Beobachtetes Signal · 8. Juli 2026 · Interview / Profile · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Michael Ruby: Starkes B2B-Marketing übertrifft klassische Consumer-Kampagnen
Michael Ruby, Mitgründer und Chief Creative Officer von Park & Battery sowie Juror bei The Drum B2B Awards, argumentiert, dass B2B-Marketing komplexere und risikoreichere Geschichten erzählt als die meiste Consumer-Werbung, während seine kreativen Anforderungen unterschätzt werden. Ruby, dessen Agentur als Ad Age A‑List B2B Agency of the Year 2026 und ANA B2B Agency of the Year ausgezeichnet wurde, kritisiert B2B-Marken dafür, Professionalität mit Uniformität zu verwechseln, und fordert menschlich zentrierte kreative Risiken. Zudem betont er, dass KI Teilprozesse statt Arbeitskräfte ersetzt, wobei überlegene Strategie, Prompting und kreatives Urteilsvermögen die KI-Ergebnisse maximieren. Ruby lehnt die Dichotomie zwischen Brand- und Performance-Marketing ab und plädiert für integrierte Wachstumsstrategien sowie Führungskräfte, die Komplexität über die Bereiche Business, Kreation, Daten und Technologie hinweg beherrschen.
Branchenkommentar zu kreativer B2B-Strategie und dem Einsatz von KI; nützliche Einblicke für Marketer und Agenturen, jedoch kein transformatives Marktereignis.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Michael Ruby ist Mitgründer und Chief Creative Officer von Park & Battery.
- Park & Battery wurde zur Ad Age A‑List B2B Agency of the Year 2026 sowie zur ANA B2B Agency of the Year ernannt.
- Michael Ruby fungierte als Juror in der Kategorie Creative Aces bei The Drum B2B Awards.
- Der Artikel wurde am 08.07.2026 von Margo Waldrop auf The Drum veröffentlicht.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Ruby ... whose work has been recognized at Cannes Lions, The One Show and WARC’s B2B Creative Effectiveness Awards, sees the creative demand...”
“Ruby ... whose work has been recognized at Cannes Lions, The One Show and WARC’s B2B Creative Effectiveness Awards, sees the creative demand...”
“Park & Battery ... named both the 2026 Ad Age A-List B2B Agency of the Year and ANA B2B Agency of the Year....”
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Ari Halper: B2B sollte für Business-to-Person stehen
Ari Halper, Global ECD und Head of Creative Excellence bei R/GA sowie Juror der Creative Aces bei The Drum B2B Awards, plädiert dafür, B2B-Marketing in B2P (Business-to-Person) umzubenennen. Er betont, dass Vermarkter stets bedenken müssen, dass sie mit Menschen und nicht mit abstrakten Organisationen kommunizieren, weshalb die kreative Ambition im B2B durchaus mit B2C mithalten kann. Halper beschreibt den pragmatischen Einsatz von KI als strategischen und kreativen Partner – etwa als Forscher, Analyst und Comp-Artist –, unterstreicht jedoch gleichzeitig die unverzichtbare Rolle menschlichen Urteilsvermögens und handwerklichen Könnens, da KI eher anpasst als herausfordert. Zudem erörtert er den Markenaufbau und argumentiert, dass langfristiger Markenerfolg aus vielen kürzeren Initiativen erwächst, die zu einer konsistenten Narrative verschmelzen müssen. Einreichungen für The Drum B2B Awards sind noch bis zum 23. Juli möglich.
Schlechtes B2B ist langweilig, aber B2B selbst ist es nicht
Craig Duxbury, globaler B2B-Marketingstratege und Gründer von Craig Duxbury Consulting, argumentiert, dass das Kernproblem im B2B-Marketing niedrige kreative Standards sind und nicht etwa Künstliche Intelligenz, Messbarkeit oder der Konflikt zwischen Brand und Demand. Als Juror der The Drum B2B Awards betont Duxbury, dass die Chance für B2B darin liegt, den kreativen Anspruch zu erhöhen, Kunden und Buying Groups tiefer zu verstehen sowie Marketing direkt mit dem Unternehmenswert zu verknüpfen. Er betrachtet KI als Produktivitätsverstärker, der die Qualität der zugrundeliegenden Strategie und Prozesse gnadenlos offenlegt. Zudem fordert er Vermarkter auf, die sprachliche Kluft zum Boardroom zu überbrücken und Brand, Kreativität, Daten, Technologie sowie Vertrieb in einem einzigen Motor zu orchestrieren. Die Einreichungsfrist für die The Drum B2B Awards endet am 23. Juli. Veröffentlichungsdatum ist der 3. Juli 2026.
Mark Lesniak: B2B-Marketing braucht kreative Ambition statt risikoscheuer Standardansätze
Mark Lesniak, Gründer und Creative Director von Lesniak Swann sowie Juror bei den The Drum B2B Awards, kritisiert die anhaltende Unterinvestition in kreative Exzellenz im B2B-Marketing. Viele Unternehmen flüchten sich in risikoarme Standardlösungen und behandeln reine Media Spendings fälschlicherweise als Ersatz für tragfähige Konzepte. Laut Lesniak muss der Fokus stattdessen auf nachhaltigen Brand Investments liegen, um messbare kommerzielle Erfolge zu skalieren. Zwar habe Künstliche Intelligenz die Creative Production revolutioniert und vormals unbezahlbare Assets zugänglich gemacht, doch fehle der Technologie die Fähigkeit zu disruptiven, assoziativen Gedankensprüngen. Für die Entwicklung wirklich memorabler Kampagnen bleibe der Mensch unersetzlich. Entsprechend prognostiziert Lesniak eine steigende Nachfrage nach Creative Leaders, die sowohl mutige Ideen entwickeln als auch intern im Stakeholder-Management durchsetzen können.
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