds an.
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Mega-IPOs von SpaceX, OpenAI und Anthropic testen Retail-Investoren
Geplante Mega-IPOs von SpaceX, OpenAI und Anthropic werden in einem volatilen Markt maßgeblich vom Appetit der Retail-Investoren abhängen. SpaceX (inzwischen mit xAI fusioniert) hat vertraulich ein Offering über rund 75 Milliarden US-Dollar eingereicht und plant Berichten zufolge etwa ein Drittel der Aktien für Privatanleger zu reservieren. OpenAIs jüngste Finanzierungsrunde über 122 Milliarden US-Dollar umfasste Allokationen für vermögende Privatkunden, während Anthropic voraussichtlich ebenfalls an die Börse strebt. Private Märkte und das Retail-Sentiment gewinnen für Tech-Listings zunehmend an Bedeutung. Parallel dazu forderte der aktivistische Investor Irenic bei Snap (2,5-Prozent-Anteil) Governance-Reformen und Kostensenkungen. Zudem erreichte das VC-Fundraising im ersten Quartal Rekordwerte, Saronic sammelte 1,75 Milliarden US-Dollar ein, Mercor erlitt einen Datenvorfall samt Quellcode-Abfluss bei Anthropic, und Doug Leone übernahm den Vorsitz bei Sequoia.
SpaceX-IPO mit 1,75 Billionen USD Bewertung: Uninvestierbar?
SpaceX hat im Zuge einer Welle erwarteter Börsengänge im Bereich Künstliche Intelligenz ein S-1-Formular eingereicht und plant, rund 75 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar einzusammeln. Das Prospekt weist für 2025 einen Umsatz von rund 18,7 Milliarden US-Dollar sowie Verluste von knapp 4,9 Milliarden US-Dollar nach der xAI-Fusion aus. Elon Musk würde weiterhin die absolute Kontrolle mit rund 85,1 % der Stimmrechte behalten. Der adressierbare Gesamtmarkt (TAM) wird auf astronomische 28,5 Billionen US-Dollar beziffert, wovon 28,5 Billionen auf KI entfallen. Zudem offenbart das Dokument drittparteiliche Vereinbarungen wie Anthropics Colossus-Rechenleistungsdeal im Wert von rund 1,25 Milliarden US-Dollar monatlich bis Mai 2029. Trotz der immensen Bedeutung für die Kapitalmärkte und den KI-Sektor hat diese Entwicklung nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die AdTech- und MarTech-Branche.
SpaceX-KI-Investitionen schocken Wall Street trotz schneller Amortisationsversprechen
Die ersten öffentlichen Quartalszahlen von SpaceX zeigen ein Umsatzplus von 92 Prozent im Jahresvergleich, doch Investoren konzentrierten sich auf einen sprunghaften Anstieg der Investitionsausgaben um 18,4 Milliarden US-Dollar – vor allem für KI-Recheninfrastruktur mit Nvidia-Chips –, was die Aktie um rund 10 Prozent fallen ließ. Das Management erklärte, die KI-Capex konvertiere sich schnell in Umsatz, prognostizierte Amortisationszeiten von unter einem Jahr sowie eine Kapazität von bis zu 15–20 GW bis Ende nächsten Jahres und hob das Umsatzziel von CEO Elon Musk für 2030 auf 1 Billion US-Dollar an. SpaceX hat große kommerzielle Compute-Deals mit Google, Anthropic und Reflection AI unterzeichnet und Cloud-Service-Verträge in Höhe von 6,7 Milliarden US-Dollar offengelegt. Die KI-Sparte schreibt weiterhin rote Zahlen (Q2: 2,56 Milliarden US-Dollar Umsatz, 1,26 Milliarden US-Dollar operativer Verlust). Zudem verbuchte das Unternehmen Rückstellungen von 354 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Umweltgenehmigungen in Memphis.
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